Wenn die Knochen im Kulturzentrum knacken

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Fulda. Am 23. November steigt in Fulda ein besonderes Event. Dann steht im "KUZ Kreuz" Wrestling live auf der Tagesordnung.

Fulda.  Am 23. November wird es in Fulda eine ganz besondere Veranstaltung geben. Dann steht im "KUZ Kreuz" "Wrestling live" auf der Tagesordnung.

Vor dreizehn Jahren hatte ein Tätowierer in Mülheim den Traum von einer eigenen Wrestlingveranstaltung in der Heimat. An Heiligabend des Jahres 2000 hat er sich diesen um ein Uhr morgens in einer größtenteils leeren Rockkneipe erfüllt. Drei seiner ehrenamtlichen Helfer haben das Projekt später übernommen und parallel zu ihrem Wirtschaftswissenschafts-Studium eine Wrestling-Liga geschaffen, die nach wie vor nur eines zum Ziel hat: Träume zu erfüllen.

Welcher Wrestlingfan hat sich als Kind nicht gewünscht, mit den Stars der Veranstaltung direkt ins Gespräch zu kommen? Welcher Wrestlingfan wollte denn nicht hautnah an der Action dran sei? "Westside Xtreme Wrestling" bietet den Fans genau das: Absolute Publikumsnähe. Keine Absperrungen zwischen Zuschauern und Wrestlern. Die Fans dürfen direkt am Ring stehen und sitzen. Selbstverständlich ist es in der Pause und nach dem Event möglich, noch in der Halle einen Plausch zu führen und ein Autogramm zu erhalten.

Doch nicht nur den Fans, sondern auch den Wrestlern erfüllt wXw Träume. Während sämtliche Wrestlingschulen in Deutschland durch hohe Preise glänzen, subventioniert "wXw" das "Westside Dojo", einen im Landessportbund Nordrhein-Westfalen eingetragenen Verein.

Wrestlingtraining ist so für jedermann erschwinglich, doch längst nicht für jedermann geeignet. Training wird an zwei Tagen pro Woche angeboten und selbstverständlich werden die Top-Trainer jedes Mal aus ganz Deutschland, den Niederlanden und England verpflichtet. Wrestling als Leistungssport – das bringt Resultate. Die meisten Westside Dojo-Schüler sind in ganz Europa gefragt und haben bereits ihre ersten Erfahrungen als Trainierender oder als Wrestler in den USA und/oder in Japan gesammelt.

Das macht "wXw" aus: Jeder, der hier in der Halle ist, lebt seinen Traum, ob als Fan oder als Aktiver. Die Menge an Herzblut in den Events macht sich bezahlt. "Westside Xtreme Wrestling" geht inzwischen zweimal pro Jahr auf Deutschland-Tour und hat außerdem bereits in London, Philadelphia und Tokyo veranstaltet. Nicht schlecht für die kleine Phantasterei einer einzelnen Person.

Einer, der über Jahre immer wieder zu den Events nach Oberhausen gependelt ist, ist Michael Schwarz von der "Kreuz GmbH" in Fulda. Michael ist vom Wrestlingvirus besessen und möchte auch seine Heimat infizieren. Zum zweiten Mal holt er "Westside Xtreme Wrestling" am 23. November ins "KUZ Kreuz" nach Fulda. Das Interesse der Wrestlingfans kann sich bislang sehen lassen und "wXw" bringt so einige Wrestler mit, denen die Fans ihre ganz eigene Geschichte entlocken können.

Wer der persönliche Favorit ist, bleibt jedem selbst überlassen. Uhaa Nation ist, der junge Amerikaner mit seiner ersten Europa-Tour? Freddy Stahl, der sich von einer schweren Knieverletzung zurückgekämpft hat und nicht eine Sekunde ans Aufhören gedacht hat? Jay Skillet, der mit 21 Jahren gerade vier Wochen lang in Japan lebt und dort zum ersten Mal als Vollzeitprofi agieren darf? "Bad Bones" John Klinger, der als bester Wrestler Europas gilt und so populär ist, dass der die Abstimmung einer amerikanischen Liga als absoluter Außenseiter erdrutschartig gewonnen hat? Jeder Wrestler hat seine eigene Story – und jeder Fan kann am 23. November nach dem Event von einem ihm ganz eigenen Abend berichten.

Karten gibt es ab 14 Euro im Museumscafe sowie bei allen "Eventim"- VVK-Stellen.

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