BBL-Playoffs

ALBA Berlin kontert Ludwigsburger Schauspielerei-Vorwürfe

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Hitziges erstes Halbfinalspiel zwischen ALBA Berlin und den MHP RIESEN Ludwigsburg. Foto: Annegret Hilse

Nach dem Berliner Auftaktsieg zum Halbfinalauftakt gegen Ludwigsburg gibt es weiter verbalen Zündstoff in der Serie. Große Verwunderung herrscht beim Hauptstadtclub über Ludwigsburg-Coach John Patrick. Der Amerikaner bekräftigt seine Vorwürfe.

Berlin (dpa) – Die Debatte um angebliche Schauspielerei der Profis von ALBA Berlin heizt die Playoff-Halbfinalserie gegen die MHP Riesen Ludwigsburg weiter kräftig an.

John Patrick, Trainer der Schwaben, bekräftigt seine Vorwürfe des "Floppings" - also absichtliches Fallenlassen, der Hauptstadtclub weist dies vehement zurück. "Wenn man versucht, außerhalb seines Metiers, nämlich dem Spielfeld, irgendetwas zu beeinflussen, dann muss ich sagen, Trainer bleib bei deinen Leisten", sagte ALBA-Manager Marco Baldi nach dem 102:87-Auftaktsieg der Berliner.

Rund um die erste Partie erklärte Patrick seine Anschuldigungen, die er zunächst über die Internetseite des Clubs geäußert hatte, genauer. "Es ist besonders, wie sie sich vorbereiten, sie verbringen viel Zeit damit, wie sie Fouls provozieren", sagte der 50-Jährige bei Telekomsport. "Es ist schlau, weil es schwierig für die Schiedsrichter ist, es zu merken. Sie haben es perfektioniert." Die Ludwigsburger sind ihrerseits bekannt für eine harte Spielweise an der Grenze des Erlaubten.

Nach den Äußerungen Patricks habe er viele Anrufe erhalten, berichtete Baldi. Der Ludwigsburger Coach habe "für viel Aufregung gesorgt unter Leuten, die er kenne". Im engen Auftaktspiel musste Patrick dann bereits in der ersten Halbzeit wegen Meckerns nach zwei technischen Fouls hintereinander das Spielfeld verlassen. "Das spricht ja für sich selbst. Aber vielleicht steckt ja auch da ein Plan dahinter", sagte Baldi.

Mit dem Erfolg liegt ALBA in der Best-of-five-Serie 1:0 vorn und besitzt vor dem zweiten Spiel am Donnerstag (20.00 Uhr) in Ludwigsburg weiterhin das Heimrecht. Doch beim Aufeinandertreffen des Zweiten gegen den Dritten der Hauptrunde ist weiterhin ein enges, physisches Duell zu erwarten. "In jedes Duell musste man seinen Körper reinschmeißen", sagte ALBA-Nationalspieler Joshiko Saibou. "Wir müssen jetzt zuhause übernehmen", forderte Ludwigsburgs Thomas Walkup.

Auch dann könnte das Hauptaugenmerk wieder auf den Unparteiischen liegen. "Wenn bei uns die Zuschauer gepfiffen haben, wenn es zu rustikal wurde, wird das in Ludwigsburg genau umgekehrt sein", vermutete Baldi. "Dann wird Totenstille sein, und kein Schiedsrichter weiß, warum er jetzt pfeifen soll."

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