WM in Dänemark

Eishockey-Auswahl gegen Südkorea in der Pflicht

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Das DEB-Team muss heute gegen Südkorea gewonnen. Foto: Petr David Josek

Gut zehn Wochen nach Olympia-Silber hat das deutsche Eishockey-Team bei der WM in Dänemark den Klassenerhalt noch nicht sicher. Vor der Pflichtsieg-Mission gegen Südkorea sagte Bundestrainer Marco Sturm: "Wir sind leider in einer Situation, in die wir nicht wollten."

Herning (dpa) - Drei Niederlagen in den ersten drei Spielen haben zum schlechtesten WM-Auftakt eines deutschen Eishockey-Nationalteams seit fünf Jahren geführt.

Gegen den klaren Außenseiter Südkorea ist heute in Herning (16.15 Uhr) ein Sieg Pflicht. "Das ist ein Spiel, das wir gewinnen müssen. Ich bin davon überzeugt, dass die Mannschaft auch im nächsten Spiel positiv reagiert", sagte Bundestrainer Marco Sturm.

DER GEGNER: Südkorea ist der größte Außenseiter des Turniers. Erstmals spielt der Gastgeber der vergangenen Winterspiele, verstärkt von eingebürgerten Nordamerikanern, in der A-Gruppe und trat bislang wie erwartet klar unterlegen auf: Mit einem 1:8 gegen Finnland und einem 0:10 gegen Top-Favorit Kanada startete der Aufsteiger ins Turnier. Am Tag vor dem Duell mit den Deutschen unterlag Südkorea Lettland 0:5. "Unser Anspruch muss es sein, die Südkoreaner zu schlagen", sagte Verteidiger Moritz Müller.

DIE AUSGANGSLAGE: Das Team des Deutschen Eishockey-Bunds ist nicht mit dem von der Olympia-Sensation zu vergleichen. Nur zehn Silbergewinner sind in Dänemark dabei. Die ersten beiden Partien endeten gegen den Gastgeber und Norwegen mit Niederlagen im Penaltyschießen, auch das Glück war nicht auf der Seite des Weltranglisten-Siebten. Gegen Südkorea wäre alles außer einem Sieg eine Blamage. Geht das Spiel schief, gerät das deutsche Team in Abstiegsgefahr. Die Chance auf das Viertelfinale ist nur minimal.

DAS PERSONAL: Der Nürnberger Torhüter Niklas Treutle soll zu seinem zweiten WM-Einsatz kommen. Erst gegen die USA (0:3) gab der 27-Jährige sein WM-Debüt und rettete seine Mitspieler mehrfach mit Glanztaten. NHL-Goalie Philipp Grubauer kam mit Washington in den Playoffs weiter und wird nicht mehr zur Verfügung stehen. Ob Stürmer Tom Kühnhackl, der mit Pittsburgh gegen Washington ausschied, noch nach Dänemark reist, war am Dienstag noch unklar.

DAS SAGT DER BUNDESTRAINER: "Wir sind leider in einer Situation, in die wir nicht wollten", sagte Sturm. "Es ist eine schöne Herausforderung. Wir sind alle gefordert."

DIE PERSPEKTIVE: Nach dem Spiel gegen Südkorea hat das deutsche Team bei der WM erstmals zwei Tage spielfrei. Am Samstag steht dann die knifflige, aber machbare Aufgabe gegen Lettland an, ehe es noch gegen Finnland und Kanada zum Abschluss der Vorrundengruppe geht.

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