Weiterer Erfolg im KVA-Projekt

Vogelsbergkreis. Der Erfolg des Projekts war auf den Gesichtern der Projektteilnehmerinnen ablesbar: "Ohne Frida htte die Integration in de

Vogelsbergkreis. Der Erfolg des Projekts war auf den Gesichtern der Projektteilnehmerinnen ablesbar: "Ohne Frida htte die Integration in den Job nicht geklappt", sagte eine Teilnehmerin.

Eine andere lobte die Einfhlsamkeit der Projektleiterinnen. Im Lauterbacher Land-ratsamt feierten 30 Teilnehmerinnen im Alter von 25 bis 58 Jahren den erfolgreichen Abschluss einer in der Praxis bereits mehrfach bewhrten Qualifizierungsmanahme. Bei der Zeugnisbergabe des dritten Durchlaufs des KVA-Projekts "Frida" (Frauen in den Arbeitmarkt) konnte die Kommunale Vermittlungsagentur des Vogelsbergkreises einen weiteren beeindruckenden Erfolg verzeichnen: jede zweite Teilnehmerin - 17 Frauen - wurden erfolgreich in Arbeit vermittelt. Von den 30 Frauen sind 28 Mtter, die meisten davon alleinerziehend.

Aber auch die Kursteilnehmerinnen, die noch keinen Job gefunden haben, zeigten sich keineswegs enttuscht. Sie bleiben zwar noch lnger in diesem Programm, haben aber aus der Sicht der Verantwortlichen von KVA und dem Trger des Projekts, dem Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft, nun erheblich bessere Chancen, auf dem Ar-beitsmarkt Fu zu fassen. "Wir bleiben fr Sie am Ball", versprach Peter Mller, Chef des Bildungswerks in der Region Mittelhessen. Mller dankte sowohl dem Vogelsberg-kreis und seiner KVA als auch den heimischen Unternehmen fr die enge Kooperation. "Es bestehen Hunderte von Kontakten zu den Firmen der Region - das wirkt sich direkt auf die Chancen der Arbeit Suchenden aus", betonte Mller.

"Der Kreis ist sehr froh ber die traditionell hervorragende Zusammenarbeit von KVA und Bildungswerk", sagte Erster Kreisbeigeordneter Gerhard Ruhl bei der berreichung der Zeugnisse. Ruhl dankte fr die "berzeugende Arbeit" der Betreuerinnen im Projekt und gratulierte den Frauen. "Zeigen Sie immer persnlichen Einsatz und verlieren Sie nie die Geduld", sagte der Vizelandrat.

"Die Teilnehmerinnen waren bereit, groe Stolpersteine in ihren Leben aus dem Weg zu rumen", meinten bereinstimmend die Projektverantwortlichen des Bildungswerks, die Diplom-Sozialpdagoginnen Claudia Bourquain und Claudia Pradel. Die Motivation, das Vertrauen und das Selbstwertgefhl der Frauen seien erkennbar angewachsen. Kathrin Bohl sprach fr den Bereich "Aktivierende Hilfen" in der KVA und betonte: "Das Durchhaltevermgen der Frauen in diesem Projekt ist ermutigend und bemerkenswert." Claudia Bourquain hob hervor, dass neben der eigentlichen Qualifikation das gewachsene Selbstbewusstsein eine wesentliche Voraussetzung fr Erfolg im Beruf sei.

Das Projekt "Frida" - eine Kooperation des Amtes fr Soziale Sicherung und des Bildungswerks der Hessischen Wirtschaft - untersttzt Frauen, die - beispielsweise wegen der Erziehung ihrer Kinder - lange Zeit nicht am Arbeitsleben teilgenommen haben und sich neu orientieren wollen. Fr andere ist es erforderlich, das frher einmal Erlernte zu aktivieren, zu ergnzen und zu aktualisieren. In der Zusammenarbeit des Hessi-schen Bildungswerk und der Kommunalen Vermittlungsagentur werden die Frauen individuell weitergebildet, ermutigt, gefrdert und begleitet. Das sei eine wichtige Voraussetzung fr das Gelingen des Projekts, da in der Gruppe Frauen unterschiedlichster Altersgruppen und beruflicher sowie sozialer Hintergrnde aufgenommen wrden, be-tonte Claudia Bourquain.

Die sechsmonatige Praktikumszeit frdere nachweislich eine positive persnliche Ent-wicklung, die mittelfristig die Grundlage schaffe fr eine erfolgreiche Integration auf dem ersten Arbeitsmarkt. Die nchsten 30 Frauen sind bereits im vierten Durchlauf des Fri-dA-Projekts in der Obhut des Bildungswerks.

Die "Erfolgsgeschichte" des Beschftigungs- und Qualifizierungsprojekts "Frida" (Frauen in den Arbeitsmarkt)" begann nach den Worten von Mller bereits im Mai 1996. Da-mals hie das gemeinsame Projekt von Bildungswerk und Landkreis noch "Biso" (Berufliche Integration von Sozialhilfeempfngern). Seit damals sei die Kooperation ausge-zeichnet und weise eine hohe Erfolgsquote auf.

Das Projekt "Frida" startete zusammen mit den erweiterten Aufgabenstellungen als "Optionskommune" im Jahr 2005 (Option bedeutet: der Landkreis kmmert sich um die Arbeit Suchenden im Bereich Arbeitslosengeld zwei). 80 Frauen haben durch dieses Programm bereits einen neuen Job gefunden. Fr 57 Frauen verbesserten sich die Chancen erheblich - nicht zuletzt durch die intensiven Kontakte zur heimischen Wirtschaft.

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