Große Preis von China

Duell um die Pole: WM-Führender Vettel greift Hamilton an

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Sebastian Vettel will die silberne Formel-1-Konkurrenz in Shanghai angreifen. Foto: Andy Wong

Der Große Preis von China war lange Zeit eine Mercedes-Domäne. Jetzt wollen der WM-Führende Sebastian Vettel und Ferrari die silberne Formel-1-Konkurrenz in Shanghai angreifen. Der erste Schritt: die Eroberung der Pole Position.

Shanghai (dpa) - Auf dem Erfolgs-Kurs seines Titelrivalen Lewis Hamilton in Shanghai strebt Sebastian Vettel seine zweite Pole Position nacheinander an.

Nach den Trainingseindrücken kann sich der zweimalige Saisonsieger und WM-Führende am Samstag in der Qualifikation zum dritten Formel-1-Rennen des Jahres etwas ausrechnen.

Zwar hatte der fünfmalige China-Sieger Hamilton in beiden Übungseinheiten am Freitag mit seinem Mercedes vorn gelegen, doch im zweiten Abschnitt betrug der Rückstand des deutschen Ferrari-Stars als Vierter nur etwas mehr als eine Zehntelsekunde. Sein Teamkollege Kimi Räikkönen war sogar nur sieben Tausendstelsekunden langsamer als der britische Titelverteidiger.

Der Heppenheimer Vettel hatte nach den beiden Sessions noch Potenzial für Verbesserungen an seinem Ferrari gesehen. "Ich bin noch nicht ganz da, wo ich sein will", sagte er.

Mercedes hatte in den vergangenen Jahren in Shanghai dominiert wie kaum auf einem anderen Kurs. In den letzten sechs Rennen im Reich der Mitte stand jeweils ein Silberpfeil auf der Pole. Hamilton siegte in den vergangenen vier Jahren drei Mal, nur 2016 hatte der mittlerweile zurückgetretene Nico Rosberg im Mercedes triumphiert.

Dass Ferrari in China auf Augenhöhe agiert, bestätigt Mercedes nur in der Einschätzung, dass die Scuderia derzeit mindestens ebenbürtig ist. Zudem tritt Vettel mit dem Selbstvertrauen von zwei Siegen in zwei Rennen in Australien und Bahrain an. Mit 50 Punkten führt der 30 Jahre alte Vierfach-Champion vor dem Rennen am Sonntag (08.10 Uhr MESZ/RTL) die WM-Wertung an. Hamilton ist nach dem für seine Verhältnisse mäßigen Start mit den Plätzen zwei und drei erst einmal 17 Punkte zurück. In Shanghai muss er kontern, damit der Abstand nicht zu groß wird.

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