Reitturnier in Aachen

Doppelsieg für Reiter-Teams bei den CHIO-Nationenpreisen

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Dressurreiterin Isabell Werth jubelt nach ihrem Ritt auf Bella Rose. Foto: Uwe Anspach

Ein verlorenes Hufeisen sorgt beim Reitturnier in Aachen für Aufregung. Eine deutsche Reiterin muss im Gelände aufgeben. Die Vielseitigkeit wird dadurch zusätzlich spannend. Am Ende dürfen die Gastgeber aber über zwei Mannschaftssiege jubeln.

Aachen (dpa) - Die deutschen Reiter haben beim CHIO in Aachen für zwei Heimsiege in den Nationenpreisen gesorgt. Nicht einmal vier Stunden nach dem Erfolg der Vielseitigkeits-Mannschaft sicherte sich am vorletzten Turniertag auch das deutsche Dressur-Team Platz eins.

Während der Dressur-Sieg angesichts der nicht besonders starken Konkurrenz keine Überraschung war, setzte sich das Vielseitigkeits-Quartett um Einzelsiegerin Ingrid Klimke trotz eines Ausfalls knapp vor Neuseeland und Australien durch.

Die Team-Reiterin Josefa Sommer aus Immenhausen musste aufgeben, weil ihr Pferd Hamilton ein Hufeisen verloren hatte. "Es war völlig richtig, dass sie danach aufgehört hat", sagte Bundestrainer Hans Melzer: "Das Pferd ist danach gerutscht, das ist einfach Pech." Zum Team gehörten zudem Michael Jung aus Horb mit Star Connection und Andreas Dibowski aus Döhle mit Corrida. "Wir sind wieder zurück", kommentierte der Bundestrainer den Sieg. Im Vorjahr hatte das deutsche Team nur Rang fünf belegt.

Klimke gewann auch die Einzelwertung. Die 51 Jahre alte Reiterin aus Münster siegte mit Hale Bob vor Jung mit seinem Zweitpferd Chipmunk und dem Australier Christopher Burton mit Quality Purdey. Jung ritt weiter, obwohl auch Chipmunk ein Eisen verloren hatte. Das Pferd sei in den Kurven ein bisschen gerutscht, "aber beim Galoppieren hat man nichts gemerkt", sagte der dreimalige Olympiasieger.

"Überglücklich" war die doppelt siegreiche Klimke - vor allem, weil sie im Vorjahr an einem Hindernis vorbeigeritten war. "Das hatte ich natürlich im Hinterkopf", sagte die Europameisterin. Dieses Mal aber lief es "wie am Schnürchen", schwärmte die 51-Jährige aus Münster. Klimke, die bereits 2015 und 2017 in Aachen gewonnen hatte, lobte ihr Pferd: "Bobby war so kernig, das war richtig cool."

Mehrere deutsche Reiter hatten indes Probleme mit dem Kurs. Glimpflich endete der Sturz von Peter Thomsen mit Casino. Der Mannschafts-Olympiasieger aus Lindewitt blieb genauso unverletzt wie sein Pferd.

Während die Vielseitigkeitsreiter bereits an der Turnierbar neben dem großen Stadion feierten, ritt auch das Dressur-Quartett auf Platz eins. Ungefährdet und mit großem Vorsprung gewann das Team von Bundestrainerin Monica Theodorescu vor Dänemark und dem US-Team. Es war der achte Sieg in Folge. Zuletzt gab es eine Niederlage gegen die Niederländer, die in diesem Jahr kein Team nach Aachen geschickt hatten.

Spannender war es in der Einzelwertung. Den Grand Prix Special gewann Isabell Werth aus Rheinberg mit Bella Rose nur knapp vor Dorothee Schneider aus Framersheim mit Showtime. "Dorothee hat eine super Vorlage gemacht, da durfte ich nicht trödeln", sagte Werth: "Ich bin sehr, sehr zufrieden." Dritte wurde die Britin Charlotte Dujardin mit Erlentanz.

CHIO

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