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Wilhelmshöhe Open: Roca Battala siegt - Pechvogel Torebko

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Trotz der verletzungsbedingten Niederlage hatte Peter Torebko (li.) bei der Siegerehrung wieder gut lachen. Sieger Batalla freute sich zwar über den Triumph, jedoch nicht darüber wie er zustande kam. Foto: Schachtschneider/WO/nh
Trotz der verletzungsbedingten Niederlage hatte Peter Torebko (li.) bei der Siegerehrung wieder gut lachen. Sieger Batalla freute sich zwar über den Triumph, jedoch nicht darüber wie er zustande kam. Foto: Schachtschneider/WO/nh © Lokalo24.de

Spanier siegt beim KTCW, Vorjahressieger muss verletzt aufgeben.

Tennis. Was für ein Pech für Titelverteidiger Peter Torebko bei den Wilhelmshöhe Open in Kassel. Beim Stand von 1:3 im ersten Satz verdrehte sich der Vorjahressieger das Knie. Der 27-Jährige versuchte es nochmal, musste das Finale gegen den an eins gesetzten Spanier Oriol Roca Batalla (ATP 236) aber bei 1:4 aufgeben.

In den wenigen Spielen zuvor hatte sich das angedeutet, was die Fans erwarteten - ein Endspiel auf hohem Niveau. "In bin unendlich traurig", sagte der Weseler nach dem Spiel und musste dabei mit den Emotionen kämpfen, "ich hätte hier gerne drei Sätze für Euch gespielt und gewonnen."

Die Zuschauer hatten ihrem Publikumsliebling minutenlang applaudiert. Gerne hätte Torebko seinen Titel verteidigt, doch es ging einfach nicht mehr. Erste Diagnose von Turnierarzt Dr. Jürgen Lauf: Innenbandanriss.

Oriol Roca Batalla mochte sich über die Art und Weise seines Sieges nicht recht freuen und wünschte seinem Gegner schnelle Genesung. Der 22-Jährige war bei der Siegerehrung voll des Lobes für die Organisatoren des höchstdotierten deutschen Future-Turniers. "Für mich ist es das beste ITF-Turnier überhaupt", sagte er.

Auch er hätte lieber zu Ende gespielt und sein in den Ballwechseln des Finales und während des Turnierverlaufs angedeutetes Potenzial weiter gezeigt.Für die Wilhelmshöhe Open setzte sich das Pech vom Vorjahr fort. Am Morgen hatte der Regen noch die Umkleidekabinen geflutet und dem Team reichlich Arbeit beschert. Zum Finale kam im Gegensatz zum Regenendspiel im letzten Jahr die Sonne. Und es kamen die Fans: ausverkauftes Haus, der beste Sonntags-Besuch der WO-Geschichte.

So war man bestens gerüstet für ein Traumfinale, das dann aber viel zu schnell zu Ende war. Aller guter Dinge sind drei, sagte der enttäuschte Verlierer Peter Torebko und versprach, nächstes Jahr wiederzukommen. Roca Batalla hofft nach seinem Turniersieg nun auf die Qualifikation für die US Open-Qualifikation.Trotz des zu kurzen Endspiels zog Turnierdirektor Dr. Eberhard Engelmann eine positive Bilanz der Wilhelmshöhe Open. "Ich bin sehr, sehr zufrieden", sagte Engelmann. Vor allem der geballte Auftritt der "Jungen Wilden" hatte es ihm angetan. "Die haben hier wirklich gut gespielt und waren für uns eine deutliche sportliche Aufwertung."

Die "Stars von morgen" haben bei den Wilhelmshöhe Open ihre Chance im Rahmen ihrer Möglichkeiten genutzt. "Das war sehr positiv und wir haben uns gefreut, dass Daviscup-Coach Michael Kohlmann die ganze Woche mit seinen Jungs hier war", resümiert der Turnierdirektor.

"Ich glaube, dass die Qualität der Spiele noch nie so gut war wie dieses Jahr", so Engelmann. Ein Eindruck, den viele Zuschauer bestätigen. Und mit Oriol Roca Batalla hat man auch einen jungen Sieger.

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