Drama in der Schlussminute: MT holt Remis gegen Berlin

Handball. Was für ein Spiel: Die MT Melsungen trennte sich am Mittwochabend unentschieden von den Füchsen Berlin.

Unentschieden: Vor ausverkauftem Haus trennten sich die MT Melsungen und die Füchse aus Berlin mit 28:28. Dabei bekamen die 4300 Zuschauer ein spannendes Spiel geboten - samt dramatischer Schlussminute.

Dabei wollte die MT nach ihrem Sieg gegen Coburg die nächsten zwei Punkte einfahren und Selbstvertrauen für das EHF-Cup-Spiel am Samstag gegen die Franzosen aus Saint-Raphael tanken. Doch zunächst spielten die Gäste aus Berlin stark auf und zogen in der ersten Hälfte zwischenzeitlich mit vier Toren davon (7:11). Doch das Team von Michael Roth kämpfte sich nochmal ran und glich nach 26. Minuten aus. Die Berliner, die zuletzt die SG Flensburg Handewitt besiegten, kamen im Anschluss aber noch zu drei Toren, so dass die MT mit einem 13:16 Rückstand den Gang in die Kabine antreten musste. 

Und auch in Durchgang zwei blieb es spannend: Die Melsunger um Kapitän Michael Müller hielten die Partie offen - kamen in der 53. Minute zum Ausgleich durch Johannes Sellin. Jetzt kochte die mit 4300 Zuschauern ausverkaufte Rothenbach-Halle. Und es ging hin und her: Lindberg brachte die Füchse in der 54. Minute zwar abermals in Führung - Boomhouwer besorgte in der 59. Minute jedoch den 28:28 Ausgleich. Noch 40 Sekunden waren zu spielen - das Team von Michael Roth spürte, jetzt konnte sie hier die zwei Punkte holen! Das Drama war perfekt, als Johannes Sellin zum Wurf ansetzte und traf - jedoch eine Sekunde zu spät. Das Spiel war vorbei. Der Treffer zählte nicht mehr und so blieb es am Ende beim 28:28 unentschieden, für das sich die MT nach dem Schlusspfiff zurecht von den Zuschauern feiern ließ.

Stimmen zum Spiel

Michael Roth (Trainer MT Melsungen)

Ich fand es ein geiles Spiel! Weil wir schlecht begonnen haben, und uns der schlechte Start sofort in die Defensive gebracht hat. Auch kurz vor der Pause haben wir nochmal einige Chancen liegen gelassen. In der Halbzeit haben wir Alarm gemacht, uns vorgenommen, viel mehr Emotionen reinzubringen. Johan Sjöstrand hat sich enorm gesteigert, das braucht man. Und aus dem kleinen Helden Johannes Golla hätte zum Schluss ein Volksheld werden können. Michael Müller hat vorbildlich gekämpft und die Mannschaft mitgerissen. Am Ende haben wir einen Punkt geholt, und damit bin ich zufrieden. Jetzt müssen wir schnell umschalten auf Europacup und Saint Raphael am Samstag.

Velimir Petkovic (Trainer Füchse Berlin)

Das ist heute ein Spiel, zu dem ich so kurz danach einfach gar nichts sagen kann. Gratulation an Michael und seine Mannschaft zum Punktgewinn. Aber es geht so einfach nicht mehr. Von Woche zu Woche, was man so erlebt, ich will das einfach nicht kommentieren.

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