Wasenberg: Naturalsport-Zentrum ist neuer Camp-Stahl-Stützpunkt

Daumen hoch für ein tolles Projekt: Stephan Lenz und Liane Rasner-Peters (mitte) haben zusammen mit Carsten Stahl (re.) und den Mitarbeitern des Naturalsport-Zentrums einen Camp-Stahl-Stützpunkt in Wasenberg eröffnet. Foto: privat

Das Naturalsport-Zentrum von Liane Rasner-Peters und Stephan Lenz in Willingshausen-Wasenberg ist neuer Camp-Stahl-Stützpunkt.

Willingshausen-Wasenberg. "Hierzu sind wir gekommen, wie die Jungfrau zum Kind", sagt Liane Rasner-Peters mit einem Lächeln im Gesicht. Zufrieden schweift ihr Blick durch die neue, große Halle des Naturalsport-Zentrums in Wasenberg. "Camp Stahl" prankt in großen Lettern an einem imposanten Trainings-Turm. Er ist der Hingucker zwischen den vielen modernen Fitnessgeräten der Marke "Stex", die sich auf fast 400 Quadratmetern verteilen. Seit vergangenem Samstag ist das Naturalsport-Zentrum von Liane Rasner-Peters und Ehemann Stephan Lenz offizieller Camp-Stahl-Stützpunkt. Zur feierlichen Eröffnung der neuen Fitnesshalle reiste Carsten Stahl höchst persönlich von Berlin nach Wasenberg.

Mit seinem Anti-Gewalt-Programm macht der ehemalige Knacki, Bodygard und spätere Schauspieler aus Neukölln deutschlandweit Schlagzeilen. Stahl kämpft mit seiner Initiative für Respekt, Mut, Toleranz und gegen Gewalt, Mobbing und Drogen. Er schafft ein Bewusstsein für diese leider allzu häufig verschwiegenen Themen und kommt vor allem bei Jugendlichen besser an, als so mancher ausgebildete Pädagoge. Aber wie kam Stahl dazu, ausgerechnet in Wasenberg einen seiner Stützpunkte zu eröffnen? "Klaus Dahlinger, ein Vertreter von Stex-Fitness-Europe, versprach uns schon im August, dass er den Kontakt zu Carsten Stahl herstellt, falls wir die Halle mieten dürfen", verrät Liane Rasner-Peters gegenüber LOKALO24.

Umbau in nur drei Monaten

Die frohe Kunde erreichte die Reha-Trainerin schließlich Mitte September: "Der Eigentümer der Immobilie sagte seine Bereitschaft zu, uns die Halle zu vermieten", erzählt Rasner-Peters. Nur einen Monat später begannen die intensiven Ausräum-, Umbau- und Neugestaltungsarbeiten. Und ein Vierteljahr später – am vergangenen Samstag – stand Rasner-Peters schließlich mit funkelnden Augen in ihrem neuen Camp-Stahl-Stützpunkt. Die schnelle Umsetzung des spontanen Projekts sei vor allem den fleißigen Mitarbeitern der beteiligten Handwerksbetriebe zu verdanken. In nur drei Monaten haben sie aus einer verwahrlosten Lagerhalle eine schicke und moderne Anlaufstelle für Fitness-, Ausdauer- und mentales Training  gemacht. "Es war gar nicht leicht, so kurzfristig gute Handwerker zu bekommen. Deshalb bin ich den Firmen für ihren Einsatz sehr dankbar. Allen voran  die Sanitär- und Elektro-Firma Wolf aus Wasenberg und das Unternehmen Döring aus Neukirchen haben tolle Arbeit geleistet", sagt Rasner-Peters zufrieden.

Für ihren Vater, der während der Umbauphase ebenfalls tatkräftig unterstützt hatte, hielt die Fitness-Trainerin noch eine ganz besondere Überraschung bereit: eine Ernennungs-Urkunde zum "Besten Papa auf der Welt". Fest steht: Die neue Fitnesshalle im Schulweg kann sich sehen lassen. Davon überzeugten sich am Samstagnachmittag rund 200 Neugierige, darunter Vertreter aus Politik und Wirtschaft. Sie alle lauschten gebannt den Worten des Star-Gastes. "Ich bin selbst einst abgerutscht und kriminell geworden. Dann habe ich von meinen eigenen Kindern die Kraft bekommen, aus diesem Sumpf herauszukommen. Es ist unsere soziale Verpflichtung, dafür zu sorgen, dass es unseren Kindern gut geht", appelierte Stahl, der vor allem durch die RTL-II-Show "Privatdetektive im Einsatz" bekannt wurde. Mit dem Fernsehen hat der 44-Jährige inzwischen Schluss gemacht. "Ich will mich nicht im Dschungelcamp demütigen. Kinder sind unsere Zukunft. Der Einsatz für sie ist meine Bestimmung", erklärt der feinfühlige Muskelmann seine Motivation.

Der neue Camp-Stahl-Stützpunkt in Wasenberg soll Anlaufstelle für Kinder, Jugendliche aber auch Erwachsene sein, die Mobbing und Gewalt erleben. Neben der eigenen körperlichen Fitness soll hier auch das Selbstbewusstsein trainiert werden. Stahl und seine Mitarbeiter werden nun regelmäßg nach Wasenberg kommen, um sich über die Befindlichkeiten der Menschen vor Ort zu informieren und um diese zu beraten und zu trainieren.

Am Samstag zeigte sich auch Willingshausens Bürgermeister Heinrich Vesper tief beeindruckt vom Projekt und dem Besucherandrang zur Eröffnungsfeier. Das Gemeindeoberhaupt ließ es sich nicht nehmen, Stahl auch gleich von der idyllischen Schwalm, ihrer schönen Tracht und von Willingshausen als älteste Künstlerkolonie Europas zu berichten.

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