„Wir waren platt“

Sieg verschenkt: Wanfried nur unentschiedenVon LARS WINTERHandball. Dem VfL Wanfried reichte im Heimspiel gegen Groenlder eine 27:2

Sieg verschenkt: Wanfried nur unentschieden

Von LARS WINTERHandball. Dem VfL Wanfried reichte im Heimspiel gegen Groenlder eine 27:22-Fhrung acht Minuten vor Schluss nicht zum Sieg. Dank teilweise haarstrubender Fehler kamen die Gste Tor um Tor heran und entfhrten mit dem 28:28-Unentschieden nicht unverdient einen Punkt.

VfL-Trainer Jrgen Handke ging nach dem Spiel mit seiner Mannschaft hart ins Gericht: Einige Spieler haben meine Anweisungen nicht befolgt. Diese Disziplinlosigkeit hat uns den Sieg gekostet. Ohne Spielmacher Stefanie angetreten, der wegen einer beruflichen Weiterbildung in Berlin weilte (Handke: Bei mir hat er sich nicht abgemeldet.), kam der VfL nur mhsam ins Spiel.

Bis zum Halbzeitstand von 17:16 machten sich die Gastgeber das Leben selbst schwer. Auf teilweise schn herausgespielte Tore folgten immer wieder leichtfertige Ballverluste. Grtes Manko an diesem Tag: Die Abwehr. Was die Wanfrieder besonders im ersten Abschnitt in der Defensive boten, hatte mit Abwehrarbeit nicht viel zu tun.

Anders dann im zweiten Durchgang. Gesttzt auf einen guten Thomas Pakiewicz im VfL-Tor und einen treffsicheren Alexander Hobbie bauten sie ihren knappen Vorsprung bis acht Minuten vor Schluss kontinuierlich aus. Was dann bis zum Schlusspfiff passierte, sorgte nicht nur bei Spielern und Trainer fr unglubiges Kopfschtteln. Erklrungen fr den totalen Black-out gab es keine auf Seiten der Wanfrieder Akteure. Thilo Vogt drckte das aus, was wohl alle dachten: So ein Schei!

Fr Handke war zum Schluss die fehlende Kondition ausschlaggebend. Wir waren einfach platt, sagte er. Alles andere als platt prsentierten sich nur Georg Grein, der erneut strkster VfL-Spieler war und Alexander Hobbie, der als Linkshnder auf der ungewohnten Linksauen-Position(!) spielte. Auf sieben Tore brachte es der Blondschopf, vergab aber in der entscheidenden Phase auch zwei Siebenmeter. Wir haben den Sack einfach nicht zu gemacht, so Keeper Pankiewicz. Und das gegen einen Gegner, der laut Handke, das schlechteste Team gewesen sei, das sich in dieser Saison in Wanfried vorgestellt habe.Eigener Fanclub zu lautFr ein Novum sorgte VfL-Coach Handke Mitte der zweiten Halbzeit. Weil der eigene Fanclub zu laut war, schickte er einen Betreuer zu den Treuesten der Treuen, damit diese die Lautstrke ihres Trommelns reduzierten. Meine Spieler konnten keine Spielzge mehr ansagen bzw. verstehen, begrndete Handke diese unbliche Manahme. Die verwunderten Fans zeigten sich allerdings unbeeindruckt von dieser auergewhnlichen Trainer-Anweisung...

Tore VfL: Hobbie 7, C. Wehr 7, H. Wehr 2, Wrschmidt 3, G. Grein 5, Hlzel 2, Meinl 1, Vogt 1.

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