27:23 gegen Ungarn

DHB-Auswahl feiert siegreichen WM-Auftakt gegen Ungarn

Uwe Gensheimer feiert einen Treffer für Deutschland. Foto: Marijan Murat
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Uwe Gensheimer feiert einen Treffer für Deutschland. Foto: Marijan Murat
Patrick Groetzki und Torhüter Silvio Heinevetter klatschen ab. Foto: Marijan Murat
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Patrick Groetzki und Torhüter Silvio Heinevetter klatschen ab. Foto: Marijan Murat
Deutschlands Torhüter Silvio Heinevetter (l) versucht einen Siebenmeter des Ungarn Georg Csaszar zu halten. Foto: Marijan Murat
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Deutschlands Torhüter Silvio Heinevetter (l) versucht einen Siebenmeter des Ungarn Georg Csaszar zu halten. Foto: Marijan Murat
Bundestrainer Dagur Sigurdsson gibt am Spielfeldrand Anweisungen. Foto: Marijan Murat
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Bundestrainer Dagur Sigurdsson gibt am Spielfeldrand Anweisungen. Foto: Marijan Murat
Der Ungar Bence Hanhidi (M) wird von der deutschen Abwehr am Wurf gehindert. Foto: Marijan Murat
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Der Ungar Bence Hanhidi (M) wird von der deutschen Abwehr am Wurf gehindert. Foto: Marijan Murat

Rouen (dpa) - Ein überragender Silvio Heinevetter und ein treffsicherer Uwe Gensheimer haben die deutschen Handballer vor einem Fehlstart in die Handball-Weltmeisterschaft bewahrt.

Der kurz vor den Titelkämpfen vom plötzlichen Tod seines Vaters geschockte Kapitän war am Freitag beim 27:23 (16:11)-Auftaktsieg gegen Ungarn mit 13 Toren bester Werfer der Bad Boys, die in Torwart Heinevetter einen ganz starken Rückhalt hatten.

Am 15. Januar trifft die Mannschaft von Bundestrainer Dagur Sigurdsson, die nach einer starken ersten Hälfte schwächelte, in ihrem zweiten Vorrundenspiel auf Chile. Die Südamerikaner legten mit einem 32:28 gegen Weißrussland ebenfalls einen siegreichen WM-Start hin.

Sigurdsson hatte seine Mannschaft gegen die erfahrenen Ungarn um ihren Star Laszlo Nagy perfekt eingestellt. Der Europameister startete hellwach in die Partie, vor allem die deutsche Abwehr präsentierte sich in starker Verfassung. Angeführt von Defensivchef Finn Lemke blockte der Sechserverbund zahlreiche Wurfversuche des Rivalen.

Und im Tor lief Heinevetter, der den Vorzug vor EM-Held Andreas Wolff erhalten hatte, sofort heiß. Der Keeper von den Füchsen Berlin lieferte eine überragende Leistung ab und sorgte mit seinen Paraden dafür, dass die DHB-Auswahl von Beginn an nie in Rückstand geriet. Schon nach zwei Minuten hatte er zwei starke Würfe abgewehrt, am Ende des ersten Durchgangs waren es insgesamt 45 Prozent der ungarischen Versuche.

Nach 18 Minuten lagen die von Kapitän Gensheimer aufs Parkett geführten Bad Boys beim 8:5 erstmals mit drei Toren vorn. Der Weltklasse-Linksaußen war nach dem unerwarteten Tod seines Vaters erst am Donnerstagabend zur deutschen Mannschaft gestoßen, zeigte sich trotz des tragischen Ereignisses aber mental voll auf der Höhe.

Bis zur Pause traf der Frankreich-Legionär von Paris St. Germain allein siebenmal, davon viermal vom Siebenmeterpunkt. Damit war der 30 Jahre alte Familienvater neben Heinevetter Garant für den komfortablen Fünf-Tore-Vorsprung zur Halbzeit.

Die zahlreichen Fans in der Heimat verpassten den souveränen Auftritt der DHB-Auswahl im ersten Durchgang weitgehend. Beim Stand von 1:1 fiel sowohl der Live-Stream auf dem Portal der Deutschen Kreditbank (DKB) als auch bei YouTube aus. Vor schwarzem Hintergrund war nur der Schriftzug "Dieses Video ist nicht verfügbar" zu sehen. Wegen des "enormen Zuschauerandrangs" gebe es "technische Schwierigkeiten", begründete Kommentator Markus Götz den Blackout. Erst nach mehr als 15 Minuten war das Bild wieder da. Im Fernsehen sind die WM-Spiele nicht zu sehen.

Als das Bild wieder stabil war, begann der Olympia-Dritte zu wackeln. Fast acht Minuten benötigte die Sigurdsson-Truppe nach dem Wechsel für das erste Tor durch Kai Häfner. Die Würfe des einzigen Linkshänders im Rückraum, der insgesamt sechsmal traf, wurden mit zunehmender Spielzeit jedoch unpräziser. Und auch bei seinen Teamkollegen war offensiv plötzlich der Wurm drin.

Einzig Heinevetter war es zu verdanken, dass die Ungarn nie näher als auf ein Tor herankamen. Der 32-Jährige war der stabilste Akteur im deutschen Team, das sich jetzt ungemein schwer tat. Am Ende fing sich der Europameister aber und brachte den wichtigen Erfolg nach Hause.

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