Großer Preis von Singapur

Kampf um Pole Position könnte eng werden für Vettel

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Fuhr beim Training in Singapur noch hinterher: Ferrari-Pilot Sebastian Vettel. Foto: Wong Maye-E

Wer die Pole in Singapur holte, gewann in sieben von neun Fällen auch das Rennen. Sebastian Vettel will sie nun wieder einfahren, er gilt als Favorit. Wenn da Red Bull nicht wäre. Was Mercedes auf seinem Problemkurs draufhat, muss man noch abwarten.

Singapur (dpa) - Diese Formel-1-Spätschicht am Samstagabend (21.00 Uhr Ortszeit/15.00 Uhr MESZ) wird kurz, aber heftig. Und es könnte ein harter Kampf für den vermeintlichen Favoriten Sebastian Vettel um die Pole Position für das spektakuläre Nachtrennen in Singapur werden.

DIE POLE-KANDIDATEN: Beim Training am Freitag bestätigte Red Bull, was sich das Team vorgenommen hat für den 14. Saisonlauf. Es sei die beste Möglichkeit, in der zweiten Saisonhälfte noch einen Sieg zu feiern, hatte Daniel Ricciardo gesagt. Als Tagesschnellster vor Stallrivale Max Verstappen deutete er das Potenzial des bislang erfolgreichsten Teams in Singapur (3 Siege/10 Podestplätze) auch in diesem Jahr an.

Dann ist da natürlich Vettel. Am Abend unter Renn- und Qualifikationsbedingungen kam er zu keiner schnellen Runde auf der schnellsten Reifenmischung. Teamkollege Kimi Räikkönen schaffte das schon, er landete aber nur auf Rang neun. Vettel auf elf. Bei seinem Versuch auf den ultrasoften Reifen berührte er mit dem Ferrari auch noch die Bande, das darf bei der Pole-Entscheidung nicht passieren.

Als Dritter und Vierter reihten sich am Freitag WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton und Valtteri Bottas im Mercedes ein. Diese sechs sollten die ersten Reihen normalerweise unter sich ausmachen.

DIE POLE-BEDEUTUNG: Die Pole ist noch kein garantierter Sieg, aber eine sehr gute Voraussetzung für die Zieldurchfahrt als Erster unter einem krachenden Feuerwerk. Sieben von neun Rennen wurden von Startplatz eins aus gewonnen. Überholen ist schwierig auf dem Kurs. Allerdings auch nicht unmöglich: Vor einem Jahr raste Vettel von Position 22 auf den fünften Platz. Drei seiner vier Siege fuhr aber auch er von der Pole aus ein.

DIE POLE-RUNDE: Es sind 5,065 Kilometer mit maximaler Konzentration. 23 Kurven warten auf die Fahrer auf einer Runde. 70 Mal müssen sie schalten.

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