Großer Preis der USA

Formel 1: Darüber wird gesprochen im Fahrerlager in Austin

Einstige Teamkollegen: Mercedes-Pilot Lewis Hamilton (l)und Fernando Alonso (McLaren). Foto: Darren Abate/FR115 AP
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Einstige Teamkollegen: Mercedes-Pilot Lewis Hamilton (l)und Fernando Alonso (McLaren). Foto: Darren Abate/FR115 AP

Austin (dpa) - Die Titelentscheidung naht, es gibt aber auch noch anderes, über das beim Großen Preis der USA geredet wird.

Von mehr Rennen in Amerika oder eine Ess-Offenive der Fahrer im kommenden Jahr oder ein bemerkenswerte verbale Verneigung von Fernando Alonso vor dem Fahrer, mit der sich einst einen Stallkrieg sondergleichen in der Formel 1 geleistet hatte.

REZEPT FÜR DEN FORMEL-1-MARKT USA

Dass die Konterfeis der Popstars Britney Spears und Bruno Mars auf den offiziellen Plakaten für das Rennen in Austin proportional schon größer sind als der Ferrari von Sebastian Vettel ist schon bezeichnend. Ohne große Show hat es die Motorsport-Königsklasse es nicht leicht in den USA, wo im übernächsten Jahr auch noch in Miami gefahren werden soll. Mehr Rennen, mehr Fans, schlugen einige Fahrer nun vor, um die Begeisterung in Amerika zu vergrößern, wo vor allem die NASCAR-Serien in der Gunst viel weiter oben stehen. Auch wegen der größeren Unberechenbarkeit. "In der Formel 1 kann ich dir sagen, wird entweder Mercedes oder Ferrari am Sonntag gewinnen", sagte der Franzose Romain Grosjean, der für den amerikanischen Rennstall Haas fährt. "Die Leute müssen das Unerwartete erwarten", betonte Fernando Alonso, der womöglich nächstes Jahr in der ebenfalls populären IndyCar-Serie antreten wird.

REZEPT FÜR MEHR KILOGRAMM

Die Formel-1-Piloten sollen wieder mehr essen dürfen. "Ich denke, sie wollen uns auf mehr Rennen in den USA vorbereiten", sagte der australische Red-Bull-Pilot Daniel Ricciardo im Scherz und in Anspielung auf den kalorienhaltigen Fast-Food-Ruf der amerikanischen Küche. Dass im kommenden Jahr die Fahrer aber 80 Kilogramm mit Ausrüstung auf die Waage bringen müssen, erleichtert das kulinarische Leben der Piloten - vor allem der großgewachsenen unter ihnen, die zur Einhaltung des Mindestgewichts der Autos ohne separaten Vorgaben für den Fahrer bisher auch zum Hungern gezwungen waren. 2019 sollen die Fahrer, die das Mindestgewicht nicht erreichen, Zusatzgewichte bekommen.

REZEPT FÜRS AUTO IM KOMMENDEN JAHR

Die Fahrer-WM könnte schön am Sonntag entschieden sein, der Blick geht nach vorn, die Planungen für 2019 laufen. Wann die ersten Runden mit den neuen Autos gedreht werden, steht auch schon fest. Vom 18. bis 21. Februar finden die Testfahrten wieder mal auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya statt. Vom 26. Februar bis 1. März geht es erneut auf den Kurs für Proberunden.

REZEPT FÜR RESPEKT

Vor elf Jahren lieferten sich Lewis Hamilton in seiner Debütsaison und der damals als zweimaliger Weltmeister zu McLaren gewechselte Fernando Alonso einen Stallkrieg. So bitterböse, dass damals Kimi Räikkönen zum weltmeisterlichen Nutznießer wurde und den bis heute letzten Fahrertitel der Scuderia gewann. Damals würdigten sich Hamilton und Alonso auch so gut wie keines Blickes mehr. Ein gutes Jahrzehnt und vier WM-Titel des Briten später, freut sich eben dieser Alonso mit eben diesem Hamilton über die Erfolge und Triumphe des bald womöglich fünffachen Champions. "Er hat vom ersten Tag an sein Talent bewiesen", sagte Alonso nun in Austin. "Es ist beeindruckend, nun ist die Zeit für ihn zum Genießen."

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