Formel 1

Darauf muss man achten beim Großen Preis von Italien

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Lewis Hamilton startet in Monza von der Pole Position. Foto: Antonio Calanni

In der Qualifikation zum Formel-1-Rennen von Italien hat Sebastian Vettel erhebliche Probleme. In das Ferrari-Heimspiel in Monza geht der Deutsche nur als Sechster. Ganz vorne thront Lewis Hamilton.

Monza (dpa) - Lewis Hamilton startet heute um 14 Uhr mit einem ordentlichen Vorsprung auf Sebastian Vettel ins Europa-Finale der Formel 1.

Der britische Mercedes-Mann geht in den 13. Saisonlauf in Italien von Startplatz eins. Ferrari-Star Vettel muss sich beim Scuderia-Heimspiel von Rang sechs nach vorne arbeiten.

STRAHLENDER REGENKÖNIG: Die Runde von Lewis Hamilton zur Pole Position in Monza war sagenhaft. Mehr als 1,1 Sekunden hatte der Mercedes-Pilot am Ende Vorsprung auf Max Verstappen im Red Bull. "Ich bin sehr stolz auf das, was ich erreicht habe und es ist zugleich verrückt", sagte der Brite nach seiner 69. Pole Position, womit er auch den Rekord von Michael Schumacher übertraf. Mit dem Dauerregen kam niemand so gut zurecht wie der WM-Zweite, der in Italien mit einem Sieg erstmals 2017 die Fahrerwertung anführen würde. "Das war atemberaubend", meinte Mercedes-Teamaufsichtsrat Niki Lauda über die Leistung des 32-Jährigen. Allerdings soll es während des Rennens deutlich wärmer und auch trocken sein.

ENTTÄUSCHTER HEIMSPIELER: Ferrari feiert 70. Geburtstag. Da hatten die Tifosi natürlich mit einem starken Qualifying der Scuderia gerechnet. Nun gehen WM-Spitzenreiter Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen nur von den Positionen sechs und fünf ins Heimspiel. In der wegen Dauerregens mehr als zweieinhalb Stunden unterbrochenen Qualifikation hatte der Deutsche erhebliche Probleme. "Mit dem Speed war sicherlich mehr drin", meinte der Heppenheimer, der wohl seine Reifen nicht auf die richtige Temperatur bringen konnte. Nach drei Siegen mit Toro Rosso und Red Bull auf dem Hochgeschwindigkeitskurs hofft der 30-Jährige auf eine Aufholjagd vor den Toren Mailands und seinen Premierensieg mit Ferrari.

ÜBERRASCHENDE GLÜCKSJÄGER: Lance Stroll und Esteban Ocon waren auch Profiteure. Denn das auf Zwei und Drei gefahrene Red-Bull-Duo Max Verstappen und Daniel Ricciardo erhielt Strafversetzungen. Das nutzten Stroll und Ocon aus, die aber im Regen von Monza auch ihre Fähigkeiten bewiesen. Der Kanadier Stroll startet als Zweiter hinter Hamilton. Der 18-Jährige ist sogar der jüngste Fahrer, der es jemals in die erste Startreihe geschafft hat. "Ich hatte einfach nur Spaß, ich habe mich frei gefühlt", meinte Stroll. Allerdings dürfte sich sein Williams im Trockenen erheblich schwerer tun. Ocon sammelte für Force India mit Rang drei seinen besten Startplatz überhaupt.

GLÜHENDE ANHÄNGER: Die Motorsportbegeisterung rund um Monza lässt sich an den zehntausenden Fans, ihren Fahnen und ihrem frenetischen Zuspruch bemessen. Die Formel 1 erlebt in der riesigen Grünanlage wahre Festtage. "Die Atmosphäre, die Tradition, die Historie - das ist einfach unglaublich", schwärmte Vettels Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene. "Sogar Enzo Ferrari (Firmengründer) sprach über den Grand Prix von Italien immer nur als DER Grand Prix." Auch wegen des teils ordentlich durcheinandergewirbelten Fahrerfelds wegen der Wetterkapriolen und der vielen Strafversetzungen dürfen sich die Fans auf einen packenden Grand Prix freuen.

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