Unwillkommene Rekordmarke

Hülkenberg: Lange warten müssen, um Sutil-Ära zu beenden

Steuert eine Rekordmarke der besonderen Art an: Renault-Pilot Nico Hülkenberg. Foto: Efrem Lukatsky
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Steuert eine Rekordmarke der besonderen Art an: Renault-Pilot Nico Hülkenberg. Foto: Efrem Lukatsky

Singapur (dpa) - Nico Hülkenberg nimmt die unwillkommene Rekordmarke auch mit dem nötigen Humor. Am Sonntag dürfte er aller Voraussicht nach der Fahrer mit den meisten Grand-Prix-Starts in der Geschichte der Formel 1 werden, ohne jemals auf dem Podest gestanden zu haben.

128 Mal versuchte es der mittlerweile 30 Jahre alte Rheinländer bisher, genauso oft wie Noch-Rekordmitinhaber Adrian Sutil, dessen Karriere in der Formel 1 nach der Saison 2014 geendet hatte.

"Ich habe lange warten und wirklich hart arbeiten müssen, um diesen Titel von Sutil zu bekommen und den Rekord zu haben", sagte Hülkenberg scherzend im Fahrerlager des Großen Preises von Singapur. "Die Sutil-Ära wird zu Ende gehen, die Ära Hülkenberg beginnen an diesem Wochenende." Es sei auch etwas, so lange in der Formel 1 zu fahren, ohne jemals unter die Top Drei gekommen zu sein: "Keine Leistung und immer noch da."

Hülkenberg war zur Saison 2010 in die Motorsport-Königsklasse eingestiegen, nachdem er die Nachwuchsserie GP2 gewonnen hatte. 2015 siegte Hülkenberg auch bei einem Ausflug zu den legendären 24 Stunden von Le Mans.

In der Formel 1 schaffte er es bisher dreimal bis auf Rang vier: 2012 und 2016 in Belgien, 2013 in Südkorea. Nach den Stationen Williams (2010), Force India (2012), Sauber (2013) und erneut Force India (2014 bis 2016) fährt Hülkenberg seit dieser Saison für Renault. Für das Nachtrennen rechnet er sich bestenfalls Platz sieben hinter den Fahrern der Topteams Mercedes, Ferrari und Red Bull aus. Das hieße dann: 129 Grand Prix ohne Podest.

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