Weltcup in Ruhpolding

Nicht gewonnen, aber zufrieden: Biathletinnen Staffel-Dritte

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Denise Herrmann, Franziska Preuß, Laura Dahlmeier und Vanessa Hinz (l-r) wurden Dritte. Foto: Matthias Balk

Die Fans in der proppevollen Chiemgau Arena peitschen die deutschen Skijägerinnen nach vorne. Für den Sieg reichte es zwar nicht. Dennoch gab es im deutschen Lager nur strahlende Gesichter.

Ruhpolding (dpa) - Mit dem dritten Staffel-Sieg in Serie in Ruhpolding und dem ersten Saison-Erfolg wurde es zwar nichts. Dennoch war bei den deutschen Biathletinnen nach Platz drei beim Heim-Weltcup die Zufriedenheit groß.

"Wir sind froh, dass wir auf das Podest gelaufen sind. Ein Podest ist immer eine gute Leistung", sagte Schlussläuferin Denise Herrmann. Vanessa Hinz, Laura Dahlmeier, Franziska Preuß und Herrmann leisteten sich insgesamt neun Nachlader und hatte am Ende 23,4 Sekunden Rückstand auf die siegreichen Französinnen. 11,9 Sekunden fehlten vor 22.500 begeisterten Zuschauern zu Norwegen auf Rang zwei.

Erstmals in diesem Winter war auch Dahlmeier wieder im Team dabei. Mit ihr als gesetzter Schlussläuferin hatten die deutschen Damen in den vergangenen beiden Jahren in der Chiemgau Arena gesiegt. Doch die von gesundheitlichen Problemen geplagte Doppel-Olympiasiegerin lief diesmal auf Position zwei ("Das war echt ungewohnt"). Denn die siebenmalige Weltmeisterin, die nach einer Zwangspause wegen eines geschwächten Immunsystems erst im November mit moderatem Training eingestiegen war und über Silvester von einer Grippe ausgebremst wurde, ist noch nicht top fit.

"Aber diesmal ist es von Anfang an schon flüssiger gegangen, gerade auf der ersten Runde hat es richtig Spaß gemacht. Ich wollte von Anfang an Druck machen, das ist mir ganz gut gelungen", sagte Dahlmeier, die sich direkt nach dem Rennen zur Regeneration auf das Fahrrad-Ergometer setzte. Am Donnerstag im Sprint, dem ersten Rennen im neuen Jahr, hatte sie nach eigener Aussage läuferisch leiden müssen wie selten zuvor.

Hinz, die zuletzt erkrankt Oberhof auslassen musste, schickte Dahlmeier mit 37,7 Sekunden Rückstand auf die Spitze als Sechste in die Loipe. "Stehend musste ich ganz schön um die Schüsse kämpfen, es war heute nicht ganz einfach für mich", sagte Hinz. Dahlmeier holte mit der Verbesserung auf Rang vier auf, konnte aber zeitmäßig nichts gut machen. "Zum Schluss haben vielleicht noch zwei, drei Körner gefehlt. Aber das war ein guter Schritt in die richtige Richtung", sagte die Partenkirchnerin. Die 25-Jährige hofft am Sonntag im abschließenden Massenstart auf eine weitere Leistungssteigerung.

Preuß brachte Deutschland auf Platz drei. Und Herrmann hätte noch weiter nach vorne kommen können, hätte sie nicht im Stehendanschlag mit drei Nachladern gerade so die Strafrunde vermieden. "Ich dachte, wenn ich mit einer Null durchkomme, geht noch was. Aber in der Situation muss ich noch etwas drüber stehen", sagte die frühere Langläuferin. In Oberhof hatte sie in der Vorwoche in Führung liegend zwei Strafrunden geschossen und den Sieg damit aus der Hand gegeben.

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