Auch die MT kann die Siegesserie nicht beenden: Melsungen unterliegt Flensburg

Topspiel in der Kasseler Rothenbach Halle: Mit dem besseren Ende für den Tabellenführer aus Flensburg. Eine gute Halbzeit reichte gegen die SG nicht, um ihr die erste Saisonniederlage beizubringen. Am Ende verlor die MT Melsungen ihr Heimspiel mit 18:24 (10:12).

Der Tabellenerste gegen den Tabellenfünften. Die bislang noch ungeschlagene SG Flensburg-Handewitt gegen die von Verletzungen geplagte MT Melsungen. Ohne die Stammspieler Schneider, Kühn, Michael Müller und Pavlovic, dafür aber mit Danner und dem, besonders in der ersten Halbzeit, gut aufgelegten Neuzugang Roman Sidorowicz (vier Tore), reichte es zwar nicht zum Sieg gegen den Tabellenführer, aber die MT hielt das Spiel lange offen. Und da war ja auch noch ein alter Bekannter: Auf Seiten der Flensburger machte Ex-MT Spieler Johannes Golla eine ordentliche Partie.

In einem zunächst defensiv geprägten Partie hielt die MT das Spiel lange offen, war hellwach und agierte in der Abwehr mit einer gesunden Härte. So ging die Mannschaft von Heiko Grimm, bei der drei Spieler des Jahrgangs 2000 im Kader standen, den Flensburger gehörig auf die Nerven.

Die Melsunger waren griffig, die Atmosphäre in der ausverkauften Rothenbach Halle konnte sich sehen lassen, dazu kämpfte die MT bravourös und ging durch Michael Allendorf, der einen Pass antizipierte und dann per Tempogegenstoß traf, mit 4:3 in Führung. Erst zum Ende der ersten Hälfte konnten die Gäste das Tempo ein wenig anziehen und gingen mit einer 12:10 Führung in die Pause.

Allerdings ist die SG nicht umsonst Tabellenführer und momentan das Maß aller Dinge im deutschen Handball. Zwar verlor die MT nie endgültig den Anschluss, ließ dann aber eine 1:5 Serie der Gäste zu und rannte dann einem 13:18 hinterher (42.) Und weil die Gäste nun mal momentan nicht in der schlechtesten Verfassung sind und die MT im weiteren Verlauf zu viel liegen ließ, kam die Grimm-Mannschaft nie mehr so richtig gefährlich ran.

MT-Torwart Johan Sjöstrand mit starken Paraden verhinderte eine höhere Führung, das sein Team den 14:19 Rückstand zehn Minuten vor dem Ende noch dreht, war dann doch eher unwahrscheinlich. Zumal der MT zum Schluss ein wenig die Puste ausging und die Flensburger ihre Führung schlussendlich auf sechs Zähler anwuchs. So war es am Ende nicht unbedingt eine Packung, aber ein verdienter Sieg für den Spitzenreiter aus Flensburg, der noch eine Nummer zu groß für die MT ist.

Rubriklistenbild: © Schardt

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