Kampf gegen Coronavirus 

Schwimmbäder geschlossen: Wird am Olympiastützpunkt trotz Verbot trainiert?

Im Kampf gegen das Coronavirus wurden Schwimmbäder konsequent geschlossen. Doch laut eines Medienberichts soll das Schwimmtraining am Olympia-Stützpunkt in Heidelberg munter weitergehen: 

  • Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus wurden alle Sportstätten und Schwimmbäder geschlossen.
  • Am Olympiastützpunkt in Heidelberg sollen die Athleten trotzdem weiter im Schwimmbad ihr Training fortgeführt haben – trotz des Verbots.
  • Was die Verantwortlichen dazu sagen: 

Baden-Württemberg in Zeiten der Corona-Krise: Im Kampf gegen das Virus wurden Kontaktverbote erlassen und unter anderem auch alle Schwimmbäder und Sportstätten geschlossen. Während die Menschen immer wieder dazu aufgerufen werden, ihr Haus nur zu verlassen, wenn es dringend notwendig wird, sollen die Schwimm-Athleten am Olympiastützpunkt in Heidelberg weiter trainiert haben. 

Heidelberg: Schwimmbad im Olympiastützpunkt trotz Verbot weiter geöffnet?

Erst Anfang der Woche hatte der Deutsche Schwimmverband (DSV) in einer Pressemitteilung verkündet, dass man die „noch bestehenden Möglichkeiten eines übergeordneten Bundesstützpunkttrainings an allen Bundesstützpunkten und damit sämtliche Reisetätigkeiten“ unterbunden habe. Somit müsste auch das Training an allen Olympia-Stützpunkten eingestellt worden sein – eigentlich. 

Wurde am Olympiastützpunkt in Heidelberg trotz Verbot weiter trainiert? (Symbolfoto)

Denn nur einen Tag später ruderte der DSV im Interview mit swimsportnews.de zurück: Der Begriff „übergeordnetes Training“ beziehe sich demnach nur auf die Möglichkeit für auswärtige Athleten, sich dem Training am Olympiastützpunkt anzuschließen. „Noch wird in Magdeburg, Hamburg, Berlin, Potsdam und Heidelberg geschwommen – aber falls die Behörden dort Hallen schließen, wird es keine Reisetätigkeit geben in Zeiten der Coronaviruskrise", erklärte DSV-Pressesprecher Raik Hannemann gegenüber dem Onlineportal.

Heidelberg: Schwimmbäder geschlossen – trotzdem Training am Olympiastützpunkt?

Wie die Stuttgarter Zeitung (Plus-Artikel) berichtet, sei dem Olympiastützpunkt Heidelberg vom städtischen Sportamt bereits letzte Woche mitgeteilt worden, dass das Schwimmbad wegen der Ausbreitung des Coronavirus für alle geschlossen werden müsse. 

Noch am Dienstag habe der Bundesstützpunktleiter im Bereich Schwimmen der Zeitung bestätigt, dass kein Training mehr stattfinden würde. Dies würde sich allerdings nicht mit den Aussagen des DSV-Sprechers decken, dass an mehreren Olympiastützpunkten – auch in Heidelberg – noch geschwommen würde. Auch mehrere HEIDELBERG24*-Leser haben beobachtet, dass im Olympiastützpunkt-Schwimmbad noch trainiert werde.

Vom Olympiastützpunkt in Heidelberg gibt es derzeit noch keine Stellungnahme zum Thema. Sollte an den Vorwürfen jedoch etwas dran sein, stellt sich die Frage, warum die Athleten ausgerechnet in Zeiten der Corona-Krise ihre eigene Bahn schwimmen müssen – wo doch sowieso schon länger im Raum stand, dass die Olympischen Spiele verschoben werden müssen*. 

kab

*HEIDELBERG24 ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

Rubriklistenbild: © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa - Bildfunk

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Radprofi Knees befürchtet "Langzeitschäden im Sport"

Berlin (dpa) - Radsport-Oldie Christian Knees rechnet im Zuge der Coronavirus-Pandemie in den nächsten Jahren mit wirtschaftlichen Folgen für seine Sportart.
Radprofi Knees befürchtet "Langzeitschäden im Sport"

DLV akzeptiert Olympia zur Hitzezeit

Frankfurt/Main (dpa) - Der Deutsche Leichtathletik-Verband hat den neuen Olympia-Termin in den japanischen Hitzemonaten Juli und August akzeptiert.
DLV akzeptiert Olympia zur Hitzezeit

Nun UEFA-Notfallschalte: Freundliche Signale aus Frankfurt

Nach der Mitgliederversammlung der Bundesliga-Clubs gehen die Gespräche über Notfallszenarien im Profi-Fußball auf europäischer Ebene weiter. Die UEFA lädt alle Verbände …
Nun UEFA-Notfallschalte: Freundliche Signale aus Frankfurt

Wimbledon-Organisatoren beraten: Absage wahrscheinlich

Ein Tennis-Jahr ohne Wimbledon? Eigentlich undenkbar. Doch der Coronavirus macht auch vor dem Rasen-Mythos nicht halt. Eine Absage der diesjährigen Veranstaltung ist …
Wimbledon-Organisatoren beraten: Absage wahrscheinlich

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.