FIA-Chef spricht über Besuch

Jean Todt schaute vor Wochen ein Formel-1-Rennen bei Michael Schumacher - „Ich muss fast weinen“

+
Der ehemalige Formel-1-Fahrer Michael Schumacher (r) und Jean Todt, Teamchef von Ferrari, aufgenommen beim Großen Preis von Spanien in Valencia (Archivfoto vom 24.08.2008)

Michael Schumacher ist für viele Menschen nach wie vor ein großes Vorbild. Nun spricht Jean Todt über einen Besuch bei ihm, sie sahen ein Rennen der Formel 1.

Jean Todt besuchte Michael Schumacher und schaute mit ihm Formel 1

Update vom 6. Dezember 2018: Von 1999 bis 2004 feierte Jean Todt als Teamchef von Ferrari mit seinem damaligen Top-Piloten Michael Schumacher den Gewinn von fünf Fahrer-Weltmeisterschaften und sechs Konstrukteurstiteln in Folge. Beide standen sich sehr nahe und tun es heute noch, das unterstreicht eine Aussage von Todt, der seit Oktober 2009 Präsident des Welt-Automobilverbands FIA ist, am Rande der 17. Race Night in Essen. „Ich bin eigentlich immer vorsichtig, wenn ich etwas sage. Es stimmt aber, ich habe den Brasilien-Grand-Prix in der Schweiz bei Michael geschaut“, so Todt gegenüber Auto Bild motorsport. Besagtes Rennen fand am 11. November 2018 statt. 

Vor Kurzem hatte Jean Todt kräftig Kritik am deutschen TV-Sender RTL geübt, da dieser zu viel Werbung während der Rennen zeigen würde. Explizit nicht kritisieren wollte er das Team um Kai Ebel, Florian König, Christian Danner und Heiko Wasser. „Die Reporter und Kommentatoren sind sehr kompetent“, sagte der FIA-Boss. „Das wollte ich nicht kritisieren. Ich weiß, wie schwierig dieser Job ist. Ich würde das nicht machen wollen und habe auch Michael immer davon abgeraten.“

Gemeint ist natürlich Michael Schumacher, auf den Todt explizit angesprochen wurde. Der 72-Jährige wurde dabei sehr emotional. „Ich muss fast weinen“, gibt er zu. „Überall in meinen Büros und Wohnungen hängen Bilder von ihm. Die Zeit mit Michael wird mir immer als die beste meines Lebens in Erinnerung bleiben. Wir lieben uns, weil wir gemeinsam eine unglaubliche Geschichte geschrieben haben.“

Todt gehört zu den wenigen Personen, die mit Michael Schumacher nach dessen schweren Ski-Unfall im Dezember 2013 noch persönlich Kontakt haben.

Ex-Formel-1-Boss Ecclestone äußert sich zu Schumacher

Update vom 24. November 2018: Gegenüber der italienischen Zeitung „Gazzetta dello Sport“ hat der frühere Formel-1-Chef Bernie Ecclestone einen Vergleich zwischen Michael Schumacher und Sebastian Vettel gezogen, der durchaus verwundert. Der 88-Jährige glaubt, dass Vettel bei der „Scuderia“ noch nicht am Ende ist und zeigt sich erstaunt darüber, dass Mercedes erneut den WM-Titel gewinnen konnte.

Michael Schumacher spricht in Interview über Idole und Selbstzweifel - doch neu ist es nicht

Update vom 22. November 2018: Seit seinem Ski-Unfall im Dezember 2013 wurde Michael Schumacher in der Öffentlichkeit nicht mehr gesehen. Entsprechend für großen Wirbel sorgte nun ein Interview des Rekord-Weltmeisters der Formel 1, das angeblich in den vergangenen Tagen aufgetaucht ist. Aus Italien kamen Gerüchte, wonach es erst jetzt der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Zahlreiche Fans machten sich Hoffnung, endlich wieder etwas von ihrem Idol zu hören, doch diese ist unberechtigt.

