Stimmen zum Rennen in Bahrain

Fulminanter Formel-1-Auftakt: Schumacher erklärt „eleganten Dreher“ – Hülkenberg „versucht zu überleben“

Mick Schumacher verpasst beim Formel-1-Auftakt in Bahrain die Punkte.
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Mick Schumacher verpasst beim Formel-1-Auftakt in Bahrain die Punkte.

Die Formel 1 ist mit einem denkwürdigen Rennen in die neue Saison gestartet. Wir fassen die Stimmen rund um den Großen Preis von Bahrain zusammen.

Sakhir - Was für ein Start in die neue Saison der Formel 1*. Das Rennen in Bahrain hatte einiges zu bieten. Am Ende feierte Ferrari einen Doppelsieg. Charles Leclerc triumphierte vor Carlos Sainz jr.

Red Bull dagegen erlebte ein Fiasko: Kurz vor Schluss musste Weltmeister Max Verstappen auf Position zwei liegend Richtung Box ausrollen lassen, in der letzten Runde erwischte es dann auch noch Teamkollege Sergio Perez.

Formel 1: Rennen in Bahrain - Mick Schumacher verpasst Punkte, Hülkenberg wird Letzter

Mick Schumacher konnte nicht von den Ausfällen der Red Bulls profitieren und wurde Elfter. Der Haas-Pilot wartet in seiner zweiten Formel-1-Saison noch auf die ersten Punkte.

Der zweite Deutsche im Feld Nico Hülkenberg war nach seiner kurzfristigen Rückkehr in den Aston Martin als Vettel-Vertreter nicht konkurrenzfähig und wurde als 17. Letzter. Wir haben die Stimmen zum Formel-1-Auftakt in Bahrain zusammengefasst:

Mick Schumacher (Haas) über...

...das Rennen: „Sportlich schwierig. Wir hatten in der ersten Runde leider gleich Kontakt. Zum Glück habe ich es mit einem eleganten Dreher auf die Reihe bekommen. Das war natürlich nicht mega für die Reifen. Es war ein schwieriger Tag. Ich glaube, dass wir mehr Pace hätten. Wir sehen es ja bei Kevin Magnussen, der hat einen riesen Job gemacht hat, von daher auch sehr, sehr happy für das Team.“

...die Saison: „Ich habe sehr viel Vertrauen ins Auto. Es ist sehr viel drin, wenn wir die Probleme in den Griff bekommen. Wir haben noch 22 Rennen, um Punkte zu sammeln.“

Nico Hülkenberg (Aston Martin) über...

...das Rennen: „Es war sehr anstrengend. Am Ende bin ich schon auf der Felge gegangen, es war ein hartes Rennen. Die erste Runde war ok, es war aber wie im Wilden Westen, Autos überall. Ich habe versucht zu überleben. Dann war das Rennen schnell schon gelaufen.“

...das schlechte Ergebnis: „Wir müssen das analysieren und verstehen. Da gibt es einige Bereiche, wo wir arbeiten müssen. Wo genau, das müssen wir noch herausfinden.“

...sein Comeback: „Letzter werden, macht natürlich nicht viel Spaß. Ich habe keinen groben Fehler gemacht. Ich kann nicht sagen, dass ich zufrieden bin. Ich bin aber auch nicht unzufrieden. Ich habe gemacht, was ich machen konnte.“

Formel 1: Ferrari feiert Doppelsieg in Bahrain - Red Bull erlebt Fiasko

Charles Leclerc (Ferrari) über...

...das Duell mit Weltmeister Verstappen: „Richtig hart. Immer wenn ich Abstand zu Max hatte, konnte ich die Pace gut kontrollieren. Nach dem ersten Boxenstopp musste ich gegen ihn covern, das war hart. Ich freue mich, dass es geklappt hat. Auch nach der Saftey-Car-Phase hatte ich einen guten Re-Start.“

...seine Favoritenrolle im WM-Kampf: „Ich kann nicht sagen, es ist nicht so, nachdem was wir gezeigt haben. Das Niveau ist aber ähnlich wie bei Red Bull. Es gibt doch keine bessere Art die Saison zu beginnen. Ich bin zufrieden.“

Max Verstappen (Red Bull) über...

...seine Probleme im Rennen: „Wir hatten viele Probleme gehabt. Wir hatten keinen Grip und dazu Traktionsprobleme, das war schade. Ein zweiter Platz wäre ein guter Start in die Saison gewesen. Die Strategie war nicht gut, wir hätten aggressiver sein müssen. Dann hatte ich ein Lenkrad-Problem bekommen. Es gab kein Gefühl mehr. Dann hatten wir natürlich noch ein Problem, am Ende ist alles ausgefallen. Das war richtig schade und schlecht am Ende, weil beide Autos keine Punkte gesammelt haben.“

...die Regeländerungen, die sich positiv ausgewirkt hätten: „Schon ein bisschen. Der Reifenabbau auf dieser Strecke ist aber schon groß. Auf anderen Strecken wird das besser sein.“

Helmut Marko (Motorsport-Chef Red Bull) über...

...die Ausfälle: „Die Ausfallursache ist bei beiden Autos die gleiche. Wir haben kein Benzin mehr vom Tank zum Motor bekommen. Warum genau das so ist, wissen wir nicht. Der Dreher von Perez ist aber auf das mangelnde Benzin zurückzuführen. Es ist schwer zu sagen, warum das passiert ist. Das wissen wir erst, wenn wir uns die Autos genau angeschaut haben. Aber das ist etwas, das zuvor nie aufgetreten ist. Wir haben Tests gemacht, bei denen wir die Autos bis auf einen Liter leer gefahren haben. Also es muss irgendetwas kaputt gegangen sein.“

Toto Wolff (Motorsport-Chef Mercedes) über...

...das Ergebnis mit Platz drei und vier: „So schnell ändert sich die Erwartungshaltung, im letzten Jahr wären wir zu Tode betrübt. Wir sind noch nicht konkurrenzfähig.“

...über Ferraris Doppelsieg: „Ferrari ist extrem stark, man hat gesehen wie er vom Red Bull weg fährt. Er hat glaube ich auch einen Gewichtsvorteil. Leclerc war eine Macht, er hat das Rennen nach Belieben dominiert. Er hat einen super Job gemacht.“

(ck) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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