Eishockey WM in Dänemark

Fünfte Niederlage: Deutschland fliegt als WM-Elfter nach Hause

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Kanadas Jordan Eberle umkurvt den deutschen Keeper.

Zum Abschied von der Eishockey-WM haben die deutschen Olympia-Helden eine weitere Überraschung verpasst. Das Team von Marco Sturm verlor sein letztes Vorrundenspiel gegen Kanada trotz einer phasenweise guten Leistung 0:3 (0:1, 0:1, 0:1).

Herning - Die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) reist am Mittwoch als Elfter vorzeitig nach Hause - mit der schlechtesten Platzierung seit 2014, als sie unter Sturms Vorgänger Pat Cortina auf Rang 14 landete. Wenn es um die WM-Medaillen geht, ist der Olympiazweite längst wieder zu Hause. Das Aus nach der Vorrunde hatte bereits am vergangenen Wochenende festgestanden.

Brayden Schenn, der schon nach 20 Sekunden traf, Ryan Nugent-Hopkins (29.) und Tyson Jost (50.) nahmen mit ihren Toren 81 Tage nach dem Halbfinale von Pyeongchang erfolgreich Revanche für die 3:4-Pleite gegen das deutsche Team - damals ohne NHL-Stars. Es war für den 26-maligen Weltmeister der 34. Sieg im 37. WM-Duell mit der DEB-Auswahl.

Frühes Aus mit nur zwei Siegen

Für Sturm war das frühe Aus mit nur zwei Siegen in sieben Spielen der erste Rückschlag seit seinem Amtsantritt 2015. Der deutsche NHL-Rekordspieler war zuvor als Bundestrainer von Erfolg zu Erfolg geeilt: zweimal WM-Viertelfinale, erfolgreiche Olympia-Qualifikation und als Krönung die Silber-Sensation in Südkorea. In Herning fehlten allerdings 15 Olympia-Akteure, im extrem jungen Team um den 22 Jahre alten Stürmerstar Leon Draisaitl gaben zehn Spieler ihr WM-Debüt.

Das Duell der befreundeten NHL-Stars verlor Draisaitl vor 6200 Zuschauern in der Jyske Bank Boxen in Herning deutlich. McDavid, sein Sturmkollege bei den Edmonton Oilers, bereitete die ersten beide Tore vor und schraubte seine WM-Ausbeute auf 13 Scorerpunkte. Der deutsche Ausnahmestürmer ging dagegen in seinem schwächsten Spiel leer aus und beendete das Turnier mit zwei Toren und sieben Vorlagen - als mit Abstand bester Deutscher.

Niederberger musste Treutle weichen

Im Tor hatte Sturm wieder einen Wechsel vorgenommen. Der Düsseldorfer Mathias Niederberger, gegen Finnland einer der Matchwinner, musste dem Nürnberger Niklas Treutle weichen. Der 27-Jährige war schon nach 20 Sekunden geschlagen. Superstar McDavid stibitzte dem DEB-Kapitän Dennis Seidenberg im eigenen Drittel den Puck, Schenn traf mit dem ersten Schuss des Spiels.

Es dauerte fast zehn Minuten, bis sich die DEB-Auswahl erstmals vom kanadischen Druck befreien konnte. Der Münchner Dominik Kahun scheiterte mit der ersten Torchance (10.). Danach dominierten wieder McDavid und Co. das Geschehen auf dem Eis. Immer wenn Draisaitls Klubkollege bei den Oilers zu einem Hochgeschwindigkeits-Solo ansetzte, ging ein Raunen durch das Publikum.

Im zweiten Drittel steigerte sich das Sturm-Team und gestaltete das Spiel offener. Doch eine Oilers-Koprodruktion sorgte für die Vorentscheidung: McDavid spielte Nugent-Hopkins an, dessen Schuss Treutle passieren ließ. Beim dritten Gegentreffer sah Treutle nicht gut aus. Die deutsche Mannschaft bemühte sich zwar, doch im siebten Spiel in zwölf Tagen war der Akku leer.

sid

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