European Championships

EM-Silber für Schwimmpaar im Freiwasser - Turner verpassen Podest

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Florian Fandler und Christina Wassen haben die Bronzemedaille im Mixed-Synchronspringen vom Turm gewonnen. Foto: Jens Büttner/Archiv

Am vorletzten Tag der European Championships in Glasgow ist die Medaillenjagd der deutschen Sportler weitergegangen.

Glasgow - 0,6 Sekunden fehlten im Loch Lomond auf EM-Gold. Die deutschen Freiwasserschwimmer haben am Samstag mit Silber bei den European Championships ihre dritte Medaille gewonnen. Neben dem Traumpaar der deutschen Schwimmer mit Florian Wellbrock und Sarah Köhler gehörten Leonie Beck und Sören Meißner zum Team, das sich in der Staffel nur den Niederlanden geschlagen geben mussten.

„Unser Ziel war eine Medaille, jetzt ist es Silber geworden in einem unglaublich spannenden Rennen“, sagte Bundestrainer Stefan Lurz. Leonie Beck und die in Glasgow mit zwei Medaillen im Becken erfolgreiche Köhler hatten dem deutschen Team eine vielversprechende Ausgangslage erarbeitet. „Wir haben alle einen guten Job gemacht. Dass Silber rausgekommen ist, freut uns umso mehr“, sagte Beck. Meißner brachte die Mannschaft nach vorne, 1500-Meter-Europameister Wellbrock übernahm als Schlussschwimmer zwischenzeitlich die Spitze. Doch Olympiasieger Ferry Weertman aus den Niederlanden spielte im Schlussspurt seine Routine aus.

Tina Punzel im Einzel vom Drei-Meter-Brett sowie Florian Fandler und Christina Wassen gewannen in Edinburgh die nächsten Bronzemedaillen für die Wasserspringer. Im Mixed-Synchronspringen vom Turm mussten sich Fandler und Wassen nur den russischen Siegern Nikita Schleicher und Julia Timoschinina sowie Matthew Lee und Lois Toulson aus Großbritannien geschlagen geben. Insgesamt waren im Royal Commonwealth Pool allerdings nur fünf Paare am Start.

In Punzels Wettkampf sprangen nur die Britinnen Grace Reid und Alicia Blagg stärker als die Dresdnerin, die bereits die siebte Medaille für die deutschen Wasserspringer bei den European Championships gewann.

Die deutschen Turner verpatzten hingegen ihre erste Team-Medaille seit acht Jahren. Mit 243,629 Punkten reichte es für die Männer um den Olympia-Zweiten Marcel Nguyen am Samstag nach zwei Abstürzen nur zu Platz vier. Knackpunkte waren der Sturz von Nick Klessing beim Sprung und ein erneuter Patzer von Reckspezialist Andreas Bretschneider, der seine schwierige Übung wie schon im Vorkampf nicht durchturnen konnte.

„Ein vierter Platz ist immer undankbar“, sagte Nguyen verärgert, der nun aber weitere zwei Chancen in den Einzelfinals am Sonntag hat. Den Titel sicherten sich vor über 6000 Zuschauern in der Hydro Arena zum dritten Mal in Serie die Russen.

Die deutschen BMX-Radsportler Julian Schmidt und Jonas Ballbach scheiterten in den Achtelfinals. Schmidt kam in seinem Lauf auf den sechsten Platz, nur die besten Vier erreichten die nächste Runde. Im Schlussklassement bedeutete das für ihn Rang 27. Ballbach wurde in seinem Achtelfinal-Rennen disqualifiziert. Die EM-Titel holten sich der Brite Kyle Evans und die Niederländerin Laura Smulders. Die deutschen Triathleten belegten in der Mixed-Staffel den sechsten Platz.

dpa

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