Unentschieden zum Auftakt: MT Melsungen holt einen Punkt in Lemgo

Zeigte eine starke Vorstellung in Lemgo: Elvar Örn Jonsson.
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Zeigte eine starke Vorstellung in Lemgo: Elvar Örn Jonsson.

Die MT Melsungen ist am Mittwoch in Lemgo mit einem Punktgewinn in die neue Saison der Bundesliga gestartet. Vor 1.809 Zuschauer*innen in der Phoenix Contact Arena waren die Nordhessen zwar über fast die gesamten, kampfbetonten 60 Minuten das spielbestimmende Team, die volle Punkteuasbeute blieb ihnen aber verwehrt.

Handball. Dennoch ist auch für den TBV Lemgo Lippe der einfache Punktgewinn nicht gänzlich unverdient. Nach dem 11:12 Halbzeitstand trennte man sich 26:26. Den stärksten Eindruck im MT-Team hinterließ Neuzugang Elvar Örn Jonsson – nicht nur wegen seiner fünf Treffer. Ebenso erfolgreich war Kapitän Kai Häfner.

Ausgehend von den letzten Testspielen war die Anfangsaufstellung der MT keine Überraschung Trainer Gudmundur Gudmundsson schickte Yves Kunkel, Julius Kühn, Elvar Örn Jonsson, Arnar Freyr Arnarsson, Kai Häfner, Timo Kastening und Silvio Heinevetter auf die Platte. 

„Es überwiegen die positiven Erkenntnisse aus diesem Spiel. Die Mannschaft hat gegenüber der letzten Saison ein anderes Gesicht gezeigt, ist als echtes Team aufgetreten und hat mit einer starken kämpferischen Einstellung in der Abwehr und hohem Tempo im Angriff schon viel von dem gezeigt, was wir uns in dieser Saison von ihr wünschen”, so MT-,Manager Axel Geerken, der sich dennoch ärgerte, nicht zwei Punkte mit in die Heimat genommen zu haben.

Denn 32 Sekunden vor dem Ende sah es so aus, als wäre die MT schon durch, dann nahm Lemgo eine Auszeit, TBV-Coach Florian Kehrmann sagte an, was zu tun sei – natürlich wieder mit der Variante “Sieben gegen Sechs”. Und das fruchtete. Denn Lukas Hutecek gelang drei Sekunden vor dem Ende der erneute Ausgleich. Ganz schnell war dann der Ball bei Kai Häfner an der Mittellinie, der direkt abzog und ins leere Tor traf. Was aber nicht zählte, da kurz zuvor Gudmundur Gudmundsson den Grünen Karton auf den Zeitnehmertisch gelegt hatte. Somit blieb es beim 26:26. Bereits im anschließende SKY-Interview war Gudmundur Gudmundsson deutlich anzumerken, wie sehr er sich selbst über seine Entscheidung ärgerte, dieses Timeout genommen zu haben.

„Ja, das ist ärgerlich. Aber man weiß ja meist erst hinterher, ob eine Entscheidung gut oder weniger gut war“, so Axel Geerken. Das ist ein sehr schmaler Grat und man kann richtig oder falsch liegen. Wenn der schnelle Wurf von Kai Häfner zum Beispiel nicht zu einem Tor geführt hätte, hätte man wahrscheinlich gefragt, warum nicht rechtzeitig eine Auszeit genommen wurde. Insofern kann man in solchen Fällen einem Trainer nie einen Vorwurf machen.“

Bereits am Samstag, 20.30 Uhr, steigt für die MT Melsungen gegen den THW Kiel die Heimpremiere in der Rothenbach-Halle. Hier gibt es Karten für das Spiel zu gewinnen.

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