Ausraster in Kanada

FIA zum Fall Vettel: "Bisschen Fingerspitzengefühl"

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Sebastian Vettel vertauscht in Kanada im Parc Fermé die Nummerntafeln für Platz eins und zwei. Foto: Paul Chiasson/The Canadian Press/AP

Spa-Francorchamps (dpa) - Der deutsche FIA-Sportkommissar Hans-Gerd Ennser hat den Verzicht auf eine Ahndung von Sebastian Vettels Ausraster nach dem Formel-1-Rennen von Kanada verteidigt.

"Er hat sich furchtbar geärgert und wenn man sich furchtbar ärgert, macht man manchmal Dinge, die man vielleicht am nächsten Tag bedauert. Dann kann man es auch mal gut sein lassen und ein Auge zudrücken. Da braucht man ein bisschen Fingerspitzengefühl", sagte Ennser der Deutschen Presse-Agentur.

Der in Führung liegende Vettel hatte Anfang Juni in Montréal für ein riskantes Manöver gegen Lewis Hamilton eine Fünf-Sekunden-Zeitstrafe bekommen und war dadurch hinter dem Mercedes-Piloten Zweiter geworden. Anschließend leistete sich der Ferrari-Star weitere Verfehlungen, als er unter anderem im Parc Fermé die Nummerntafel vor dem Siegerauto vertauschte. "Wir waren der Meinung, wegen der hohen Emotionen und dem großen Druck, unter dem Vettel stand, keine weiteren Strafen zu verhängen", hatte Ennser, der aus Passau kommt, damals schon gesagt.

Die Formel 1 startet am kommenden Wochenende mit dem Grand Prix von Belgien in Spa-Francorchamps wieder aus der Sommerpause. Der Automobil-Weltverband FIA ist die Regelbehörde der Formel 1.

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Ennser-Poträt im ADAC-Magazin

Ennser am Amtsgericht Freyung

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