28:21-Sieg gegen Kroatien

DHB-Team bei WM als Gruppensieger in K.o.-Runde

Torhüter Andreas Wolff war gegen Kroatien in überragender Form. Foto: Marijan Murat
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Torhüter Andreas Wolff war gegen Kroatien in überragender Form. Foto: Marijan Murat
Deutschlands Kreisläufer Patrick Wiencek jubelt nach dem Sieg gegen Kroatien. Foto: Marijan Murat
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Deutschlands Kreisläufer Patrick Wiencek jubelt nach dem Sieg gegen Kroatien. Foto: Marijan Murat
Bundestrainer Dagur Sigurdsson konnte mit der Leistung seines Teams sehr zufrieden sein. Foto: Marijan Murat
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Bundestrainer Dagur Sigurdsson konnte mit der Leistung seines Teams sehr zufrieden sein. Foto: Marijan Murat
Uwe Gensheimer in Aktion. Foto: Marijan Murat
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Uwe Gensheimer in Aktion. Foto: Marijan Murat
Auch Patrick Wiencek machte ein starkes Spiel. Foto: Marijan Murat
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Auch Patrick Wiencek machte ein starkes Spiel. Foto: Marijan Murat

Mit der bisher besten Turnierleistung lassen die deutschen Handballer auch Kroatien keine Chance. Dank des klaren Erfolgs gegen den Angstgegner bekommt die DHB-Auswahl nun im Achtelfinale die Revanche gegen den Vize-Weltmeister. Und erspart sich Reisestrapazen.

Rouen (dpa) - Der überragende Handball-Torhüter Andreas Wolff ballte die Faust, als Abwehrboss Finn Lemke seine Freude ein letztes Mal herausbrüllte.

Dank der Reflexe des Keepers und einer über weite Strecken titelreifen Defensivleistung meisterten die deutschen Handballer ihre erste schwere WM-Prüfung gegen Kroatien und zogen als ungeschlagener Gruppensieger ins Achtelfinale ein. Mit dem überraschend klaren 28:21 (13:9) in Rouen gelang der starken DHB-Auswahl erstmals bei einer WM ein Erfolg über die Kroaten.

"Wir hatten ein sehr, sehr gutes Spiel heute. Wir hatten eine starke Teamleistung, waren aber auch taktisch sehr gut", sagte Bundestrainer Dagur Sigurdsson. "Aber noch ist nichts gewonnen." Bester deutscher Werfer war vor 5586 Zuschauern Kreisläufer Patrick Wiencek mit sechs Treffern.

Als Gruppensieger bekommt Sigurdssons Team damit am Sonntag (18 Uhr) im Achtelfinale die Chance zur Revanche an Vize-Weltmeister Katar, gegen den bei der WM 2015 im Viertelfinale Schluss war. "Jetzt fängt es an, richtig interessant zu werden", sagte Sigurdsson. "Katar ist sehr, sehr unangenehm. Wenn die einen guten Tag erwischen, sind sie schwer zu knacken."

Umso angenehmer sind für ihn und die Mannschaft die vermiedenen Reisestrapazen. Denn nun wird die DHB-Auswahl die komplette K.o.-Runde im nur 120 Kilometer von Rouen entfernten Paris bestreiten, wo am übernächsten Sonntag die Krönung mit dem WM-Titel folgen soll. Schon am Samstagmorgen um 10.30 Uhr reist das Team mit dem Bus in die französische Hauptstadt. "Jetzt fahren wir nach Paris und nicht nach Montpellier, was viel angenehmer ist", sagte Rückraumspieler Kai Häfner. "Wir wollten unbedingt das Spiel und die Gruppe gewinnen. Das gibt Selbstvertrauen. Wir sind zufrieden und stolz."

Als Gruppenzweiter hätten er und seine Teamkollegen im knapp 900 Kilometer von Rouen entfernten Montpellier in die K.o.-Runde starten müssen. Doch vor allem die in der ersten Halbzeit weltmeisterliche Abwehrleistung verhinderte den weiten Trip in den Süden. "Sie hatten eine sehr gute Abwehr und dahinter einen exzellenten Keeper", gab Kroatiens Trainer Zejko Babic zu.

Dabei war die DHB-Auswahl nicht perfekt in die Partie gestartet. In den Anfangsminuten wirkten die Kroaten etwas wacher. Dann aber nahm Sigurdssons Team Fahrt auf. Und vor allem der Abwehrblock um Lemke und Wiencek leistete überragende Arbeit und ließ die Kroaten um ihren Weltstar Domagoj Duvnjak einige Male verzweifeln. Wurf um Wurf blockte der 2,10 Meter große Lemke ab und feierte jede seiner gelungenen Aktionen mit der geballten Faust. "Dieses Spiel haben wir gebraucht, um für uns selbst den Beweis zu haben, was wir alles können", sagte DHB-Vizepräsident Bob Hanning.

Und auch der zur Entlastung der Abwehr erst am Donnerstag nach Frankreich geholte Hendrik Pekeler fügte sich gleich glänzend ein - und sorgte wenige Sekunden nach seiner Einwechslung mit seinem Tor (20. Minute) für die erste Fünf-Tore-Führung (9:4) seines Teams. Und auch auf Torhüter Wolff war Verlass. Was vom Block vor ihm nicht gestoppt wurde, parierte er in den meisten Fällen. Fast die Hälfte aller kroatischen Versuche wehrte der Kieler im ersten Durchgang ab.

Und die außergewöhnlichen Fähigkeiten des 25-Jährigen waren umso mehr nach dem Seitenwechsel gefragt. Weil die im ersten Durchgang noch bärenstarke Defensive schwächelte, gingen immer mehr Würfe auf Wolffs Kasten - und dieser brachte die immer genervteren Kroaten mit seinen Reflexen zur Verzweiflung.

Auch Duvnjak, Welthandballer von 2013, ließen die Deutschen kaum zur Entfaltung kommen. Der Kieler Teamkollege von Wolff und Wiencek erzielte nicht einen einzigen Treffer. Nach kurzer Schwächephase wurde auch der deutsche Angriff wieder besser und ließ am verdienten Sieg keine Zweifel mehr aufkommen.

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