2. Liga

HSV demütigt VfB - Bielefeld Zweiter, Spektakel in Karlsruhe

Der Hamburger SV besiegte den VfB Stuttgart im Topspiel mit 6:2. Foto: Frank Molter/dpa
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Der Hamburger SV besiegte den VfB Stuttgart im Topspiel mit 6:2. Foto: Frank Molter/dpa

Spitzenreiter HSV demütigt den Zweiten Stuttgart an einem turbulenten Samstag in der 2. Liga. Die Schwaben rutschen in die Krise und müssen Bielefeld den zweiten Aufstiegsplatz überlassen. Sechs Tore fallen zwischen Karlsruhe und Hannover - zwei davon in der Nachspielzeit.

Düsseldorf (dpa) - Spitzenreiter Hamburger SV hat den VfB Stuttgart im Topspiel der 2. Fußball-Bundesliga gedemütigt und tiefer in die sportliche Krise gestürzt.

Die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking feierte ein 6:2 (3:1) gegen den Bundesliga-Absteiger, der nach der dritten Pleite in Serie auf den dritten Tabellenplatz abrutschte. Der VfB hat mit 20 Punkten nunmehr vier Zähler Rückstand auf den HSV und zwei auf Arminia Bielefeld, das dank eines 1:0 (0:0) bei Dynamo Dresden als bestes Auswärtsteam auf den zweiten Aufstiegsplatz vorrückte. In einem turbulenten Duell mit zwei Toren in der Nachspielzeit und dem Platzverweis für Ex-Nationalkeeper Ron-Robert Zieler verpasste Hannover 96 durch das 3:3 (2:1) beim Karlsruher SC den dritten Auswärtssieg in Serie.

"Wir haben den Gegner eingeladen zum Toreschießen. Die Hamburger waren eiskalt. Wir kommen am Dienstag wieder und werden nicht die Fahne hissen. Wir werden die Fehler analysieren", sagte Stuttgarts Trainer Tim Walter mit Blick auf das Zweitrunden-Duell im DFB-Pokal in Hamburg am Dienstag (18.30 Uhr/Sky). Vor 57.000 Zuschauern im Volksparkstadion wahrte der HSV durch große Effektivität und auch dank des Videobeweises den Heimnimbus von nunmehr fünf Siegen in Folge und bei einem Unentschieden zum Auftakt gegen Darmstadt.

Zweimal Sonny Kittel (14. Minute/Foulelfmeter und 36.), Bakery Jatta (24.), Marin Harnik (76.) und Adrian Fein (90.+1) erzielten die HSV-Treffer. Dem eingewechselten Stuttgarter Gonzalo Castro (56.) unterlief zudem ein Eigentor. Für immerhin engagierte Gäste, die ihre erste Auswärtsniederlage hinnehmen mussten, trafen Nicolas Gonzalez (33.) und Silas Wamangituka (63.).

Für das Walter-Team - der Coach feierte mit Holstein Kiel in der vergangenen Saison zwei Siege gegen Hamburg - gab es im Spiel zudem weitere Tiefschläge zu verkraften. Vor dem Eigentor von Castro wurde ein Foul von Jatta an VfB-Torwart Gregor Kobel reklamiert, was durch den Videobeweis nicht bestätigt wurde. Und das vermeintliche 3:4-Anschlusstor durch Philipp Förster (68.) wurde von Schiedsrichter Deniz Aytekin (Oberasbach) zurückgenommen, weil der Videoassistent ein Handspiel von Gonzalez vor seiner Flanke auf Philipp erkannte. Durch den Bielefelder Sieg durch das Tor von Andreas Voglsammer (63.) rutschte der VfB zudem auch noch aus den direkten Aufstiegsrängen.

Beste Unterhaltung und sportliche Dramaturgie gab es im Wildpark in Karlsruhe. Hannover hatte durch das zweite Tor von Hendrik Weydandt in der vierten Minute der Nachspielzeit den dritten Auswärtsdreier in Folge vor Augen. Doch Daniel Gordon bescherte Aufsteiger KSC mit seinem zweiten Treffer praktisch im Gegenzug (90.+6) einen verdienten Zähler. Weil Hannovers Torwart Zieler den Ball danach wegschlug und Gordon traf, schickte ihn Schiedsrichter Guido Winkmann (Kerken) mit Gelb-Rot vom Platz.

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