Das Interview stammt aus dem Oktober 2013, wurde also zwei Monate vor dem folgenschweren Ski-Unfall geführt. Auch wurde es nicht erst jetzt veröffentlicht, sondern ist bereits bekannt. Gegenüber dem Express erklärte Sabine Kehm, die Managerin von Michael Schumacher, dass das Interview bereits seit einigen Jahren auf der Webseite Schumachers zu finden sei und es kurz nach dem Dreh veröffentlicht worden war.

Dennoch ist das Video-Interview, das hier zu sehen ist, absolut sehenswert. „Als ich während meiner Kindheit noch Kart-Rennen gefahren bin, habe ich natürlich zu Ayrton Senna und Vincenzo Sospiri aufgesehen“, erklärt Michael Schumacher darin, „allerdings war mein wahres Idol Toni Schumacher – weil er einfach ein klasse Fußballer war.“ Auch spricht er darüber, dass er oft an sich gezweifelt und deswegen härter an sich gearbeitet habe: „Ich glaube, diese Einstellung hat mich zu dem gemacht, der ich bin.“

Michael Schumacher: Team postet rührendes Foto

Update vom 1. November 2018: Es ist eine Szene, die angesichts des Schicksals von Michael Schumacher wohl jedem Fan eine Gänsehaut verpasst. Auf der offiziellen Instagram-Seite der verunglückten Formel-1-Legende postete sein Team nun ein rührendes Foto. Zu sehen ist Michael Schumacher, wie er nach Ende der Saison 2006 seinen Ferrari küsst. 

Doch es war nicht nur das Ende der Saison, sondern auch das Ende von Schumachers Formel-1-Karriere, das er kurz zuvor angekündigt hatte. „Michaels damaliger Abschied aus der Formel 1. Team und Tifosi verabschieden den erfolgreichsten Scuderia-Fahrer der Geschichte und schenken ihm sein F1-Auto von 2006. Ein sehr emotionaler Tag“, schreibt das Team zu dem Foto. 

Die Fans lässt dieses emotionale Bild nicht kalt. „Kämpf‘ weiter!“, schreiben gleich mehrere User. „Wir vermissen Dich so sehr“, kommentiert ein anderer Anhänger. Und ein weiterer bringt es auf den Punkt: „Einfach der Beste.“

Facebook-Post auf Seite von Michael Schumacher: „Besonderer Tag“

Update vom 25. September 2018: Der 22. Oktober 1995 war ein ganz besonderer Tag im Leben des Michael Schumacher. Die offizielle Facebookseite des Deutschen grub ein Zitat aus, mit dem er seinen zweiten Weltmeister-Titel vor 23 Jahren einst beschrieb.  

„In diesem Jahr fuhr ich das wahrscheinlich am schwierigsten zu fahrenden Auto, mit dem ich je zu tun hatte. Das war absolut seltsam, weil wir im Jahr zuvor einen so unglaublich tollen Rennwagen hatten. Außerdem hatten wir da einen Motor, der der Konkurrenz um rund 100 PS unterlegen war, was 1995 nicht mehr der Fall war. Ist doch klar, dass wir alle dachten, machen wir einen großen Schritt nach vorn. Leider aber war dem nicht so – das Auto stellte sich im Endeffekt als viel zu kompliziert heraus“, wird der siebenfache Weltmeister zitiert. Weiter heißt es: „Jedes einzelne Rennen geriet zum Kraftakt. Und so wurde es ein sehr schweres Jahr, auch wenn es nach außen hin nicht so wirkte. Immerhin habe ich neun Rennen gewonnen, was eigentlich eine gute Quote ist. Trotzdem: in meiner Erinnerung bleibt 1995 eine eher zwiespältige Saison – auch, weil es intern da häufiger mal knarzte“

Sebastian Vettel über Michael Schumacher: „Wenn er gesund wäre, würde ich ...“

News vom 19. September 2018: Sebastian Vettel vermisst Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher als Ratgeber. „Wenn er gesund wäre, würde ich ihn nach vielen Dingen fragen“, sagte der 31 Jahre alte Ferrari-Pilot in einem Interview der „Sport Bild“ (Mittwoch). Dabei gehe es ihm nicht so sehr um Tipps für die Rennstrecke. Vielmehr würde er Schumachers Ratschläge zur „Zusammenarbeit im Team, der Politik in der Formel 1“ einholen. „Da hat er ja sehr viel Erfahrung aus seiner Zeit mit Ferrari“, sagte Vettel.

