Topspiel: MT empfängt Rhein-Neckar Löwen

MT-Kapitän Nenad Vuckovic gegen Löwen-Abwehrass Oliver Roggisch. Archivfoto: Hartung
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MT-Kapitän Nenad Vuckovic gegen Löwen-Abwehrass Oliver Roggisch. Archivfoto: Hartung

Kassel. Handball-Bundesligist MT Melsungen hat mit den Rhein-Neckar Löwen schon den nächsten Topclub vor der Brust (Sonntag, 18 Uhr, Rothenbachhalle)

Kassel. Zuletzt war die SG Flensburg-Handewitt zu Gast, nun hat Handball-Bundesligist MT Melsungen mit den Rhein-Neckar Löwen schon den nächsten Topclub vor der Brust. Anwurf in der Kasseler Rothenbach-Halle ist am Sonntag, 1. Dezember, um 15 Uhr. Geleitet wird das Spiel vom deutschen Spitzengespann Lars Geipel (Steuden) und Marcus Helbig (Landsberg). Karten gibt es noch in den bekannten Vorverkaufsstellen.

Ein Knüller jagt den nächsten in Kassel – die Handballfans in Nordhessen wird es freuen: Am 1. Adventssonntag kommt es am 15. Spieltag der DKB? Handball-Bundesliga zum Kräftemessen zwischen dem Tabellensechsten und dem Tabellenvierten: die MT Melsungen gegen die Rhein-Neckar Löwen. Das bedeutet auch, die Zuschauer erleben das direkte Duell der beiden derzeit besten deutschen Außen-Duos: Die MT schickt Michael Allendorf und Johannes Sellin ins Rennen, die Löwen kommen mit Uwe Gensheimer und Patrick Groetzki. Alle vier gehören dem derzeitigen Kader der deutschen Nationalmannschaft an. Die Torausbeute in der Bundesliga betreffend, haben die MT-Cracks sogar absolut die Nase vorn: Nach seinen zehn Erfolgen zuletzt in Magdeburg führt Allendorf die Scorerliste mit 105 Treffern an. Sellin war bislang 79 mal erfolgreich. Das macht unterm Strich 184 Tore für die MT-Flügelzange. Die Löwen aus dem Kraichgau bringen es zusammen auf 146 Tore (Gensheimer 92), Groetzki (54). Wenige Tage nach dem Liga-Duell treffen sich übrigens alle vier schon wieder beim Lehrgang der Nationalmannschaft.

"Zahlenspielereien mit erzielten Treffern sind für mich absolut zweitrangig”, wiegelt Michael Allendorf ab. "Wichtig ist, dass wir alle am Sonntag unsere Leistung abrufen können. Wenn das nicht klappt, kann ich mir persönlich auch für die Führung in der Torschützenliste nichts kaufen”.

Sein Pendant auf der rechten Seite, Johannes Sellin, sieht indes Chancen für die MT: "Die Löwen sind schon eine Klassemannschaft, reichen aber möglicherweise noch nicht ganz an das Niveau unseres letzten Heimgegners Flensburg heran. Auf jeden Fall müssen wir uns zuhause nicht verstecken. Vor allem nicht, wenn die Halle endlich mal richtig voll ist und uns noch mehr Zuschauer als zuletzt  60 Minuten lang nach vorne peitschen”.

Ein weiteres, wenn auch indirektes Duell werden sich die Torhüter beider Lager liefern. Mikael Appelgren, bislang rund 180 Paraden, und Niklas Landin, ca. 170 Paraden, gehören zum Besten, was die Liga zwischen den Pfosten zu bieten hat.

Apropos Championsleague: In der Königsklasse haben die Rhein-Neckar Löwen mit dem 28:24-Sieg am Samstag in Zagreb einen großen Schritt Richtung Achtelfinale gemacht. In der Gruppe A ist die Mannschaft von Trainer Gudmundur Gudmundsson damit Zweiter hinter dem ungarischen Spitzenclub Veszprem.

Von derlei internationalen Auftritten ist die MT Melsungen noch ein gutes Stück entfernt. Und auch davon, eine Spitzenmannschaft zu sein, wie ihr Trainer einräumt. "Wir haben in dieser Saison schon gute Leistungen gezeigt, auf die wir stolz sein können. Das ist keine Frage. Aber im Vorfeld eines Spiels gegen einen solch hochkarätigen Gegner muss man die Bälle eine wenig flach halten”, empfiehlt Michael Roth. "Wir wissen, dass wir an einem sehr guten Tag fast jeden schlagen können”, so der MT-Coach, "aber den muss man auch erst einmal erwischen”.

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