Zwei Spieler der MT Melsungen zeigen sich nackt und blutig

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Julius Kühn und Tobias Reichmann zeigen den kanadischen Robbenjägern die Rote Karte

Sieben Spieler der deutschen Nationalmannschaft zeigen jetzt gemeinsam mit PETA den Robbenjägern die Rote Karte. Mit aufsehenerregenden Motiven protestieren die Sportler gegen das blutige Töten der Tierbabys in Kanada. Mit dabei sind auch Julius Kühn und Tobias Reichmann der MT Melsungen.

Kassel.  „Julius Kühn und Tobias Reichmann stehen gemeinsam mit PETA für das Wohl der Robben ein“, so Harald Ullmann, 2. Vorsitzender von PETA Deutschland. Noch immer werden jedes Jahr mit Erlaubnis und sogar finanzieller Unterstützung der kanadischen Regierung bis zu 400.000 Robben zum Abschuss freigegeben. Ein Großteil der erschossenen oder erschlagenen Tiere ist erst wenige Wochen alt. Dieses Gemetzel muss endlich ein Ende haben!“

Die gängigsten Tötungsmethoden der Robbenjäger sind laut PETA das Erschießen vom Schiff aus oder das Erschlagen auf dem Eis mit einem Hakapik, einer Art Holzschläger, an dessen Spitze sich ein Metallhaken befindet. Lange Zeit haben die Jäger vor allem neugeborene Tiere vor dem zwölften Lebenstag getötet, die sogenannten Whitecoats (Weißmäntelchen). 1983 wurde dank des Drucks durch Tierschutzorganisationen ein Verbot der Jagd auf sie verhängt. Allerdings wechselt das Fell der Tiere nach 14 Tagen seine Farbe und wird grau. Ab dann sind sie für alle lizenzierten Robbenjäger zum Abschuss freigegeben. Ein Großteil aller bejagten Robben ist daher zwischen 14 Tagen und drei Monaten jung. In den vergangenen Jahren legte die kanadische Regierung „Fangquoten“ von bis zu 400.000 Robben pro „Saison“ fest. 

 Im Norden von Kanada und Alaska werden Robben von den Menschen schon seit mehr als 400 Jahren bejagt. Während einige wenige Eingeborene bis heute damit ihren Lebensunterhalt sichern, werden die meisten Tiere durch kommerzielle Jäger getötet. Ein Großteil des Gewinns wird mit Pelz gemacht. Weitere Verwendungszwecke sind die Herstellung von Omega-3-Präparaten aus dem Fettgewebe der Tiere oder die Verarbeitung ihrer Häute zu Leder. Die Penisse der männlichen Tiere gelten zudem in China, dem letzten relevanten Absatzmarkt für Robbenprodukte, als potenzförderndes Wundermittel.  Das Fleisch der Robben möchte kaum jemand essen.

Bereits 36 Länder haben Import- und Handelsverbote für kommerzielle Robbenprodukte eingeführt – darunter auch die Länder der EU.  PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.

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