Michael Schumacher: Seine Managerin bestätigt geplante Aktion für 2019

News vom 18. September 2018: Michael Schumacher hat sich immer sehr um den guten Zweck bemüht. Er hat sein großes Herz schon oft bewiesen. Das von ihm ins Leben gerufene „Spiel des Herzens“ pausierte einst eine Zeit lang. Doch 2016 wurde das Benefizspiel wieder ins Leben gerufen. Die Stiftung KeepFighting (Familie Schumacher) und die des Dirk-Nowitzki-Stiftung haben sich für das Projekt wieder eingesetzt. Nach einer einjährigen Pause soll die sogenannte Veranstaltung „Champions for Charity“ wieder stattfinden.

Schumachers Managerin Sabine Kehm und Mick Schumacher sollen das auf der Automechanika-Messe in Frankfurt bestätigt haben, wie derwesten.de berichtet.  „Es ist ein gutes Gefühl, wenn man karitative Zwecke unterstützen kann. Diese Kombination aus Spaß und Sinn ist perfekt in meinen Augen“, sagte Mick Schumacher, der einen Helm zur Verfügung stellt, der versteigert werden soll. 

„Wir werden Micks Helm nun in eine Versteigerung einbringen, die der gemeinsam mit der Stiftung von Dirk Nowitzki durchgeführten Aktion Champions for Charity zu Gute kommt“, so Kehm und sagt weiter: „Die Versteigerung wird vor Weihnachten losgetreten, so dass wir das Benefizspiel Champions for Charity auch im nächsten Jahr angehen können.“

„Er hat das nie offiziell verraten“: Enger Vertrauter spricht über Michael Schumachers einstigen Unfall

München - Stefano Domenicali war sieben Jahre lang Formel-1-Teamchef bei Ferrari. Von 2007 bis 2014 trug er die Verantwortung. Auch davor war er schon für die Scuderia tätig und kannte somit auch Michael Schumacher sehr gut. Das Portal Formula1 traf sich für den Podcast „Beyond The Grid“ mit dem 53-Jährigen, der mittlerweile CEO bei Lamorghini ist. 

„Ich vermisse die Formel 1, aber ich habe jetzt mehr Zeit für mich und meine Familie“, sagt der Italiener, der in der Motorsport-Hochburg Imola geboren und aufgewachsen ist. In 23 Jahren bei Ferrari hat er viel erlebt. Auch in seine Zeit mit Schumacher gibt er Einblicke. Schumacher, der siebenfache Weltmeister, holte fünf seiner Titel mit Ferrari. Seit seinem schweren Skiunfall äußern sich immer wieder ehemalige Weggefährten über den Ausnahme-Sportler. Auch Sebastian Vettel hat in einem rührenden Interview gesprochen. Nun hat Domenicali einen Einblick gegeben. 

Michael Schumacher: Domenicali beschreibt ihn als „anfänglich kühl“

Als sich Sprecher Tom Clarkson über den Einfluss Schumachers auf das Team von Ferrari erkundigt, schwelgt Domenicali in Erinnerungen an vergangene Tage. „Als Michael zu uns kam, war er natürlich schon unglaublich und großartig als Fahrer. Als er 1996 kam, war er sehr fokussiert. Man konnte gleich sehen, dass er sich von den anderen unterschied, alleine wie er arbeitete und was er für ein Talent hatte“, so Domenicali. „Er war anfangs ein bisschen kühl. Er kam mit einer anderen Mentalität. Die Beziehung zwischen uns wurde Tag für Tag besser“, so der 53-Jährige. 

