MT Melsungen: Verantwortliche setzen Trainer und Mannschaft ein Ultimatum

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Angezählt: Nach drei Niederlagen in Folge muss MT-Trainer Heiko Grimm und sein Team jetzt liefern.

Nach drei Niederlagen in Folge gibt es bei der MT Melsungen Redebedarf. Jetzt hat der Verein Mannschaft und Trainer eine Frist von drei Spielen gestellt, bleibt dabei aber vage, wann wirklich Konsequenzen gezogen werden.

Handball. Das gab es bei der MT Melsungen auch nicht alle Tage. Die Melsunger stellten vor der Partie in Ludwigshafen dem Team sowie Trainer Heiko Grimm ein Ultimatum. Das sieht nach den letzten Spielen mit drei Niederlagen so aus: Sollte in den nächsten drei Spielen keine Steigerung zu erkennen sein, wird es personelle Konsequenzen geben. Am Sonntag gastiert die MT bei den Eulen Ludwigshafen.

"Das Portfolio an Aufarbeitungsmaßnahmen, die Analysen, die Gespräche, das Geloben von Besserung, das alles ist irgendwann erschöpft. Und dann muss man nicht nur den Mut haben, Maßnahmen zu ergreifen, sondern diese auch transparent zu kommunizieren. Schließlich sind wir dies den direkt Beteiligten, wie auch unseren Sponsoren und Fans schuldig”, wird MT-Manager Axel Geerken in einer Pressemitteilung der MT Melsungen zitiert.

Weiter heißt es: Als getroffene Vereinbarung, bei der Heiko Grimm einbezogen wurde, werden die kommenden drei Spiele der Maßstab sein, an dem Trainer und Mannschaft gemessen werden. Sollte in Ludwigshafen und zuhause gegen den Bergischen HC und im EHF Cup-Rückspiel gegen die Dänen nicht eine deutliche Tendenz um Positiven erkennbar sein, wird es personelle Konsequenzen geben. Welche genau, auch mit einer etwaigen Auswirkung auf die nächste Saison, wird die Vereinsführung daran festmachen, in welcher Art und Weise die Auftritte verlaufen.

Fraglich ist allerdings, wie diese Steigerung aussehen soll. Gewinnt die MT zum Beispiel zwei Spiele und verliert im EHF-Cup-Rückspiel knapp - wie wird dann Bilanz gezogen? Denn am Ende ist auch Handball nun mal ein Ergebnis-Sport. “Uns ist bewusst, dass mit dieser Maßnahme auf der Mannschaft, besonders aber auf dem Trainer ein entsprechend großer Druck lastet. Im Profisport ist das ja nicht ungewöhnlich. Das ist deshalb auch den Beteiligten klar und sie kalkulieren mögliche Konsequenz ein”, so MT-Aufsichtsratschefin Barbara Braun-Lüdicke.

Dabei wurde es für Trainer Heiko Grimm schon des Öfteren knapp. Nach mehreren enttäuschenden Auftritten wusste sein Team dann aber wieder zu überzeugen. “Wir haben in dieser Saison begeisternde Bundesligaspiele erlebt und sind in zwei Pokalwettbewerben vertreten. Diese Leistung ist zweifelsohne anerkennenswert. Umso ärgerlicher sind die Auftritte, die uns zwischenzeitlich immer wieder zurückgeworfen haben. Deren Nachbereitung hat viel Energie auf allen Ebenen gebunden und der jeweilige Erfolg war nicht von großer Dauer”, so Axel Geerken.

Insbesondere Heiko Grimm ist nun angezählt, zeigt sein Team in den kommenden Spielen kein anderes Gesicht, dürften seine Tage bei der MT Melsungen gezählt sein. Verzichten muss Grimm in Ludwigshafen auf Finn Lemke und Felix Danner. Reichmann, Pavlovic und Allendorf sind fraglich.

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