Großer Preis von China

Darüber wird im F1-Fahrerlager in Shanghai auch gesprochen

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Lewis Hamilton geht im Vorfeld zum Großen Preis von China durch das Fahrerlager. Der Brite will sich mehr zurückhalten. Foto: Andy Wong/AP

Shanghai (dpa) - Der Formel-1-Tross ist von Bahrain nach China weitergezogen. Das Rennen in der Wüste sorgt aber im architektonisch außergewöhnlichen Fahrerlager von Shanghai vor dem dritten Saisonlauf am Sonntag noch immer für Gesprächsstoff.

ABKÜHLEN: Nach dem Wirbel um seinen "Schwachkopf"-Fluch Richtung Red-Bull-Pilot Max Verstappen wird sich Lewis Hamilton künftig im sogenannten Cool-Down-Raum eher zurückhalten. In dem Raum treffen sich die ersten Drei eines Rennens vor der Siegerehrung. Beim vergangenen Rennen hatte der ungestüme Niederländer den britischen Weltmeister wegen seines Überholmanövers zu Beginn des Rennens gegen sich aufgebracht. "Ich glaube, das ist das erste Mal, dass ich die Kameras vergessen habe!", sagte Hamilton in China, bat aber zugleich um Verständnis: Wenn man so voller Emotionen sei und dann ein Mikrofon ins Gesicht gehalten bekomme, "wird man nicht so antworten, wie man es normalerweise tut".

HALBHERZIG: Weil er in Bahrain Ferrari-Pilot Sebastian Vettel in der letzten Runde des Bahrain-Grand Prix nicht ernsthaft angegriffen hatte, muss sich Mercedes-Fahrer Valtteri Bottas auch in China noch einige Kommentare anhören. Sogar über seine Zukunft beim Weltmeister-Team wird spekuliert. Vettel hatte trotz abgefahrener Reifen den Sieg vor dem Finnen retten können. "Ich hätte versucht zu gewinnen", meinte beispielsweise Daniel Ricciardo von Red Bull. Bottas hält dagegen. Er würde es genauso wieder machen, sagte er. "Ich bin damit zufrieden, die Leute können reden, was sie wollen."

STRESS: Ein Witz von Toro-Rosso-Pilot Pierre Gasly ist bei spanischen Fans gar nicht gut angekommen. Sie hatten geglaubt, dass sich der Franzose mit einem Spruch nach seinem überraschenden vierten Platz in Bahrain über ihren Star Fernando Alonso lustig gemacht habe. Gasly hatte im Boxenfunk zu seinem Team gesagt: "Jetzt können wir kämpfen." Beim Auftakt in Australien hatte McLaren-Fahrer Alonso nach dessen fünften Rang dasselbe gesagt. "Es war nur ein kleiner Scherz", meinte Gasly nun in Shanghai. Alonso sei schließlich eines seiner Idole. Er hatte mit seinem Satz nur Toro Rossos Motorenpartner Honda würdigen wollen. Die Japaner waren nach drei erfolglosen Jahren als Motorenlieferant von McLaren ausgeschieden. Das britische Team wird nun von Renault beliefert - zuvor Partner von Toro Rosso.

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