Premier League

Boxing Day: Chelsea verliert - Manchester United nur Remis

FC Arsenal - FC Chelsea
+
Arsenals Granit Xhaka (M) feiert sein Freistoßtor zum zwischenzeitlichen 2:0. Foto: Andrew Boyers/PA Wire/dpa

Timo Werners Torflaute hält an. Der Stürmer ist nun seit zehn Spielen sieglos. Derweil schießt sich Arsenal aus der Krise. Das Topspiel des Boxing Days endet Remis und Manchester City gewinnt am zweiten Weihnachtsfeiertag.

London (dpa) - Timo Werner trifft nicht mehr. Der deutsche Fußball-Nationalstürmer wurde bei der 1:3 (0:2)-Niederlage seines FC Chelsea am Samstagabend im Stadtderby gegen den FC Arsenal sogar zur Halbzeit ausgewechselt.

Der 24 Jahre alte Stürmer wartet nun schon seit zehn Pflichtspielen auf ein Erfolgserlebnis, zuletzt hatte er am 7. November beim 4:1 gegen Sheffield getroffen. Während am Boxing Day der englischen Premier League Werner und sein erst in der 74. Minute eingewechselter Auswahlkollege Kai Havertz eine bittere Pleite kassierten und auf Tabellenrang sieben abrutschten, feierte der zuletzt kriselnde FC Arsenal nach acht sieglosen Pflichtspielen wieder einen Dreier. Es war Arsenals erster Ligasieg seit dem 1:0 am 1. November gegen Manchester United.

Zuvor ging das Spitzenspiel an Weihnachten ohne Sieger zu Ende. Rekordmeister Manchester United kam am zweiten Feiertag trotz zweimaliger Führung nicht über ein 2:2 (1:1) bei Leicester City hinaus - und ist mit 27 Punkten Vierter. Zweiter ist der FC Everton (29 Punkte), der den Letzten Sheffield United mit 1:0 (0:0) besiegte. Leicester ist Dritter (28). Manchester City gewann durch Tore von Nationalspieler Ilkay Gündogan (14.) und Ferrán Torres (55.) gegen Newcastle United mit 2:0 (1:0) und ist jetzt Tabellenfünfter (26).

Meister FC Liverpool empfängt am Sonntag (17.30 Uhr) West Bromwich Albion und könnte durch das Remis im Spitzenspiel seinen Vorsprung auf fünf Punkte ausbauen. Premier-League-Fußball an Weihnachten hat in Großbritannien eine lange Tradition - und war in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie doch ganz anders. «Auch in diesem sehr schwierigen Jahr hoffe ich, dass ihr Weihnachten, so gut es geht, genießen könnt», sagte Liverpools Welttrainer Jürgen Klopp in einem von seinem Club veröffentlichten Video.

«Das Ergebnis ist das Wichtigste heute, wir haben den Sieg wirklich gebraucht», sagte Arsenal-Coach Mikel Arteta, nach dem zuvor sein Team den schlechtesten Ligastart seit 46 Jahren hingelegt hatte. Die Gunners setzten sich dank der Tore von Alexandre Lacazette (35. Minute/Foulelfmeter), Granit Xhaka (44.) und Bukayo Saka (56.) durch und sind nach ihrem fünften Saisonerfolg Tabellen-14. Die Blues, für die Tammy Abraham (86.) traf und Jorginho in der Nachspielzeit gegen Keeper Bernd Leno noch einen Elfmeter vergab, haben jetzt sechs Punkte Rückstand auf Liverpool.

Vor dem Spiel gab Arsenal bekannt, dass der brasilianische Abwehrspieler Gabriel Kontakt zu einer an Corona erkrankten Person hatte und in die Isolation muss. Der 23-Jährige werde die nächsten drei Spiele fehlen. Seine Landsleute David Luiz und Willian wurden zwar negativ getestet, fühlten sich aber nicht gut und fielen aus.

In einer ausgeglichenen ersten Halbzeit trafen Marcus Rashford (23.) für Manchester United und Harvey Barnes (31.) für die Gastgeber. Nach der Pause hatten die Gäste mehr vom Spiel, der eingewechselte Edinson Cavani bediente Bruno Fernandes (79.), der sein zehntes Saisontor erzielte. Kurz vor Schluss rettete Jamie Vardy (85.) mit seinem zwölften Saisontreffer das Remis für Leicester. «Wir sind enttäuscht, dass wir heute nicht gewonnen haben, denn wir hatten eine Menge großer Chancen», sagte United-Coach Ole Gunnar Solskjaer.

Der englische Nationalspieler Rashford feierte im Alter von 23 Jahren und 56 Tagen sein 50. Tor in der höchsten englischen Spielklasse. Jünger bei dieser Marke waren im Trikot der «Red Devils» einst nur Wayne Rooney und Cristiano Ronaldo. Dabei vergab er gegen Leicester noch zwei hundertprozentige Chancen.

Beim 0:0 zwischen dem FC Fulham und Ralph Hasenhüttls FC Southampton wurden dem Team des früheren Bundesliga-Trainers gleich zwei Tore vom Videoassistenten aberkannt. Aston Villa setzte sich mit 3:0 (1:0) gegen Crystal Palace durch.

© dpa-infocom, dpa:201226-99-816919/5

Leicester City

Manchester United

Premier League

United-Torschütze Bruno Fernandes (l) im Zweikmapf mit Youri Tielemans. Foto: Glyn Kirk/PA Wire/dpa
Nationalspieler Ilkay Gündogan (3.v.r) schießt den Ball zur Führung ins Tor. Foto: Jason Cairnduff/PA Wire/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.