Champions League

BVB mit Handicap: Notkader soll Gruppensieg sichern

Personalsorgen
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Hat gegen Zenit St. Petersburg nur einen Notkader zur Verfügung, der aber soll es richten: BVB-Trainer Lucien Favre. Foto: Uwe Kraft/AFP Pool/dpa

Nur gut, dass der Achtelfinal-Einzug in der Champions League bereits sicher ist. Denn der BVB muss zum Ende der Vorrunde bei Zenit St. Petersburg mit einem Notkader auflaufen. Das schmälert die Chance auf den Gruppensieg.

St. Petersburg (dpa) - Der BVB geht vor dem Gruppenfinale der Champions League am Stock. Fast eine komplette Elf muss für das Spiel am heutigen Dienstag (18.55 Uhr/DAZN) bei Zenit St. Petersburg passen. Dennoch will der Fußball-Bundesligist aus Dortmund die Vorrunde als Tabellenführer beenden.

AUSGANGSLAGE: Mit einem Sieg wäre dem Revierclub (10 Punkte) der Gruppensieg sicher. Ansonsten darf er angesichts des verlorenen direkten Duells mit Verfolger Lazio Rom (9) in St. Petersburg (1) nicht schlechter abschneiden als die Italiener im Heimduell mit Brügge (7). «Es ist vielleicht besser für die Auslosung des Achtelfinales, die Nummer eins zu sein», kommentierte Trainer Lucien Favre. Schließlich träfe der BVB dann auf einen Gruppenzweiten und hätte im zweiten Duell Heimrecht. Vor zwei Jahre schied der BVB jedoch als Gruppensieger im Achtelfinale gegen den späteren Finalisten Tottenham Hotspur (0:3/0:1) sang- und klanglos aus.

PERSONAL: Bis vor wenigen Tagen hielt sich das Verletzungspech beim BVB in Grenzen. Doch nun fordert der dichte Terminplan seinen Tribut. Neben den Langzeitausfällen Erling Haaland, Thomas Meunier (beide Muskelfaserriss) und Marcel Schmelzer (Reha nach Knie-Operation) sowie dem nach Corona-Infektion noch nicht wieder fitten Reinier fehlen in Russland auch Thomas Delaney (Rückenprobleme), Raphael Guerreiro (muskuläre Probleme), Manuel Akanji (Knieprobleme), Mahmoud Dahoud (krank) und Mateu Morey (muskuläre Probleme). Dennoch nahm Lizenzspielerchef Sebastian Kehl das Team in die Pflicht: «Wir wollen unbedingt versuchen, Tabellenführer in dieser Gruppe zu bleiben.»

REKORDCHANCE: Vor gut zwei Wochen sorgte er mit seinem Kurzeinsatz im Spiel bei Hertha BSC im Alter von nur 16 Jahren und einem Tag als jüngster Profi der Bundesliga-Historie für Schlagzeilen. 17 Tage später darf Youssoufa Moukoko auf einen ähnlichen Rekord in der Champions League hoffen. Die große Personalnot erhöht die Chance auf sein Debüt. Damit würde er den bisherigen Rekordhalter Céléstine Babayaro ablösen. Babayaro war am 23. November 1994 im Alter von 16 Jahren und 87 Tagen für Anderlecht beim 1:1 in Bukarest aufgelaufen. Zwischen den Zeilen stellte Favre einen Einsatz von Moukoko in Aussicht: «Wir brauchen mehr Läufe in die Tiefe und Tempo.»

REISEPLAN: Angesichts der anhaltenden Corona-Pandemie hat der BVB den für Champions-League-Spiele üblichen Reiseablauf verändert. Sowohl das Abschlusstraining als auch die Abschluss-Pressekonferenz fanden am Vortag nicht in St. Petersburg, sondern noch in Dortmund statt. Das für den Spieltag obligatorische «Anschwitzen» erfolgt im Hotel. Um so wenig Kontakt nach außen wie möglich zu haben, verzichteten die Dortmunder auf die Suche nach einem Trainingsplatz. Nach dem Abpfiff geht es direkt vom Stadion zum Flughafen. Wegen des Nachtlandeverbotes in Dortmund endet der Rückflug in Paderborn, avisierte Landung ist um 2.15 Uhr.

© dpa-infocom, dpa:201207-99-607804/4

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