Start in die neue Saison

Nordische Kombination: Die Favoriten auf den Gesamtweltcup im Weltcup 2019/20

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Nordische Kombination: (von links) Akito Watabe, Jarl-Magnus Riiber und Franz-Josef Rehrl waren in der Vorsaison die erfolgreichsten Kombinierer.

Der Weltcup 2019/20 in der Nordischen Kombination geht von November bis März. Großer Favorit auf den Gesamtweltcup ist der Norweger Jarl-Magnus Riiber.

Oberhofen am Thunersee - Jarl Magnus Riiber war der Dominator in der Nordischen Komibnation in der vergangenen Saison. Wer kann dem Norweger im Weltcup 2019/20 gefährlich werden?

Der Weltcup 2019/20 in der Nordischen Kombination geht von November 2019 bis März 2020. Der Terminkalender für den Weltcup in der Nordischen Kombination beinhaltet 20 Einzelwettbewerbe und vier Mannschaftswettbewerbe.

Auch im Weltcup-Kalender der Saison 2019/20 gibt es unterschiedliche Schanzen und Langlaufstrecken, die von den deutschen Kombinierern und dem internationalen Starterfeld absolviert werden müssen. Die Athleten springen entweder von der Normalschanze oder der Großschanze, anschließend werden fünf, zehn oder 15 Kilometer gelaufen. Die Teamwettbewerbe werden mit vier oder zwei Athleten pro Nation absolviert.

In der Vorsaison setzte sich Jarl-Magnus Riiber aus Norwegen in der Gesamtwertung durch, Zweiter wurde der Österreicher Franz-Josef Rehrl vor dem Japaner Akito Watabe. Bester Deutscher Kombinierer war Johannes Rydzek auf dem vierten Platz.

Nordische Kombination: Die Favoriten auf den Gesamtweltcup im Weltcup 2019/20

Jarl-Magnus Riiber: Der Norweger zeigte im Vorjahr eine beeindruckende Leistung. Er dominierte das Feld in der Nordischen Kombination nach Belieben, gewann zwölf Wettbewerbe im Einzel und sicherte sich mit über 600 Punkten Vorsprung den Gesamtweltcup. Der 22-Jährige legte den Grundstein für seine vielen Erfolge dabei auf der Schanze. Riiber ist einer der besten Springer in der Nordischen Kombination und gehört auch im Langlauf zur Weltelite. 

Riiber geht auch in den Weltcup 2019/20 als großer Favorit, wie der deutsche Bundestrainer Hermann Weinbuch im Interview mit chiemgau24.de bestätigte. "Jarl-Magnus Riiber hat im Laufen noch einmal einen Schritt nach vorne gemacht. Im Springen ist er, ausgehend von dem, was wir im Sommer gesehen haben, nur marginal schwächer geworden. Er hat für die neue Saison alle Trümpfe in der Hand und ist der, den es zu schlagen gilt."

Franz-Josef Rehrl: Der Österreicher war in der Vorsaison der stärkste Skispringer in der Nordischen Kombination und legte so den Grundstein für seine zwei Saisonsiege und den dritten Platz in der Gesamtwertung. Der 26-Jährige geht auch in den Weltcup 2019/20 als einer der Mitfavoriten für die vorderen Plätze ins Rennen, seine Stärke im Skispringen ist dabei der ausschlaggebende Faktor. Die Tendenz in der Nordischen Kombination geht klar in Richtung Skispringen, das spielt Rehrl in die Karten.

Akito Watabe: Auch der Japaner war in der Saison 2018/19 unter den besten zehn Skispringern in der Nordischen Kombination zu finden. Zudem ist Watabe ein guter Läufer und mit 31 Jahren verfügt er über viel Erfahrung. Watabe landete im Gesamtklassement knapp vor Rehrl auf dem zweiten Platz, in der Saison 2017/18 gewann er den Gesamtweltcup. Findet er auf der Schanze wieder zu seiner Form aus den vergangenen Jahren, ist Watabe auch im Weltcup 2019/20 ein Kandidat für das Podest in der Gesamtwertung.

Nordische Kombination: Kombinierer Johannes Rydzek gehört im Langlaufen zu den stärksten Athleten der Welt.

Johannes Rydzek: Der mehrfache Weltmeister und Olympiasieger aus Oberstdorf erlebte eine wechselhafte Vorsaison. Läuferisch überzeugte der 27-Jährige, war siebtbester Langläufer im Feld. Da Rydzek aber oft mit dem Skispringen Probleme hatte, stand am Saisonende nur ein Weltcupsieg auf der Habenseite, zudem kam er fünf Mal aufs Podest. In der Sommervorbereitung zog sich Rydzek eine Verletzung am Fuß zu, musste mehrere Wochen pausieren und geht daher nur als Außenseiter in die neue Saison.

Nordische Kombination: Eric Frenzel will im Weltcup 2019/20 wieder ganz vorne angreifen.

Eric Frenzel: Was für Rydzek gilt, gilt auch für Eric Frenzel. Auch der 31-Jährige hatte Probleme beim Skispringen, nur zu Saisonbeginn war er im Weltcup wirklich in Bestform und kam in Lillehammer zwei Mal aufs Podium. Dann hatte der läuferisch starke Weltmeister und Olympiasieger mit schwacher Form zu kämpfen und konzentrierte sich auf das Saisonhighlight in der Saison 2018/19, die Weltmeisterschaft in Seefeld. Dort zeigte Frenzel, dass er noch immer einer der besten Nordischen Kombinierer der Welt ist. Er holte Gold von der Großschanze, siegte mit Fabian Rießle im Teamsprint und gewann mit der Mannschaft die Silbermedaille. Da in dieser Saison keine Großereignisse anstehen, wird sich Frenzel wieder gezielter dem Gesamtweltcup, den er zwischen 2013 und 2017 fünf Mal in Serie gewann, widmen und könnte zum großen deutschen Trumpf im Weltcup 2019/20 werden. Dafür muss er sich auf der Schanze aber deutlich steigern. 

Quelle: chiemgau24.de

*chiemgau24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

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