Ziel ist die Königsklasse

Hoffenheimer Europa-Trip früh gebucht

Hoffenheims Sandro Wagner (r) jubelt mit Hoffenheims Kerem Demirbay über dessen Treffer zum 1:1. Foto: Jonas Güttler
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Hoffenheims Sandro Wagner (r) jubelt mit Hoffenheims Kerem Demirbay über dessen Treffer zum 1:1. Foto: Jonas Güttler
Hoffenheims Kerem Demirbay jubelt über seinen Treffer zum 1:1-Ausgleich. Foto: Jonas Güttler
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Hoffenheims Kerem Demirbay jubelt über seinen Treffer zum 1:1-Ausgleich. Foto: Jonas Güttler
Kölns Leonardo Bittencourt (l) und Hoffenheims Niklas Süle kämpfen um den Ball. Foto: Jonas Güttler
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Kölns Leonardo Bittencourt (l) und Hoffenheims Niklas Süle kämpfen um den Ball. Foto: Jonas Güttler
Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp wurde von einigen Kölner Fans übel beleidigt. Foto: Uwe Anspach
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Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp wurde von einigen Kölner Fans übel beleidigt. Foto: Uwe Anspach
Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann (r) gibt Kerem Demirbay Anweisungen. Foto: Jonas Güttler
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Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann (r) gibt Kerem Demirbay Anweisungen. Foto: Jonas Güttler

Ein Treffer in der Nachspielzeit zum 1:1 beim 1. FC Köln macht es möglich: 1899 Hoffenheim darf in der neuen Saison erstmals die europäische Fußballbühne betreten.

Köln (dpa) - Julian Nagelsmann hielt es von der 75. Minute an kaum noch auf der Trainerbank. Immer wieder sprang der Fußball-Lehrer hoch, gestikulierte, gab Anweisungen.

Und es half - wenn auch nervenaufreibend spät: Erst in der dritten Minute der Nachspielzeit machte Kerem Demirbay mit seinem Treffer zum 1:1 im Spiel beim 1. FC Köln den historischen Tag für 1899 Hoffenheim perfekt. Erstmals in ihrer Vereinsgeschichte werden die Kraichgauer in der kommenden Saison im Europapokal vertreten sein.

"Mit Gefühl. Hinein ins Vergnügen. Hinein ins Glück." So wurde der coole Demirbay-Flachschuss im Hoffenheimer Liveticker beschrieben. Da müsste man vor lauter Premieren-Freude eigentlich ausflippen - Nagelsmann aber tat es keineswegs. "Zufrieden sind wir dann am 34. Spieltag", ließ der 29-Jährige mit Blick auf das wissen, was ihm und den Verantwortlichen im Kraichgau logischerweise durch die Köpfe geht: Die Champions-League-Teilnahme soll es werden.

Das machte 1899-Sportdirektor Alexander Rosen ultimativ klar: "Wir ziehen's wirklich durch." Soll heißen: In den verbleibenden vier Spielen gegen Frankfurt, beim direkten Konkurrenten Borussia Dortmund, in Bremen und zum Abschluss am 20. Mai gegen Augsburg gibt es eine Rosen-Vorgabe: "Wir werden alles daran setzen, die jetzigen 55 Punkte zu maximieren. Wir bleiben auf dem Gas."

Unmittelbar nach dem Remis am Freitagabend vor 49 600 Zuschauern in der Müngersdorfer Arena hatte es indes nicht den Anschein, als ob die Hoffenheimer Profis das Ganze schon restlos begriffen hätten. Fast ein wenig teilnahmslos trabten sie in ihre Fankurve. Und als Keeper Oliver Baumann später sagte, klar, man freue sich, klang das eher halbherzig. Immerhin hielt Demirbay eines fest: "Wir haben heute Geschichte geschrieben. Aber wir können eine noch größere Geschichte schreiben."

Für die Kölner war es ein Bundesliga-Abend, der nach dem 1:0-Führungstreffer durch Leonardo Bittencourt (58. Minute) bitter endete. Trainer Peter Stöger und die FC-Profis müssen jetzt warten, wie sich das Geschehen entwickelt. Bei 41 Punkten ist angesichts der Tabellensituation nichts sicher, aber auch nichts unmöglich. Immerhin ist die Chance der ersten Europacup-Teilnahme nach 25 Jahren nicht unbedingt kleiner geworden.

Für die negativen Begleiterscheinungen der spannenden Begegnung waren Teile der Kölner Ultra-Fans verantwortlich. Schmährufe und Plakate beleidigten Hoffenheim-Investor Dietmar Hopp zum wiederholten Mal dermaßen, dass sich FC-Präsident Werner Spinner entschuldigte.

"Diese Beleidigungen sind inakzeptabel und sie spiegeln auch nicht die Werte wider, für die der 1. FC Köln steht", sagte Spinner. Nagelsmann kommentierte später, die Beleidigungen seien "unterste Schublade". Rosen meinte, es sei nicht zu fassen, "was für Schwachköpfe da einen Hass säen". Die betroffenen Kölner Ultras wurden vom Hoffenheimer Sportchef als "Schwachmaten" tituliert.

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