Testphase

Ferrari von Alfa Romeo überflügelt - Vettel dennoch gut unterwegs

Sebastian Vettel und Ferrari fahren kommende Formel-1-Saison um den Titel mit - noch ist aber ein anderer Fahrer schneller.

München - Sebastian Vettel und Ferrari halten vorerst nicht mehr die schnellste Runde der Wintertests - präsentieren sich bei den offiziellen Probeläufen zur neuen Formel-1-Saison aber weiterhin wie ein Titelfavorit. Zum Auftakt des dritten Tages sicherte sich Vettels früherer Teamkollege Kimi Räikkönen im Alfa Romeo die bisherige Wochenbestzeit, dem Finnen gelangen die 1:17,762 Minuten allerdings auf einer weicheren und damit schnelleren Reifenmischung.

Bei Ferrari lief auch am Mittwochvormittag alles nach Plan. Vettel war auf den härteren Reifen in 1:18,350 Minuten zweitschnellster Mann und kam auf weniger als zwei Zehntelsekunden an seine persönliche Bestzeit vom Montag heran. Zudem lief der SF90 erneut problemlos und trug Vettel bis zur Mittagspause 80 Mal um den Circuit de Barcelona-Catalunya.

Noch mehr war einzig Mercedes-Pilot Valtteri Bottas (Finnland/1:20,693) unterwegs, der 88 Runden drehte, als Neunter am Vormittag allerdings am Ende der Zeitentabelle stand. Schon in den vergangene Tagen gingen die Silberpfeile nicht auf Tempo, spulten aber täglich ihr ausführliches Testprogramm offenbar ohne größere Probleme ab. Am Nachmittag wird der englische Weltmeister Lewis Hamilton den Silberpfeil übernehmen, bei Mercedes teilen sich die Piloten jeden Testtag. Vettel wird den Ferrari erst am Donnerstag wieder an den neuen Teamkollegen Charles Leclerc abgeben, der die erste der beiden Testwochen abschließt.

Nico Hülkenberg kam mit Renault ebenfalls in Schwung, mit den weichen Reifen fuhr er in 1:18,800 Minuten auf Rang drei am Vormittag und drehte insgesamt 63 Runden - in der Fleißtabelle Rang vier hinter Bottas, Vettel und Räikkönen (64).

Der Finne sitzt im Alfa-Romeo-Boliden, der eigentlich ein Sauber ist: Der italienische Automobilhersteller hatte sich schon im vergangenen Jahr beim Schweizer Traditionsrennstall engagiert, zu dieser Saison übernahm er die kompletten Namensrechte. Der Begriff Sauber verschwindet damit erstmals seit der Debütsaison der Schweizer 1993 aus den Startlisten der Königsklasse.

Die erlösende erste Ausfahrt erledigte Williams am Mittwoch. Um 14.28 Uhr ging der britische Rookie George Russell auf die Strecke, am Montag, Dienstag und Mittwochvormittag hatte das britische Traditionsteam aussetzen müssen, weil der Bolide noch nicht einsatzbereit war. Damit hat Williams etwa ein Drittel der Testzeit vor der Saison verpasst.

Die zweite Testphase findet vom 26. Februar bis 1. März ebenfalls in Barcelona statt.

sid

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