Wegen Corona-Krise: MT-Spieler verzichten auf einen Teil ihres Gehalts

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Die finanziellen Folgen sind noch nicht absehbar, aber sie werden immens sein. Nicht nur für die deutsche Wirtschaft, sondern auch für den Sport. Die Handballer der MT Melsungen verzichten deshalb auch auf einen Teil ihres Gehalts.

Handball. Sie sprechen viel von der MT-Familie und versehen die Post in Social Media stets mit dem Hashtag: “Wir sind MT”. Jetzt zeigt sich, dass das nicht nur eine so daher gesagte Floskel ist.

Und besonders in Zeiten der Corona-Krise rücken alle noch einmal enger zusammen - natürlich aber nicht physisch. Ein starkes Signal setzt jetzt das Bundesligateam selbst. Die Profis werden zunächst auf jeweils 25 Prozent ihres Gehalts verzichten.

“Für uns Spieler ist es selbstverständlich, dass auch wir in dieser Krisensituation einen Beitrag leisten müssen. Da gab es in der gesamten Mannschaft keine Diskussionen, den Verzicht haben wir einstimmig beschlossen. Es gibt sicher viele Menschen und Einrichtungen, die von dieser Krise noch viel stärker betroffen sind als wir derzeit. Aber uns alle eint die Ungewissheit, wie und vor allem wann es wieder normal weitergeht. Als Profisportler macht man sich deshalb jetzt schon einige Gedanken, nicht nur um die eigene berufliche Zukunft, sondern auch um unsere Sportart allgemein – ohne allerdings gleich von Existenzangst zu sprechen”, erklärt Michael Allendorf, Mitglied des Mannschaftsrates.

“Das Besondere bei uns ist, dass sich nicht nur das Bundesligateam einbringt, sondern dass auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entsprechend ihrer Möglichkeiten auf Teile ihres Gehalts verzichten. Zudem haben sich auch schon einige unserer Dienstleister bereit erklärt, ihre Leistungen in vollem Umfang aufrecht zu erhalten, aber die Rechnungsbeträge in ähnlicher Weise zu reduzieren wie die Spieler ihre Gehälter. Selbst Spieler unserer zweiten Mannschaft, die keine Gehälter beziehen, sondern lediglich Aufwandsentschädigungen erhalten, sind zu Reduzierungen bereit. Diese Beispiele sind umso bemerkenswerter, da ja wirklich alle von den Folgen der Corona-Krise betroffen sind”, sagt MT-Manager Axel Geerken.

Die Bilder vom letzten Heimspiel der MT vor der Pause gibt es hier.

“Jetzt, in der Corona-Krise, in der idealerweise alle ihren Beitrag leisten, um sie zu überstehen, wird noch sehr viel deutlicher, was Zusammengehörigkeitsgefühl bei uns heißt. MT-Familie, das ist alles andere als eine Floskel”, sagt MT-Vorstand Axel Geerken.

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