Niederlage beim Meister: Melsungen verliert in Flensburg mit 23:30

+
Konnte die Niederlage gegen den Meister auch mit sieben Treffern nicht verhindern: Julius Kühn.

Rund 40 Minuten hielt die MT Melsungen gegen Flensburg-Handewitt gut mit, knickte dann aber ein. Am Ende gab es eine 23:30 Niederlage beim Deutschen Meister.

Handball. Die Nordhessen legten los wie die Feuerwehr, gingen nach nur drei Minuten mit 3:0 in Führung und machten darüber hinaus den Hausherren mit einer offensiven Abwehr das Leben schwer. Es waren bis zum Halbzeitpfiff nur Nuancen, die den Unterschied des amtierenden Meisters gegenüber dem Tabellensiebten ausmachten. Im zweiten Durchgang erwischten die Nordlichter den besseren Start und bauten den Vorsprung auf 18:14 aus.

Eine Bildergalerie vom letzten Heimspiel der MT Melsungen finden Sie hier

Melsungen konnte noch einmal auf zwei Tore herankommen, brachte sich dann aber durch technische Fehler und Fehlversuche immer weiter aus dem vormals guten Rhythmus. Nach 42 Minuten hatten die Hausherren mit 22:17 einen vorentscheidenden Abstand erzwungen, den sie in der Folge auch nicht mehr hergaben. Der Sieg für die SG Flensburg-Handewitt geht damit in Ordnung. Beste Torschützen in der mit 6.004 Zuschauern nicht ganz ausverkauften Flens Arena waren SG-Rechtsaußen Marius Steinhauser (8/3) und MT-Rückraumspieler Julius Kühn (7). Am Samstag erwartet die MT in der bereits seit Wochen ausverkauften Kasseler Rothenbach Halle die HSG Wetzlar zum Hessenderby.

"Wir haben eine sehr gute erste Halbzeit gespielt. Mit der Abwehr war ich sehr zufrieden. Wir konnten Gegenstöße anbringen und auch der Positionsangriff klappte gut. Die zweite Hälfte haben wir nicht gut begonnen, die Abwehr war nicht mehr stabil genug und wir haben auch vorne zu viele Fehler gemacht und uns Fehlwürfe geleistet", sagte MT-Trainer Gudmundur Gudmundsson nach dem Spiel. "Dennoch habe ich einige Dinge gesehen – wie zum Beispiel die 5:1-Abwehr – bei denen wir Fortschritte gemacht haben und auf einem guten Weg sind. Wir müssen jetzt einen Schritt nach dem anderen machen, was angesichts der hohen Belastung nicht einfach ist. Auch ich selber muss etwas Geduld haben."

Ähnlich wie sein Coach äußerte sich Julius Kühn: "Wir haben über weite Strecken gut gespielt. Unser Ziel war es, und das ist auch Gudmis Philosophie, den Gegner mit einer entsprechenden Deckung zu verunsichern. Leider kamen wir in der zweiten Halbzeit manchmal den berühmten Schritt zu spät."

SG Flensburg-Handewitt – MT Melsungen 30:23 (14:12)

SG Flensburg-H.: Bergerud (1.-22. Min.; 3 Paraden / 10 Gegentore), Buric (23.-60. Min.; 8 P. / 13 G.) – Golla 5, Glandorf 5, Svan, Wanne 2, Jeppsson 1, Jöndal, Steinhauser 8/3, Heinl, Zachariassen 1, Sögard 4, Gottfridsson 4, Jurecki, Schöngarth – Trainer Maik Machulla.

MT Melsungen: Simic (1.-38. Min.; 3 P. / 19 G.), Sjöstrand (39.-60. Min.; 2 P. / 11 Gegentore) – Maric 4, Kühn 7, Lemke 1, Reichmann, Ignatow, Kunkel 1, Schneider, Allendorf 4/2, Sidorowicz 2, Häfner 2, Salger, Pavlovic 2 – Trainer Gudmundur Gudmundsson.

Schiedsrichter: Fabian Baumgart (Neuried) / Sascha Wild (Offenburg).

Zeitstrafen: 4 – 6 Min. (Golla, 35:18 Min.; Schöngarth, 56:51 Min. – Lemke, 23:04 Min.; Maric, 30:36 Min.; Kühn, 45:59 Min.)

Strafwürfe: 3/3 – 2/2

Zuschauer: 6.004, Flens Arena, Flensburg

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Wegen Corona-Krise: MT-Spieler verzichten auf einen Teil ihres Gehalts

Die finanziellen Folgen sind noch nicht absehbar, aber sie werden immens sein. Nicht nur für die deutsche Wirtschaft, sondern auch für den Sport. Die Handballer der MT …
Wegen Corona-Krise: MT-Spieler verzichten auf einen Teil ihres Gehalts

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.