Rennen in Austin

Das muss man zum Großen Preis der USA wissen

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Der Brite Lewis Hamilton könnte wie 2015 mit einem Sieg in Austin den WM-Titel sichern. Foto: Larry W. Smith

Mit 59 Punkten Vorsprung auf Sebastian Vettel startet WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton ins Formel-1-Rennen in den USA. Schon in Austin könnte der Brite Weltmeister werden. Ferrari aber gibt sich nicht geschlagen.

Austin (dpa) - Die letzte offene Frage im Titelrennen der Formel 1 scheint nur noch, wann Lewis Hamilton seinen vierten WM-Triumph perfekt macht.

Schon in Austin könnte es an diesem Wochenende so weit sein, 59 Punkte liegt der britische Mercedes-Pilot bereits vor Verfolger Sebastian Vettel. Die Kernfragen zum Grand Prix der USA:

Wie groß ist die Chance, dass Lewis Hamilton schon in Austin Weltmeister wird?

Hamilton hat auf dem Circuit of the Americas vier der bisherigen fünf Rennen gewonnen. Auch diesmal ist der Silberpfeil-Pilot wieder Top-Favorit. Fährt der WM-Spitzenreiter wieder als Erster ins Ziel, muss Sebastian Vettel mindestens Fünfter werden, um die Entscheidung zu vertagen. Zuletzt aber hatte Ferrari massive Probleme mit der Zuverlässigkeit. In Suzuka fiel Vettel wegen einer defekten Zündkerze aus, im Rennen davor in Malaysia hatten Vettel und Teamkollege Kimi Räikkönen Motorenprobleme. Es ist keineswegs sicher, dass Ferrari diese Probleme komplett wieder im Griff hat. Vieles spricht also für Hamilton, der große Druck liegt bei Vettel.

Hat Ferrari den WM-Kampf schon abgehakt?

Nein, offiziell klammert sich die Scuderia an die Mini-Chance. "Die Saison ist für Ferrari noch nicht verloren. Wir haben noch vier Rennen, um aufzuholen", sagte Firmenchef Sergio Marchionne. Wegen der Technik-Pannen wurde die erfahrene Qualitätsprüferin Maria Mendoza vom Mutterkonzern Fiat zu Ferrari beordert. "Wir werden die verbleibenden Rennen mit großem Eifer und noch mehr Ehrgeiz angehen, bis zur letzten Kurve des letzten Grand Prix", sagte Teamchef Maurizio Arrivabene, dem selbst der Rauswurf droht.

Wer könnte Hamilton und Vettel in Austin ärgern?

Red Bull hat zuletzt mit großen Schritten aufgeholt. Max Verstappen gewann in Malaysia und war auch in Japan dicht dran. Kollege Daniel Ricciardo stand in neun der vergangenen zwölf Rennen auf dem Podium. Auch die Strecke in Austin könnte Red Bull liegen. Mercedes und Ferrari sind gewarnt.

Wer ist das neue Gesicht im Fahrerlager?

Der Neuseeländer Brendon Hartley gibt in Austin sein Formel-1-Debüt. Er übernimmt das Toro-Rosso-Cockpit des gerade erst beförderten Pierre Gasly, der zeitgleich um den Titel der japanischen Super Formula fährt. Hartley ist für gewöhnlich Sportwagen-Pilot, kennt die Strecke in Austin aus der Langstrecken-WM und wurde deshalb von Toro Rosso als Ersatzmann ausgewählt. Das zweite Auto des Teams steuert der zuletzt zum Reservisten degradierte Russe Daniil Kwjat. Der Spanier Carlos Sainz jr. hat Toro Rosso verlassen und fährt nun anstelle von Jolyon Palmer neben Nico Hülkenberg bei Renault.

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