Sieg in letzter Sekunde: MT Melsungen gewinnt 26:25 gegen Ludwigshafen

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Nach dem Pokal-Coup gegen Berlin feierte die MT Melsungen gegen die Eulen Ludwigshafen den nächsten Sieg. Allerdings war es bis zum 26:25 (11:11) Sieg ein hartes Stück Arbeit.

Handball. Dienstag war noch Pokalfight gegen die Füchse, am Ende viel Freude und der Einzug ins Final Four. Nur zwei Tage später war dann wieder Alltag. Bundesliga. Zu Gast waren die Eulen aus Ludwigshafen. Der Tabellenvorletzte. Doch ein Spaziergang sollte es für die MT Melsungen nicht werden.

Zumal die Eulen in der Kasseler Rothenbach-Halle nichts zu verlieren hatte. Am Ende war es ein knapper, hart umkämpfter 26:25 für die MT Melsungen.

Die Mannschaft von Trainer Heiko Grimm legte gut los, verpasste es aber sich frühzeitig abzusetzen. Und das lag insbesondere an Ludwigshafens Torhüter Gorazd Skof, an dem die Melsunger-Offensive immer wieder verzweifelte. So kamen die abstiegsbedrohten Eulen immer besser in die Partie. In der 11. Minute übernahmen sie erstmals die Führung - mit 5:4.

Wenig später hält Skof einen Siebenmeter gegen den bis dahin so sicheren Michael Allendorf. Es wirkte allmählich so, als verpasse die MT nach der Kür die Pflicht. Bis zur Pause stellte die MT Melsungen zumindest wieder gleich. Mit 11:11 geht es in die Pause. Die Mannschaft von Heiko Grimm wirkte nun zweilen müde. Kein Wunder, nach dem Kraftakt zwei Tage zuvor gegen Berlin.

Der verletzte MT-Torhüter Johan Sjöstrand zeigte sich vom Spielplan dann auch nicht besonders erfreut: "Toll ist es nicht, am Dienstag und Donnerstag zu spielen." Grimm brachte Dimitri Ignatow zur Pause, der das Offensiv-Spiel ein wenig belebte und schnell zwei Mal traf. Dennoch blieben die Gäste am Drücker, gingen durch Jerome Müller mit 16:13 in Führung (37.). Und für die MT-Offensive hieß es weiterhin zu oft: Endstation Gorazd Skof. Yves Kunkel läuft allein aufs Tor der Eulen zu und kann auf 19:20 verkürzen, scheitert aber an Skof der mit dem Fuß rettet (46.).

Wenig später hat Ignatow dann die Chance zum Ausgleich - und findet ebenfalls in Skof seinen Meister. So blieb es spannend, da es die Eulen auch nicht schaffen, sich entscheidend abzusetzen. Die MT dagegen kämpft sich ins Spiel. Es klappt bei weitem nicht alles, die Beine werden immer schwerer. Das Spiel wird ruppiger, die Fouls häufen sich. Es ist kein hochklassiges Spiel, aber spannend. Fünf Minuten vor dem Ende tankt sich Marino Maric durch - Ausgleich zum 23:23!

Spätestens etzt ist es nichts für schwache Nerven, wer hätte das vor dem Spiel gedacht. Es geht hin und her - und die MT geht wieder in Führung. Lasse Mikkelsen per Siebenmeter trifft zum 24:23 (57.). Und es blieb spannend - bis zur letzten Sekunde. Neuhaus stellt 18 Sekunden vor dem Ende auf 25:25, der MT Melsungen bleibt noch ein Angriff, der wird zunächst gestoppt.

Noch fünf Sekunden verbleiben den Melsungern. Julius Kühn fasst sich ein Herz und trifft zum 26:25 Endstand. Ein überaus unterhaltsames Spiel mit einem aufopferungsvoll kämpfenden Gast aus Ludwigshafen. Die MT Melsungen stand dem allerdings in nichts nach - und das nur zwei Tage nach dem Fight gegen Berlin. Ein Sieg des Willens.

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