Sieg nach der Zwangspause: MT Melsungen gewinnt gegen Bergischen HC

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Gewonnen: Melsungens Kai Häfner im Spiel gegen den Bergischen HC. Die MT Melsungen trat dabei in speziellen "Wir-halten-zusammen"-Trikots gespielt. Das sind Trikots in limitierter Auflage, mit den aufgedruckten Namen von Fans, die in der vergangenen Saison auf die Rückerstattung von Tickets aufgrund ausgefallener Spiele verzichtet haben.

Vier Wochen mussten sie wegen Corona pausieren, jetzt hat sich die MT Melsungen mit einem Sieg zurückgemeldet. Gegen den Bergischen HC gab es einen 32:31 (17:15) Sieg.

Handball. Knapp, aber nicht unverdient war es über die gesamte Spielzeit ein Erfolg, der das unterstrich, was auf dem speziell für die auch diesmal wieder in der Kasseler Rothenbach-Halle nicht zugelassenen Fans entworfenen Trikot zu lesen war: „Wir halten zusammen“.

Waren es in der ersten Halbzeit Torhüter Silvio Heinevetter und die Rückraumschützen Kai Häfner und Julius Kühn, die den kleinen Unterschied machten, drehte nach dem Seitenwechsel Timo Kastening auf und avancierte mit neun Toren, davon einem Siebenmeter, zum erfolgreichsten Schützen der Partie. Für den Bergischen HC war David Schmidt mit nur einem Erfolg weniger der treffsicherste Akteur.

Nach genau vier Wochen Abstinenz und zwischenzeitlicher zwei Wochen strikter Quarantäne musste die MT kurzfristig auch auf Domagoj Pavlovic verzichten, der sich im Training verletzt hatte. Für ihn rückte der A-Jugendliche Paul Kompenhans in den Kader. Kapitän Finn Lemke, dessen Infektion die Zwangspause bedingt hatte, blieb zunächst auf der Bank.

"Das war heute nicht einfach. Ich bin stolz auf dieses Ergebnis, weil es unser erstes Spiel nach vier Wochen war und wir hatten gerade drei Tage für die Vorbereitung. So etwas habe ich in über 30 Jahren meiner Karriere noch nie erlebt", sagte MT-Coach Gudmundur Gudmundsson nach dem Spiel. "Ich bin auch mit der Art und Weise zufrieden, wie der Sieg zustande kam: mit Kampfkraft und Leidenschaft haben wir es alle zusammen geschafft."

Über die ungewohnte Situation, nach vier Wochen Pause in der Bundesliga spielen zu müssen, sagte Timo Kastening: Wenn wir in einigen Wochen gegen eine Mannschaft spielen müssen, die gerade in Quarantäne war, machen wir das ja auch. Es wäre ganz genau das Gleiche wie heute. Das ist Handball in dieser Zeit, da hat auf Dauer jeder die gleichen Voraussetzungen. Wichtig war es heute, einfach zu gewinnen."

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