Formel 1

Das muss man zum Großen Preis von Kanada wissen

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Die Formel 1 gibt sich auch in diesem Jahr wieder in Kanada die Ehre. Foto: Valdrin Xhemaj/EPA

Das Formel-1-Rennen von Kanada hat sich zu seiner 50. Auflage herausgeputzt. Der Grand Prix in Montréal hat eine neue Boxenanlage bekommen. Das ist aber nur ein Randaspekt.

Montréal (dpa) - Die Formel 1 unterbricht ihre Europa-Tournee für einen Abstecher nach Kanada. Vor dem siebten Grand Prix der Saison am Sonntag (20.10 Uhr/RTL und Sky) in Montréal sehen die Verfolger um Ferrari nur die Rücklichter von Branchenprimus Mercedes.

Wie stehen die Chancen von Sebastian Vettel?

55 Punkte Rückstand auf WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton hat Sebastian Vettel bereits. Immerhin konnte der Ferrari-Star zuletzt in Monaco mit Platz zwei sein bestes Saisonergebnis einfahren. Der Kurs in Kanada mit seinen langen Geraden dürfte dem antriebsstarken Scuderia-Motor aber deutlich mehr liegen als die verwinkelte Strecke im Fürstentum. "Der einzige Weg nach oben führt über harte Arbeit", sagte Vettel, der im vergangenen Jahr in Montréal seinen 50. Formel-1-Sieg feierte und damals sogar Hamilton die WM-Führung entriss. Ferrari wolle die "Fehler der vergangenen paar Rennen" hinter sich lassen, meinte Teamchef Mattia Binotto.

Setzen die Silberpfeile ihre Dominanz fort?

In den ersten sechs Saisonrennen stand jeweils ein Mercedes-Pilot ganz oben auf dem Podest, darunter waren sogar fünf Doppelerfolge für Lewis Hamilton und seinen Teamkollegen Valtteri Bottas. Insbesondere der britische WM-Titelverteidiger fühlt sich in Kanada wohl: Sechsmal gewann Hamilton schon auf dem 4,361 Kilometer langen Kurs. "Die Streckencharakteristik könnte unseren Gegnern entgegenkommen", warnte aber Teamchef Toto Wolff. Der Mercedes-Motor liefert auf den Geraden nicht so viel Power wie der Scuderia-Antrieb. Dass auch die Silberpfeile nicht frei von Fehlern sind, zeigte die falsche Reifenwahl bei Hamilton in Monaco.

Was können die Fans erwarten?

Das Formel-1-Rennen in Kanada bietet mit seinen zahlreichen Überholmöglichkeiten regelmäßig Spektakel und auch Kurioses. Die "Wall of Champions" ist die gefährlichste Stelle. So mancher Weltmeister sah ausgangs der Zielschikane in der Mauer am Streckenrand seine Sieghoffnung zerbrechen. Ein Klassiker ist das Vier-Stunden-Drama von 2011, als Jenson Button im Dauerregen trotz fünf Reifenwechseln und einer Durchfahrtsstrafe Sebastian Vettel auf der letzten Runde noch den Erfolg wegschnappte. Im vergangenen Jahr sorgte Model Winnie Harlow für Verwirrung, als sie bei Vettels Sieg zu früh die Zielflagge schwenkte.

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