HSG Bad Wildungen Vipers verlieren torgefährliche Frontfrau „Nouki“

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Anouk Nieuwenweg wird den HSG Bad Wildungen Vipers fehlen, gibt der Verein unumwunden zu. Die 22-jährge Handballspielerin sucht neue Herausforderung.

Anouk Nieuwenweg wird den HSG Bad Wildungen Vipers fehlen, gibt der Verein unumwunden zu. Die 22-jährge Handballspielerin sucht neue Herausforderung.

Bad Wildungen - Anouk Nieuwenweg war die erste junge Spielerin aus dem Ausland, die Tessa Bremmer als Cheftrainerin unter ihre Fittiche nahm. Hinter der erfahrenen Cristina Mihai konnte Nieuwenweg 2015 ihre ersten Schritte in der deutschen Handball Bundesliga Frauen machen und hat sich seitdem eindrucksvoll entwickelt: vom jungen Talent zur Führungsspielerin – zugleich Identifikationsfigur für den Bad Wildunger Handball.

Egal ob technisch, athletisch oder taktisch – Bremmer konnte die junge Holländerin in allen Bereichen weiterbringen. Da kam es nicht überraschend, dass auch andere Vereine früh ihr Interesse an der torgefährlichen Linkshänderin bekundeten. Trotzdem entschied sich Nieuwenweg, den Vipers treu zu bleiben und das Vertrauen, das ihr von Verein und Trainerin entgegengebracht wurde, zurückzugeben. Nach vier Jahren in Bad Wildungen ist für „Nouki“ nun aber die Zeit für eine neue Herausforderung gekommen.

Anouk Nieuwenweg wird den HSG Bad Wildungen Vipers fehlen, gibt der Verein unumwunden zu. Die 22-jährge Handballspielerin sucht neue Herausforderung.

Wo es die 22-jährge hinzieht, steht noch nicht fest. Sicher ist aber, dass sie der HSG fehlen wird. Anouk Nieuwenweg: „Nach vier Jahren in Bad Wildungen ist es Zeit für eine neue Herausforderung. Ich denke, dass mich neue Impulse bei meiner Entwicklung weiter voranbringen werden. Ich bin jung und noch lange nicht am Ende meiner Entwicklung, daher möchte ich nun den nächsten Schritt machen. Es war nicht einfach, diese Entscheidung zu treffen und ich werde definitiv viel vermissen. Mein Ziel war es, viel zu spielen und wichtig für die Mannschaft zu sein. Ich konnte bei den Vipers viele Erfahrungen sammeln und eine gestandene Bundesligaspielerin werden.“

Als Ausbildungsverein müsse man damit zufrieden sein, wenn die „Auszubildenden“ irgendwann so gut sind, dass die Top-Vereine und das Ausland anklopfen, daher kommt der Wechsel für Bremmer nicht überraschend: „Ich habe immer ganz offen mit Nouki über alles geredet. Sie hat den Sprung in den erweiterten Kader der Nationalmannschaft geschafft. Irgendwann braucht eine junge Spielerin auch wieder neue Impulse, um aus ihrer Komfortzone herauszukommen. Uns liegt es am Herzen, den Spielerinnen mit auf den Weg zu geben, was nötig ist, um eine erfolgreiche Bundesligaspielerin zu werden. Ehrgeiz, Bodenständigkeit und Eigenverantwortung stehen hierbei an oberster Stelle.“ Uwe Gimpel, Geschäftsführer der Vipers, ist stolz auf den Werdegang von Nieuwenweg: „Anouk ist in den letzten Jahren von einem Talent zur großen Stütze unserer Mannschaft geworden. Sie ist ein Vorbild für junge Talente, die ebenfalls den Sprung in die 1. Bundesliga schaffen möchten. Wir als Verein versuchen den Spielerinnen stets die besten Voraussetzungen für so eine Entwicklung zu bieten.“ Nieuwenweg wird nicht die letzte Spielerin bleiben, die bei der HSG ihren Weg gemacht hat. Neben Maxi Mühlner, Anna Frankova und Anna Spielvogel im aktuellen Kader wollen die Verantwortlichen auch für die kommende Saison wieder neue Talente präsentieren.

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