107. Frankreich-Rundfahrt

Doch Geister-Tour in Frankreich?

Wegen der Coronavirus-Pandemie wurde die 107. Tour de France bereits in den August verschoben. Foto: Pa Wire/PA Wire/dpa
+
Wegen der Coronavirus-Pandemie wurde die 107. Tour de France bereits in den August verschoben. Foto: Pa Wire/PA Wire/dpa

Paris (dpa) - Die Organisatoren der Tour de France sind am Zug. Das Sportministerium in Frankreich erwartet nach den neuen Bestimmungen in Frankreich im Zuge der Coronavirus-Pandemie vom Veranstalter ASO Anpassungen für das bedeutendste Radrennen der Welt.

Es müssten Vorschläge gemacht werden, hieß es. Am Dienstag hatte Premierminister Édouard Philippe in einer Rede vor der Nationalversammlung gesagt, dass große Veranstaltungen mit mehr als 5000 Personen nicht vor September abgehalten werden dürften. Die Frankreich-Rundfahrt wurde erst am 15. April um zwei Monate nach hinten verlegt und sollte nun vom 29. August bis zum 20. September ausgetragen werden. Explizit auf den Radsport ging Philippe bei seinen Ausführungen allerdings nicht ein. Die Beschränkungen könnten aber auch über den 1. September hinaus ausgedehnt werden.

Damit rückt auch das Szenario einer sogenannten Geister-Tour wieder in den Blick, was Tourchef Christian Prudhomme eigentlich abgelehnt hatte. Die ASO hat damit jedenfalls Erfahrungen, schon bei der Rundfahrt Paris-Nizza waren im März Zuschauer im Start- und Zielbereich nicht erlaubt. Als Testlauf für die Frankreich-Rundfahrt könnte auch das ebenfalls von der ASO ausgetragene Vorbereitungsrennen Criterium du Dauphiné im August dienen.

Gute Nachrichten brachten die Regelungen am Dienstag für die Radprofis aber auch. Ab dem 11. Mai ist Individualtraining an der frischen Luft erlaubt. Davon profitiert auch der viermalige Toursieger Chris Froome, der in seinem Domizil in Monaco bislang nur auf der Rolle trainieren konnte.

Homepage Tour de France

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

RTL: Hülkenberg ersetzt Perez erneut

Silverstone (dpa) - Nico Hülkenberg wird nach Informationen des TV-Senders RTL auch an diesem Formel-1-Wochenende in Silverstone Racing-Point-Pilot Sergio Perez ersetzen.
RTL: Hülkenberg ersetzt Perez erneut

Vettels Optionen schwinden: Mercedes auch 2021 mit Bottas

Sebastian Vettel? Nein. Die jüngste Formel-1-Fahrerentscheidung betrifft in erster Linie Valtteri Bottas. Der Finne fährt auch 2021 für Mercedes. Die Cockpit-Optionen …
Vettels Optionen schwinden: Mercedes auch 2021 mit Bottas

"Mordanschlag": Heftige Kritik nach Jakobsens Horrorsturz

Der schwere Sturz des niederländischen Radprofis Fabio Jakobsen lässt das Sportliche der Polen-Rundfahrt in den Hintergrund rücken. Die Rennveranstalter und auch der …
"Mordanschlag": Heftige Kritik nach Jakobsens Horrorsturz

Zuflucht in die Geschichte: Ferraris Krisenmanager Binotto

Seit 25 Jahren arbeitet Mattia Binotto für Ferrari. Gerade in dieser Formel-1-Krisensaison hat der Mann aus Lausanne einen schweren Job. Was macht das Arbeiten bei …
Zuflucht in die Geschichte: Ferraris Krisenmanager Binotto

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.