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Tennis: Chef Referee der ITF leitete Wilhelmshöhe Open

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Von: Marcel Ehrig

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Wilhelmshöhe statt Wimbledon: Sören Friemel war als Supervisor beim Tennis-Turnier in Kassel im Einsatz. © Soremski

„Heute schon die Stars von Morgen sehen“, lautete das Motto der Wilhelmshöhe Open vom 16. bis 23. Juli. Dabei hatte das Tennis-Turnier mit Sören Friemel einen Star, der arbeitet aber abseits des Sandplatzes.

Tennis. Sören Friemel ist der Regel-Wächter, der Oberschiedsrichter der Tennis-Welt, die oberste Instanz der Referees des Tennisweltverbands (ITF) – in Wilhelmshöhe war er als Supervisor im Einsatz. „Als Supervisor kümmere ich mich um den sportlichen Ablauf des Turniers, erstelle unter anderem den Spielplan und teile die Schiedsrichter ein“, sagt Sören Friemel am Rande des Finales der Wilhelmshöhe Open.

Der Münsteraner war schon in Wimbledon und den olympischen Spielen im Einsatz, war beim längsten Tennismatch aller Zeiten zwischen John Isner und Niclas Mahut dabei, die 11 Stunden und fünf Minuten um den Sieg spielten. Jetzt ging es für ihn nach Kassel in den Bergpark – Wilhelmshöhe statt Wimbledon. Schon bei der ersten Auflage der Wilhelmshöhe Open vor 20 Jahren war er dabei. „Jedes Jahr bin ich einmal als Supervisor bei einem Turnier dieser Größenordnung im Einsatz und in Kassel bin ich immer gerne“, sagt Sören Friemel. Die Wilhelmshöhe Open sind mit 25.000 US-Dollar immerhin das höchstdotierte ITF-Herrenturnier im Rahmen der German Masters Series.

Friemel ist viel unterwegs, nach seinem Aufenthalt in Kassel flog er nach Buenos Aires um die olympischen Jugendspiele vorzubereiten, weiter ging es nach Kitzbühl, von dort reist er nach Tokio – die ersten Vorbereitungen für die Olympischen Sommerspiele 2020 stehen an. Auf Olympia freut er sich besonders: „So ein Turnier mit zu organisieren ist der Wahnsinn, auch wenn der Erwartungsdruck enorm ist, wenn etwas schiefläuft kann man das ja live im Fernsehen verfolgen “, sagt er.

Von der documenta hat er bei seinem Aufenthalt hingegen nichts mitbekommen: „Die anderen Schiedsrichter sind mal in die Stadt gefahren, ich bin zum Zahnarzt gegangen, wenn ich schon mal in Deutschland bin“, sagt Sören Friemel und lacht.

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