MT Melsungen: Finn Lemke verlängert Vertrag bis 2023

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Bleibt bis 2023: MT Melsungens Finn Lemke.

Die MT Melsungen hat den Vertrag mit Finn Lemke verlängert. Der Abwehrhüne bleibt bis 2023. Derweil hat die MT Stefan Salger verpflichtet und einen Spieler für die kommende Saison aussortiert. Das gaben die Melsunger jetzt per Pressemitteilung bekannt.

"Uns ist es wichtig, einen Spieler wie Finn Lemke, der sowohl sportlich wie auch menschlich für unser Team sehr wertvoll ist, möglichst längerfristig zu binden. Insofern freuen wir uns sehr, dass wir seinen eigentlich noch bis 2020 laufenden Vertrag vorzeitig bis 2023 verlängern konnten. Finn ist nicht nur wegen seiner Größe ein Fixpunkt in unserer Mannschaft. Er kann ein Team auf und neben dem Spielfeld führen und dieses große Plus möchten wir uns auch in den nächsten Jahren erhalten”, erklärt MT-Vorstand Axel Geerken in einer Pressemitteilung.  

Der 76-fache Nationalspieler kam im Sommer 2017 zur MT, zusammen mit Tobias Reichmann und Julius Kühn. Die drei hatten im Jahr zuvor in Polen den Europameistertitel geholt und anschließend bei den olympischen Spielen in Brasilien die Bronzemedaille erkämpft. Bei der letzten Weltmeisterschaft im Januar diesen Jahres in Deutschland und Dänemark war Finn Lemke der einzige MT-Akteur im deutschen Aufgebot. Die DHB-Auswahl unterlag im Spiel um Platz 3 durch einen Gegentreffer in letzter Sekunde der französischen Vertretung. Privat liebt es der verheiratet Familienvater eher ruhiger, entspannt unter anderem auf langen Spaziergängen mit Dalmatiner “Nemo”.

“Dieses Vertrauen des Vereins bedeutet für mich eine große Wertschätzung. Meine Entscheidung, bei der MT zu verlängern, habe ich nicht zuletzt an dem Gesamtpaket festgemacht. Die sportlichen Ambitionen und Ziele wie auch das Umfeld sind mir wichtig. Das heißt, auch meiner Familie muss sich wohlfühlen – so, wie das hier bei der MT der Fall ist. Ich freue mich auf weitere vier Jahre in Nordhessen”, sagt Finn Lemke.

Stefan Salger kommt für Simon Birkefeldt

Im Sommer 2019 kommt ein weiterer, im wahrsten Sinne, überragender Spieler zu den Rotweissen. Stefan Salger, 22 Jahre alt, 207 cm groß, 110 kg schwer, ausgestattet mit einem starken linken Wurfarm, wird dann für die nächsten drei Jahre die Geschicke im rechten Rückraum mitbestimmen. Der gebürtige Allgäuer, derzeit beim Ligakonkurrenten Eulen Ludwigshafen unter Vertrag, tritt die Nachfolge des ausscheidenden Simon Birkefeldt an. Der Däne war als Neuzugang in 2018 mit einem Jahresvertrag ausgestattet worden. Die MT hat die mögliche Option auf Verlängerung aber nicht gezogen, sodass der Linkshänder am Saisonende den Verein wieder verlassen wird.

Fotostrecke: MT Melsungen schlägt HSG Wetzlar mit 26:24

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"Mit Stefan Salger holen wir einen jungen deutschen und sehr entwicklungsfähigen Spieler zu uns. Er passt in unsere Philosophie, den Kader mittelfristig weiter zu verjüngen und ihn qualitativ zu verbessern. Dazu brauchen wir Typen wie ihn, die beste athletische Voraussetzungen mitbringen, ehrgeizig sind und die wir selber noch nach unserer sportlichen Ausrichtung weiterentwickeln können. Er wird noch etwas Zeit brauchen, und die wollen wir ihm auch geben”, sagt MT-Trainer Heiko Grimm. “Ich möchte bei der MT Melsungen den nächsten Schritt nach oben machen und hier zeigen, warum der Verein mich geholt hat. Ich denke, ich bringe körperlich einige Voraussetzungen mit, von denen sich die MT etwas verspricht. Aber andererseits fühle ich mich in diesem Alter noch nicht unter Druck stehend. Ich werde mich zu 100 Prozent in die Mannschaft einbringen und einfach immer versuchen, mein Bestes zu geben”, so der 23-jährige. Apropos: Sein Bestes hat er im vorletzten Jahr auch gegen die MT gegeben. Damals noch im Dress des TVB Stuttgart trug er in seinem ersten Erstligaspiel mit 5 Treffern dazu bei, den Nordhessen den Saisonstart tüchtig zu vermasseln.

Die Bilder vom MT-Neujahrsempfang im Autohaus Glinicke gibt es hier.

Stefan Salger hat, obwohl noch jung an Jahren, bereits eine abgeschlossenen Ausbildung als Physiotherapeut in der Tasche, die er während seiner Zeit beim Nachwuchsteam der Rhein-Neckar Löwen absolviert hat. Auch das Fachabitur hat er noch nachträglich erworben. Ernsthaft sich mit dem Handballsport zu befassen, kam ihm erst vor gut vier Jahren in den Sinn. Die Erfolge mit der Junioren-Nationalmannschaft, in der er unter anderem mit Ex-MT-Talent Johannes Golla zusammenspielte, haben ihn in seiner Einstellung zum Spitzensport offenbar zusätzlich bestärkt. In 2016 wurde er mit der deutschen U20-Auswahl Vizeeuropameister und ein Jahr später schrammte er mit der U21 bei der Weltmeisterschaft knapp an der Bronzemedaille vorbei.

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