Testspielauftakt geglückt: MT Melsungen schlägt TBV Lemgo

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Wie man ich kennt, aber lange Zeit nicht sehen konnte: MT-Spieler Julius Kühn beim Wurf im Testspiel gegen Lemgo.

Ungewohnt war die Atmosphäre in der Kasseler Rothenbach-Halle, in der es sonst Anfeuerungsrufe von den Rängen hallt. Beim ersten Testspiel der MT Melsungen gegen den TBV Lemgo war es natürlich deutlich ruhiger. Am Ende stand ein 28:23 (11:8) Erfolg für die MT.

Handball. Aufgrund der Corona-Situation musste das Spiel vor leeren Rängen stattfinden. Genau 151 Tage nach dem letzten Pflichtspiel gegen die HSG Wetzlar am 7. März bestritten die Bundesliga-Handballer der MT Melsungen am Mittwochabend wieder einen Wettkampf. Zumindest als Testspiel. Das wiederum dient nicht nur der Vorbereitung auf die im Oktober beginnende Bundesligasaison, sondern auch auf die bereits Ende August stattfindende Qualifikationsrunde in der EHF European League.

Zu diesem Auftakt in die Testspielserie war mit dem TBV Lemgo Lippe ein Ligarivale angereist. Wenn es Zuschauer in der Rothenbach-Halle gegeben hätte – was aus Sicherheitsgründen nicht möglich war – hätten die ansehnliche 60 Minuten guter Handballkost genießen können. Klar, es lief längst noch nicht alles rund, aber dass die beiden Kontrahenten nach so langer Zeit erstmalig wieder ein Spiel bestritten, merkte man ihnen nicht unbedingt an.

MT-Trainer Gudmundsson musste in dieser Begegnung gleich auf drei Stammkräfte verzichten. Linksaußen Michael Allendorf laboriert noch an einem Muskelfaserriss, Rückraumspieler Kai Häfner plagen leichte Rückenprobleme und Rechtsaußen Tobias Reichmann fehlte aus familiären Gründen. So starteten die Nordhessen mit Neuzugang Silvio Heinevetter im Tor und – von links nach rechts – mit Yves Kunkel, Julius Kühn, Domagoj Pavlovic, Stefan Salger, Neuzugang Timo Kastening und am Kreis Marino Maric. In der Abwehr überließ Pavlovic den Platz im Zentrum Arnar Freyr Arnarsson, dem dritten Neuzugang.

"Ich bin sehr zufrieden mit diesem Auftakt. Die Abwehr stand überragend, vor allem in der ersten Halbzeit, in der wir lediglich acht Tore kassiert haben. Aber auch im Angriff lief es schon sehr gut. Wir haben uns viele Chancen herausgearbeitet. Leider haben wir manchmal zu früh, das heißt zu überhastet abgeschlossen und einige Risikopässe gespielt.", so MT-Trainer Gudmundur Gudmundsson nach dem Spiel.

Unmittelbar nach dem Spiel begann für die MT-Cracks eine zehntägige aktive Pause. Bis zum Beginn des zweiten Teils der Saisonvorbereitung am 17. August absolvieren die Spieler jeder für sich oder in Kleingruppen vorgegebene Trainingsaufgaben. Am 21. August steht der nächste Test auf dem Programm, dann kommt die HSG Wetzlar nach Kassel. Auch dieses Spiel wird dann ohne Zuschauer vor Ort stattfinden.

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