Langjähriger Ferrari-Chef

Formel 1 trauert um Marchionne: "Führungsperson und Freund"

+
Sergio Marchionne ist im Alter von 66 Jahren gestorben. Foto: Antonio Calanni

Budapest (dpa) - Die Formel 1 hat voller Bestürzung auf den Tod von Sebastian Vettels langjährigem Ferrari-Chef Sergio Marchionne reagiert.

Sebastian Vettels Formel-1-Rennstall Ferrari hat den verstorbenen Sergio Marchionne als mutigen Anführer gewürdigt. Der langjährige Scuderia-Chef sei ein Mann von "enormer Menschlichkeit und Klugheit" gewesen. "Wir alle bei Ferrari fühlen uns privilegiert, an der Seite eines mutigen Anführers wie Sergio Marchionne gearbeitet zu haben", schrieb das Formel-1-Team am Mittwoch vor dem Grand Prix von Ungarn.

Marchionne hatte im Oktober 2014 den langjährigen Präsidenten Luca di Montezemolo an der Ferrari-Spitze abgelöst. Nach unerwarteten Komplikationen bei einer Operation in Zürich hatte sich der Zustand Marchionnes so stark verschlechtert, dass er seine Arbeit als Fiat-Chef sowie als Präsident und Vorstandschef von Ferrari nicht wieder aufnehmen konnte. Marchionne wurde 66 Jahre alt.

Der Geschäftsführer der Königsklasse des Motorsports, Chase Carey, bezeichnete Marchionne als "Führungsperson und Freund". Der Tod des langjährigen Chefs der Autobauer Fiat Chrysler und Ferrari war am Mittwoch bekanntgegeben worden. "Er war nicht nur in der Formel 1 und der Automobilwelt eine großartige Führungsperson, sondern in der Geschäftswelt insgesamt", erklärte Carey.

"Er hat mit großartiger Leidenschaft, Energie und Einsicht geführt und alle um ihn herum inspiriert. Sein Mitwirken an der Formel 1 ist unermesslich. Er war zudem für uns alle ein wahrer Freund, und wir werden ihn zutiefst vermissen", sagte Carey über den 66-Jährigen. Die Anteilnahme gelte seiner Familie und seinen Freunden.

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff reagierte ebenfalls bestürzt. "Das ist ein trauriger Tag für uns alle in der Formel 1. Wir haben einen großen Unterstützer unseres Sports, einen leidenschaftlichen Wettbewerber, einen Mitstreiter und einen Freund verloren", teilte Wolff vor dem Formel-1-Rennen in Budapest am Sonntag mit. Tiefes Mitgefühl gelte Marchionnes Familie und allen beim Formel-1-Team von Ferrari "in dieser schwierigen Zeit". McLaren-Chef Zak Brown bedauerte den Verlust eines "großartigen Anführers und einer Ikone" der Automobilindustrie.

Rennkalender 2018

Fahrerfeld

Rennställe

Informationen zum Grand Prix von Ungarn

Zeitplan

Infos für Besucher

Geschichte der Rennstrecke

Formel-1-Mitteilung

Mercedes-Mitteilung

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Murray verliert auch zweites Einzel nach Comeback

Winston-Salem (dpa) - Der ehemalige Weltranglisten-Erste Andy Murray hat auch das zweite Einzelmatch seit seinem Comeback verloren. Beim ATP-Tennisturnier in …
Murray verliert auch zweites Einzel nach Comeback

BVB-Boss Watzke: "Keine Angst vor Bayern, aber Respekt"

Dortmund (dpa) - Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat die Ambitionen von Bundesligist Borussia Dortmund auf die deutsche Fußball-Meisterschaft noch einmal betont.
BVB-Boss Watzke: "Keine Angst vor Bayern, aber Respekt"

Deutschlands Basketballer vor der WM - so bereitet sich Superstar Schröder vor

Die Basketball-WM steht vor der Tür und Deutschlands Elite genießt noch die letzten Tage, bevor es zur finalen WM-Vorbereitung nach Asien geht.
Deutschlands Basketballer vor der WM - so bereitet sich Superstar Schröder vor

Tränenreicher Auftakt bei Dressur-EM: "Beschissener Moment"

Der Start ist nicht perfekt. Trotzdem darf das deutsche Team bei der Dressur-EM auf die Titelverteidigung hoffen.
Tränenreicher Auftakt bei Dressur-EM: "Beschissener Moment"

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.