Bundesliga

Bayern München verabschiedet „Unterschiedsspieler“ Martínez

Javi Martínez
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Hört im Sommer beim FC Bayern München auf: Javi Martínez.

Der FC Bayern verabschiedet einen der erfolgreichsten Spieler seiner Vereinsgeschichte. Nach neun Jahren ist für Javi Martínez im Sommer Schluss beim Rekordmeister. Die Zukunft des Defensivallrounders ist offen.

München (dpa) - Der FC Bayern verabschiedet Allesgewinner Javi Martínez. Nach neun erfolgreichen Jahren endet im Sommer die Zeit des Spaniers beim deutschen Fußball-Rekordmeister, seine Zukunft ist offen.

„Javi war neun Jahre lang ein wichtiger Eckpfeiler unserer Mannschaft, die in dieser Zeit Historisches geleistet hat“, sagte der künftige Vorstandschef Oliver Kahn. Martínez wurde in jedem Münchner Jahr deutscher Meister - die Fortsetzung dieser Serie will er nun erneut perfekt machen. Dann ist der FC Bayern Gastgeber für Mönchengladbach. „Javi Martínez wird immer einen besonderen Platz in der Geschichte dieses Vereins haben“, sagte Präsident Herbert Hainer.

40 Millionen Euro Ablöse ließen sich die Bayern im Sommer 2012 die Dienste des Mannes mit dem großen Kämpferherzen kosten - damals war der Profi von Athletic Bilbao der Rekordzugang der Bundesliga. „Es war eine schwierige Entscheidung“, erinnerte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge an den Vorstoß in eine neue Transfer-Dimension. „Die Entscheidung war goldrichtig.“

Nach drei zweiten Plätzen im Jahr 2012, darunter das tränenreiche Finale dahoam, kam der von Trainer Jupp Heynckes hoch geschätzte Martínez. Der spanische Welt- und Europameister war maßgeblich am Triple-Triumph ein Jahr später beteiligt. Gemeinsam mit Bastian Schweinsteiger sorgte Martínez für eine herausragende Stabilität im defensiven Mittelfeld. „Diese neun Jahre werde ich nie vergessen. Schon am ersten Tag habe ich das ,Mia san mia‘ und das Besondere am FC Bayern gespürt“, sagte Martínez.

Nicht nur der Defensiv-Allrounder, der außer im Mittelfeld auch in der Innenverteidigung zum Einsatz kam, steht vor dem Bayern-Abschied. Jérôme Boateng und David Alaba werden die Münchner ebenfalls am Saisonende verlassen. Wie auch Trainer Hansi Flick, dessen erwarteter Wechsel auf den Nationaltrainerposten als Nachfolger von Joachim Löw auf sich warten lässt.

Martínez feierte bisher mit den Münchnern acht Meisterschaften, fünf Pokalsiege, zwei Siege bei der Club-WM und zwei Champions-League-Triumphe. Dazu avancierte er zum „Mr. Supercup“. Im September sicherte er den Bayern den Sieg um diese europäische Trophäe, als er den 2:1-Siegtreffer in der Verlängerung gegen den FC Sevilla erzielte. Ausgerechnet Martínez, der beim ersten Supercupsieg der Bayern im Jahr 2013 gegen den FC Chelsea mit dem 2:2 in der Nachspielzeit der Verlängerung die Mannschaft ins Elfmeterschießen gerettet hatte.

Damals strotzte Martínez noch vor Kraft. Viele Verletzungen hinterließen bei ihm aber Spuren - doch Verlass war immer auf ihn. „Seine Erfolgsbilanz ist nahezu beispiellos“, sagte Sportvorstand Hasan Salihamidzic. Martínez sei ein „Unterschiedsspieler“. Im vergangenen Jahr hatte der Spanier mit einer neuen Herausforderung nach seiner Bayern-Zeit geliebäugelt. Wo diese sein könnte, hatte er nicht angedeutet. Immer wieder galt Athletic Bilbao als eine Option.

© dpa-infocom, dpa:210504-99-465141/3

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