1. lokalo24
  2. Sport
  3. Lokalsport

Wortler gegen Sportler: Das Tennisduell!

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Rick Fröhnert

Kommentare

null
© Lokalo24.de

„Redakteur in Gefahr“ Teil 1: KA-Redakteur Rick Fröhnert wagte ein Tennisspiel gegen Mittelhessenmeister Marek Flinner

Bad Hersfeld. Der 16­-Jährige Marek Flinner ist bekannt für seinen unglaublich harten Aufschlag – zurecht, wie ich selbst feststellen ­musste. Für die neue Rubrik "Re­dakteur in Gefahr" traf ich den jungen Wald­hessen, der in der ­deutschen Tennisszene Vielen bereits ein Begriff ist, und ­forderte ihn direkt zu ­einem Spiel heraus. Ein Duell, "Wortler" gegen "Sportler" sozusagen. Und um es vorweg zu ­nehmen: Ich blieb, nicht uner­wartet, chancenlos.

Unfassbar schnell flogen die gelben Bälle auf mich zu. Ich versuchte "irgendwie" mit meinem Tennis­schläger zum Gegenschlag auszu­­holen – ohne Erfolg, nicht mal im Ansatz gelang es mir. Immerhin traf ich ein paar Mal den Ball – wenn man uneinholbar zurückliegt, freut man sich eben auch über die kleinen Dinge.

"Ist gar nicht so einfach, oder?", lachte sein ­Trainer ­Malte Schmuck mich an. Recht hat er. Und er muss es ­wissen, denn der Lauter-­bacher Tennisspieler ist derzeit auf Platz die Nummer 97 der Herren 40 Weltrangliste. Vor ­etwa einem Jahr hat er ­Marek unter seine ­Fittiche genommen. "Wenn man ­besser werden will, muss man auch gegen die ­Besten spielen", ist Schmucks Motto. Das Training trägt Früchte, Marek wird immer besser – ist bereits Nord- und Mittel­hessen­meister. Und in der kommenden  Saison schlägt er für den ­Herren Verbands­ligisten TC Hochheim auf.

Seine Eltern unterstützen ihn dabei, wo es nur geht. Weite Fahrten zu Turnieren sind kein Problem für die Familie. Vater Andreas, selbst Tennisspieler, erklärt mir stolz: "Er arbeitet hart an sich, trainiert jeden Tag."

Dass ich es hier mit einem wirklichen Ausnahmetalent zu tun habe, wird mir schon klar, als ich die Halle des Tennis­club Blau-Weiss Bad Hersfeld an der Fuldaaue ­betrete.

Während ich ­eine Begrüßung für das Video in die ­Kamera unserer KA-Azubine Julia Fernau spreche, knallt hinter mir ein Ball mit voller Wucht ­gegen die Wand. Marek ist mitten im Training, erreicht selbst scheinbar unerreich­bare ­Bälle, die ihm sein ­Trainer zuspielt. Da wurde mir schon klar: Für mich, ­jemand ohne auch nur den Hauch von Tenniserfahrung, wird das heute nicht einfach.

Nachdem mir Marek ein paar Tipps gegeben hat, etwa wo und wie ich den Schläger am besten halte, geht’s los. "Wichtig ist die ­Auge-Hand-Koordination", erklärte er mir noch. Als unser Match beginnt, klingt das zwar ­theoretisch gut, praktisch hilft es mir aber kaum. Zu schnell fliegen die Bälle, zu langsam reagiere ich. Endstand: 5:0 für Marek.

Aber: Spaß gemacht hat es auf jeden Fall. Und getreu Malte Schmucks Motto: "Spiele gegen die Besten um besser zu werden", habe ich das Gefühl: Ein bisschen ­besser bin ich ge­worden. Auch wenn es bei mir für eine Tenniskarriere wohl nicht mal im Ansatz reicht...

Auch interessant

Kommentare