Entscheidung Ende November

Formel-1-Boss Ecclestone: Deutschland-Rennen kaum zu retten

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Bernie Ecclestone sieht keine Zukunft für den großen Preis von Deutschland.

Sao Paolo - Formel-1-Chef Bernie Ecclestone hat sich am Rande des großen Preises von Brasilien zur Zukunft des Deutschland-Grand-Prix am Hockenheimring geäußert. 

Formel-1-Promoter Bernie Ecclestone sieht für den Großen Preis von Deutschland nicht nur für 2017 schwarz. "Ich weiß nicht, wie wir dieses Rennen überhaupt retten können", sagte der 86 Jahre alte Brite motorsport.com am Rande des Großen Preises von Brasilien.

Der Hockenheimring war als Gastgeber des Deutschland-Grand-Prix am 30. Juli 2017 im Ende September veröffentlichten vorläufigen Rennkalender mit der Anmerkung "noch zu bestätigen" aufgeführt. 

„Würde mein Geld verwetten, dass er nicht stattfindet“

Laut Ecclestone soll eine endgültige Entscheidung in Kürze bei der Generalversammlung des Automobil-Weltverbandes FIA in Wien (28. November bis 2. Dezember) fallen.

"Ich würde mein Geld wetten, dass er nicht stattfindet", sagte Ecclestone. Hockenheimring-Geschäftsführer Georg Seiler hatte dem SID Ende September erklärt, dass "kein Minus" herauskommen dürfe. Ecclestone stellte jedoch nun klar: "Sie wollen zu den gleichen Konditionen wie in den letzten Jahren weitermachen. Diese sind aber nicht gut für uns. Wir haben versucht, sie am Leben zu halten, aber ihnen geht die Medizin aus."

Grand Prix von Kanada bekommt wohl grünes Licht

Schlimmer noch sei es am Nürburgring gewesen, der turnusmäßig eigentlich 2017 an der Reihe gewesen wäre. "Als die aktuellen Eigner die Strecke gekauft haben, hatten sie keine Ahnung, was dort vorging. Und als sie es herausgefunden haben, hat es ihnen überhaupt nicht gefallen. So waren sie raus aus dem Spiel", sagte Ecclestone. Bereits 2015 war der Große Preis von Deutschland ausgefallen.

Während der ebenfalls in Frage gestellte Grand Prix von Kanada in Montréal nach Erfüllung der geforderten Zugeständnisse laut Ecclestone "wohl grünes Licht" bekommt, steht neben dem Deutschland-Rennen auch der WM-Lauf in Brasilien vor dem zumindest vorläufigen Aus. 

„Am Ende sind wir diejenigen, die verlieren“

Die lokalen Organisatoren der Interlagos-Strecke in Sao Paulo erwarten allein für dieses Jahr ein Minus in Höhe von 30 Millionen US-Dollar. Die Tribünen am Freitag und Samstag waren gähnend leer.

"Am Ende sind wir diejenigen, die verlieren, denn sie können uns nicht bezahlen", kommentierte Ecclestone. Interlagos-Chef Tamas Rohonyi hatte am Samstag in der Estado de S.Paulo mitgeteilt, dass der mit Formula One Management (FOM) ausgehandelte Vertrag vorsieht, dass die FOM die finanzielle Lücke schließen muss. Die Problematik brachte Ecclestone in dieser Woche auch bei einem Treffen mit Brasiliens Staatspräsidenten Michel Temer zur Sprache.

SID

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