Um die professionelle Einstellung von Schumacher zu erklären und was er von ihm lernen konnte, nutzt Domenicali ein Beispiel. „Schließe deine Augen und versuche, dir in Super Slow-Mo jedes Detail der Rennrunde aus der Perspektive des Fahrers vorzustellen. Mit dieser Art hat er sich einen Vorteil verschafft.“ Schumacher soll so vor allem den Ingenieuren geholfen haben, die Bremsen zu optimieren. Schumachers Fähigkeit, so das Team zu verbessern, war für Domenicali die „fantastischte Sache“, welche er sah, als sie zusammenarbeiteten. 

Domenicali über Michael Schumacher: „Er war mehr als ein Fahrer“

„Er hatte ein Charisma, er war mehr als ein Fahrer. Er verstand seine Rolle als Vorbild“, so der Ex-Teamchef. Schumachers Verhalten innerhalb des Teams soll großartig gewesen sein, und er war immer vollem Herzen bei der Sache. „Man hat von ihm niemals ein Wort gegen das Team gehört. Sei es bei Fehlern oder Problemen. Niemals“, sagt der 53-Jährige. 

Selbst bei seinem Unfall 1999 in Silverstone, als er sich das Bein brach, weil etwas mit der Bremse nicht stimmte, erzählte er Schumacher das nie in der Öffentlichkeit. „Er hat das nie offiziell verraten“, sagt Domenicali. 

Auf die Frage, ob Fernando Alonso oder Schumacher der bessere Fahrer sei, antwortet der Italiener: „Das ist eine gute Frage. Was die Zahlen angeht, Michael. Fernando, war auch in der Lage zu gewinnen. Michael hat seine Karriere beendet, Fernando noch nicht. Ich hoffe, dass Fernando das Triple holt. Es wäre schön, beide gegeneinander im gleichen Auto fahren zu sehen und zu schauen, wer besser ist.“

Was wir* über Schumis Gesundheit wissen:Managerin verriet „geheimen Wunsch“, der alles in anderem Licht dastehen lässt.

Im Podcast von Nico Rosberg äußerte sich ein Förderer zu Michael Schumacher. Flavio Briatore verrät Geheimnis über Schumacher.

Lesen Sie auch: Jetzt spricht einer, der Michael Schumacher regelmäßig besucht

ank

tz.de* ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Biathlon-Weltcup 2018/19 in Hochfilzen: Live-Ticker zum Sprint der Herren

Hochfilzen/Österreich - Hochspannung und Nervenkitzel garantiert: Der Biathlon-Weltcup 2018/19 geht weiter. Am Freitag, 14. Dezember, messen sich die Herren ab 14.15 Uhr …
Biathlon-Weltcup 2018/19 in Hochfilzen: Live-Ticker zum Sprint der Herren

Polizei wegen Doping-Ermittlungen bei Russlands Biathleten

Russlands Skijäger sehen sich weiter Ermittlungen wegen Dopings ausgesetzt. In Österreich ermittelt die Staatsanwaltschaft konkret gegen zehn Personen, darunter …
Polizei wegen Doping-Ermittlungen bei Russlands Biathleten

Hockey-Herren bei WM gegen Belgier auf verlorenem Posten

Das haben sich die deutschen Hockey-Herren anders vorgestellt. Nach drei Siegen in der Gruppenphase ist der WM-Traum vorbei. Denn das verdiente 1:2 gegen Belgien …
Hockey-Herren bei WM gegen Belgier auf verlorenem Posten

Biathlon-Weltcup im Live-Ticker: Wierer und Mäkäräinen die schnellsten - Hinz auf Rang 11 als beste Deutsche  

Hochfilzen/Österreich  - Das Sprint-Rennen der Damen beim Biathlon-Weltcup in Hochfilzen war im wahrsten Sinne des Wortes dominiert von Geschwindigkeit: Die Italienerin …
Biathlon-Weltcup im Live-Ticker: Wierer und Mäkäräinen die schnellsten - Hinz auf Rang 11 als beste Deutsche  

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.